Ein Gedankenspiel von Kai Jannek | 31.03.2051

Ordnung und Überwachung

Illustration: DMBO – Studio für Gestaltung

31.03.2051

Liebes Tagebuch,

ein aufregender Tag geht zu Ende. Ich habe heute viel über die alltägliche Polizeiarbeit erfahren. Es ist jetzt schon eine ganze Weile her, dass Yong suspendiert worden ist und ich hatte seine Termine wahrnehmen müssen. Dazu gehörte das heutige Treffen mit dem Chef der lokalen Polizeiagentur, um zu erfahren, wie sich die Roboter aus unserer Manufaktur bislang im Einsatz bewähren. Ausgerechnet auf dem Weg zur Polizei ging ich über eine rote Ampel. Ich war zu Fuß unterwegs – die Behörde ist ja nur zwei Blocks von meinem Apartment entfernt. Ich war so in Gedanken, dass ich weder die rote Ampel wahrnahm noch die Warnsignale, die meine Kontaktlinsen mir in mein Sichtfeld einspielten. Die Überwachungskameras hielten den Vorgang natürlich sofort fest. Als ich die andere Straßenseite erreichte, sah ich mein Bild auf dem Display am Ampelmast. Darunter verriet ein kurzer Schriftzug mein aktuelles Vergehen; ebenso wie einige weitere kleine Ordnungswidrigkeiten, die ich mir in den letzten fünf Jahren hatte zu Schulden kommen lassen. Ein Gedankenspiel von Kai Jannek | 31.03.2051 weiterlesen

"Wir sind die 100%" – Ein neuer Beitrag aus der Kolumne Finanz & Eleganz

Kolumnentitel: Finanz & Eleganz

Wir sind die 100%

Interview von Bernd Villhauer mit Sven Zivanovic, Gründer der „Changemakers in Finance“-Initiative 

Denken hilft – und damit sich das Denken nicht nur um sich selbst bewegt, benötigen wir manchmal einen Anstoß von außen. Deswegen möchte ich in „Finanz & Eleganz“ immer wieder in Interviews Menschen vorstellen, die solche Anstöße geben. "Wir sind die 100%" – Ein neuer Beitrag aus der Kolumne Finanz & Eleganz weiterlesen

Ist der Terminator ein Underperformer? Ein neuer Beitrag aus der Kolumne Finanz & Eleganz.

Kolumnentitel: Finanz & Eleganz

Ist der Terminator ein Underperformer?

von Bernd Villhauer

Maschinen können alles besser. Sie schlagen uns im Schach, stellen Diagnosen für Blasenprobleme, revolutionieren die Kriegsführung, verwalten ganze Häfen, fahren Auto und nun übernehmen sie sogar die Finanzen. Als „Robo-Advisor“ kümmert sich Kollege Computer um die Zukunft unseres Geldes.  Was findet denn da eigentlich statt, ist es erfolgreich – und wollen wir das überhaupt?

Diese und andere Fragen werden beantwortet, wenn Sie sich circa zehn Minuten auf einen Text konzentrieren, der HIER beginnt: Ist der Terminator ein Underperformer? Ein neuer Beitrag aus der Kolumne Finanz & Eleganz. weiterlesen

The Black Monday Murders – ein Comic über die Schwarze Magie der Börse

The Black Monday Murders –

ein Comic über die Schwarze Magie der Börse

Text: Bernd Villhauer, Bilder: Image Comics

 

Es war wohl nicht zu vermeiden, dass in meinen Seitenblicken auf die Finanzwelt auch einmal ein Comic besprochen wird. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich der „9. Kunst“, dem Comic-Genre, schon verfallen bin, seitdem ich „Daniel Düsentrieb“ fehlerfrei aussprechen konnte. Es kommt also wie es kommen musste. Allerdings gebe ich keinen Überblick über das Thema „Börse im Comic“ – das wäre auch ein faszinierendes Projekt, das aber zur Zeit noch in der Schublade „Recherche!“ ruht. Vorab will ich nur meiner Freude über den lesenswerten neuen Comic The Black Monday Murders Ausdruck verleihen, der in einer außergewöhnlichen Weise auf die Finanzwelt blickt. The Black Monday Murders – ein Comic über die Schwarze Magie der Börse weiterlesen

Alle wollen nur Dein Bestes oder: Verstehen private Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt?

