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42 oder die Antwort auf die Frage aller Fragen: agora42 feiert Jubiläum!

Die 42. Ausgabe der agora42 ist da!

Wir feiern Jubiläum

 

42 ist Douglas Adams zufolge die Antwort auf die Frage aller Fragen – die keine Antwort ist. Das ist die eindeutige Zahl, die alles im Unklaren belässt. Und sie ist gar nicht so unsinnig, wie sie zunächst scheinen mag. Diese Zahl steht für den typisch menschlichen Versuch, einen Sinn zu finden – und ist gleichzeitig Ausdruck der Tatsache, dass dieser nicht gefunden werden kann. Zum Glück! Sonst wäre ja alles sinnlos …
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SAMARITA – Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen

Samarita – Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen

Wenn man krank ist, geht man zum Arzt. Ist man – wie etwa 72 Millionen Deutsche – gesetzlich versichert, zückt man die Versichertenkarte und lässt sich behandeln. Soweit so gut. Doch oft müssen gesetzlich Versicherte wochenlang auf einen Termin warten. Für Ärzte ist es profitabler, bevorzugt Privatpatienten – rund neun Millionen Deutsche – zu behandeln. Seit den 1990er Jahren ist außerdem der Anteil privater Krankenhäuser, die einen Profit erwirtschaften müssen, rapide angestiegen. SAMARITA – Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen weiterlesen

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33 Thesen für eine Reformation der Ökonomie

 33 Thesen für eine Reformation der Ökonomie

Das Jahr 2017 markierte den 500. Geburtstag der Reformation. Zahlreiche Manifeste – in Anlehnung an die 95 Thesen von Martin Luther – wurden in diesem Jahr veröffentlicht. Aber was ist von ihnen geblieben? Ist Ihnen eines in Erinnerung?
Gerne möchten wir von einem Manifest berichten, das in Erinnerung bleiben sollte. Am 12. Dezember 2017 brachte der Ökonom Steve Keen, verkleidet mit einem mittelalterlichen Mönchsgewand, die 33 Thesen für eine Reformation der Ökonomie an der Tür der London School of Economics an. 33 Thesen für eine Reformation der Ökonomie weiterlesen

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Zurück zum Alten? Natur und Ideologie – von Michael Hampe

Zurück zum Alten? – Natur und Ideologie

von Michael Hampe

In Zeiten des Wandels, wenn Orientierungspunkte verschwinden, neue jedoch nicht sichtbar sind, führt die menschliche Suchbewegung oft zurück auf alte Fixpunkte, die vermeintlich jedem Wandel entzogen sind. Es sind vor allem zwei Ordnungen, die dabei in den Sinn kommen: die göttliche und die natürliche. So wurde von der Stoa bis zu den Überlegungen des Heidelberger Philosophen Karl Löwith in den 60er-Jahren „Natur“ mit Vorstellungen einer harmonischen Ordnung verbunden. Wer ein „naturgerechtes Leben“ führe, sich an der natürlichen Ordnung des Kosmos orientiere, sei auf der sicheren Seite, habe eine verlässlichere Orientierung, als die moralische und politische Welt sie jemals bieten könne. Sich an politischen Verhältnissen zu orientieren, erschien Löwith, der vor den Nazis nach Italien und Japan geflohen und nach dem Krieg nach Heidelberg zurückgekehrt war, so, als wolle man sich als Schiffbrüchiger an den Wellen des Meeres festhalten.

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Fremdbestimmt: Wenn Erwachsene zu Kindern werden – Michael Winterhoff im Interview

Fremdbestimmt: Wenn Erwachsene zu Kindern werden

Interview mit Michael Winterhoff

Michael Winterhoff
Michael Winterhoff ist Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut. Große Bekanntheit erlangte sein Buch Warum unsere Kinder Tyrannen werden.
Herr Winterhoff, mit der Ausgabe „Wirtschaft im Widerspruch“ wagen wir die These, dass der Widerspruch ein Zeichen der Zeit ist, dass scheinbar Selbstverständliches zunehmend zur Diskussion steht, gleich ob in Wirtschaft, Politik oder im privaten Bereich. Wie erleben Sie die Zeit? Gibt es noch klare Orientierung? Fremdbestimmt: Wenn Erwachsene zu Kindern werden – Michael Winterhoff im Interview weiterlesen

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Jede Konzentration ist eine Gefahr für die Demokratie – Interview mit Frank Simon

„Wir laufen Gefahr, erpressbar zu werden“

Interview mit Frank Simon, Mitglied im Vorstand des Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE)
BerechnendHerr Simon, welcher Widerspruch ist für Sie der bedeutsamste?
Der für mich bedeutsamste Widerspruch ist die Diskrepanz zwischen „vernünftigem“ und tatsächlichem Handeln.

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Sinn und Unsinn der ökonomischen Bildung in Schulen

Gesellschaft für sozioökonomische Bildung & Wissenschaft

Gesellschaft für sozioökonomische Bildung & Wissenschaft

Erdkundebücher seien zu marktskeptisch und Globalisierung werde im Schulunterricht zu negativ dargestellt – das behaupten Unternehmensverbände und fordern schon lange ein eigenes Schulfach „Wirtschaft“. Sie erhoffen sich dadurch auch, unternehmensorientiertes Denken inklusive Gründergeist in Deutschland zu stärken.
In Nordrhein-Westfalen wird ihr Wunsch womöglich bald in Erfüllung gehen. In Baden- Württemberg unterrichten Lehrkräfte bereits Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung (WBS). Das Fach Wirtschaft soll ökonomisches Wissen vermitteln und Kontakte mit Unternehmen ermöglichen. Einen Modellversuch hierzu gab es an Realschulen in NRW bereits von 2010 bis 2014. Das interessante Ergebnis: An den teilnehmenden Schulen hat eine Verdrängung der Fächer Sozialwissenschaften und Politik stattgefunden.
Die Gesellschaft für sozioökonomische Bildung & Wissenschaft (GSÖBW) wurde im Oktober 2016 gegründet, um der Entkopplung ökonomischer Fragestellungen von anderen gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen an Schulen und Hochschulen entgegenzutreten. Sinn und Unsinn der ökonomischen Bildung in Schulen weiterlesen

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Was ist die Krise und wer sind wir danach?

Was ist die Krise und wer sind wir danach?

von Wolfram Bernhardt und Frank Augustin

Immer klarer tritt zutage, dass wir uns am Ende einer Epoche befinden. Einer Epoche, die getragen war von dem Glauben daran, dass durch technischen Fortschritt (mithin dem Fortschritt der Wissenschaften, der Vernunft) wirtschaftliches Wachstum geschaffen werden kann und dass dieses Wachstum zu steigendem materiellen Wohlstand wie auch zu einem insgesamt freieren, besseren Leben für alle führt. Stichworte: Vormarsch der Demokratien, Rechtsstaatlichkeit, freie Medien etc.
Inzwischen treten jedoch die Schattenseiten des technischen Fortschritts und des wirtschaftlichen Wachstums deutlich zutage (Stichworte: Erderwärmung, Umweltzerstörung, Ungleichverteilung, Zunahme psychischer Krankheiten). Zudem ist überhaupt nicht mehr so klar wie früher, was Wohlstand meint. Bedeutete er lange Zeit ein Mehr an materiellen Gütern (und gleichzeitig auch immer bessere Güter), so treten inzwischen andere Faktoren in den Vordergrund: beispielsweise mehr Zeit zu haben, weniger abhängig zu sein, saubere Luft, saubere Böden, sauberes Wasser etc.

Die Krise ist eine Orientierungskrise. Sie ist also nicht bloß eine Wirtschafts- oder Demokratiekrise, sondern eine Krise, die unser Weltbild betrifft.

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„Das darf man den Menschen nicht sagen.“ – Editorial zur Ausgabe 1/2018

Editorial von Frank Augustin zur Ausgabe „Wirtschaft im Widerspruch“

„Das darf man den Menschen nicht sagen.“

Frank Augustin ist Mitgründer und Magazinmacher des philosophischen Wirtschaftsmagazins agora42.

Das höre ich in letzter Zeit ziemlich oft, gleich ob von Politikern, Wissenschaftlern, Intellektuellen oder auch von Unternehmensvertretern. Was man ihnen nicht sagen darf? Erstens, dass die Demokratie seit den frühen 80er Jahren dem (Finanz-)Kapital folgt und insofern eigentlich keine mehr ist. Zweitens, dass der unvermeidliche Übergang vom Wachstum zu einer Postwachstumsgesellschaft nicht fließend verlaufen, sondern per Crash erfolgen wird. „Das darf man den Menschen nicht sagen.“ – Editorial zur Ausgabe 1/2018 weiterlesen

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Das Ende des Hoffens – Kann ein Leben ohne Zukunft Qualität haben?

Das Ende des Hoffens – Kann ein Leben ohne Zukunft Qualität haben?

von Gilbert Dietrich

Wir kennen die Phasen der Trauer, die solche Patienten durchmachen, deren Krankheit unausweichlich zum Tode führt: Wut, Leugnen, Feilschen, Depression und schließlich Akzeptanz. In der Phase der Akzeptanz tritt man einen Schritt zurück und überlegt sich, wie man die Zeit, die einem noch bleibt, verbringen möchte und wie man sie mit etwas Würde durchstehen kann. Ich denke darüber inzwischen auch öfter nach. Was ist mit Ihnen?

Die Menschheit, so könnte man meinen, ist in einer ähnlichen Situation wie ein Todkranker: Uns wird zunehmend klar, dass unsere Existenz als Gattung auf diesem Planeten zu einem Ende kommt. Wir sind sieben Milliarden Menschen und werden noch mindestens zwei Milliarden mehr werden. Die Erde wird zunehmend wärmer, ohne dass wir unseren Kohlendioxidausstoß reduzieren können. Die Eismasse der Arktis schrumpft zusehends. Das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten beschleunigt sich trotz WWF und Greenpeace. Das Ende des Hoffens – Kann ein Leben ohne Zukunft Qualität haben? weiterlesen