Kolumnentitel: Finanz & Eleganz

Alle wollen nur Dein Bestes oder:

Verstehen private Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt?

von Bernd Villhauer

Zum Abschluss der Blog-Serie zum Thema „Wer versteht eigentlich noch den Finanzmarkt?“ will ich einen Blick auf die nicht-staatlichen Einrichtungen werfen. Mit diesen, beispielsweise den Banken, Versicherungsgesellschaften, Finanzberatern oder Fondsgesellschaften haben wir ja als Konsumenten und Geldbenutzer am häufigsten zu tun – und sind auch am meisten auf sie angewiesen.

Alle wollen nur Dein Bestes oder: Verstehen private Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt? weiterlesen

Finanz & Eleganz: Verstehen öffentliche Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt?

Gemeinwohl und Staatsfilz oder:

Verstehen öffentliche Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt?

von Bernd Villhauer

Die Finanzmarktakteure, die nicht in privater Hand sind, stellen einen wesentlichen Faktor im Finanzwesen dar. Und genau diese sollen heute im Mittelpunkt stehen, in der dritten Folge der Blog-Serie zum Thema „Wer versteht eigentlich noch den Finanzmarkt?“ Die Wissenschaft und die Presse haben wir schon angesehen – und nun wollen wir jene Finanzinstitutionen würdigen, die wir alle über Steuergelder mitfinanzieren.

Menschen wollen vertrauen. So sind sie nun mal, die Humanoiden – ihr Zusammenleben ist nur möglich, wenn sie ein Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen aufbringen. Das hat sich evolutionär bewährt. Ein bekanntes Bonmot teilt uns mit, dass der Affe, der den Ast verfehlt hat, nicht zu unseren Vorfahren gehört. Aber auch der Affe, der die Kooperation verweigerte, dürfte wenig Nachkommen gehabt haben. Wenn er (oder sie) weder Vertrauen stiften noch solches entgegenbringen konnte, dann war das eine klägliche Existenz, in der Sprache von Thomas Hobbes: „solitary, poor, nasty, brutish, and short.“ Finanz & Eleganz: Verstehen öffentliche Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt? weiterlesen

Finanz & Eleganz: Verstehen die Medien eigentlich den Finanzmarkt?

FFN – Finance Fake News oder:

Verstehen die Medien eigentlich den Finanzmarkt?

von Bernd Villhauer

Berichte über die Finanzwelt werden in den hiesigen Medien unter drei Buchstaben abgehandelt: D, A und X. Der Deutsche Aktienindex, übrigens ein Produkt und eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG, repräsentiert die Aktienkurse der 30 wichtigsten deutschen Unternehmen, die nach bestimmten Kriterien (Gesamtwert der Anteile / Häufigkeit und Volumen des Handels mit diesen Anteilen) ausgewählt werden. In der augenblicklichen Zusammensetzung finden sich in ihm beispielsweise je neun Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern aber nur eines aus Hamburg und keines aus den östlichen Bundesländern – was schlagartig ein Bild der deutschen Wirtschaftslandschaft liefert, aber eben auch nur einen Teil beleuchtet. So ist das starke Wirtschaftsland Baden-Württemberg nur mit 3 Unternehmen vertreten, weil hier die mittelständische, oft gar nicht börsennotierte Wirtschaft eine Rolle spielt. Finanz & Eleganz: Verstehen die Medien eigentlich den Finanzmarkt? weiterlesen

Finanz & Eleganz: Wer versteht eigentlich noch den Finanzmarkt?

Gemäldeausstellungen für Blinde oder:

Versteht die Wissenschaft eigentlich den Finanzmarkt?

von Bernd Villhauer

Die Zeit der Auskenner scheint vorbei zu sein. Wurden früher die Einschätzungen von Professoren und Doktoren, die als „Experte für…“ von Fernsehsendern oder Zeitungen befragt wurden, ernst genommen, so wird ihrem Urteil mittlerweile mit Skepsis oder sogar Ablehnung begegnet. Und einige politische Bewegungen schreiben sich sogar bewusst den Protest gegen die klassischen Wissenseliten und die „Insider“ auf die Fahnen.
Zu viele falsche Prognosen, zu viel offensichtlich von subjektiven Meinungen gesteuertes Hintergrund“wissen“, zu viel Eitelkeit und Wichtigtuerei haben das Image der Bildungs- und Ausbildungseliten geschädigt. Aber auch wutbürgerlicher Stolz auf authentische Reflexionsverweigerung und ehrlicher Unverstand haben viel verändert. Besonders in den Debatten, die die Gemüter bewegen, an denen Herz und Verstand gleichermaßen beteiligt sind, nimmt der Anteil der „gesicherten Erkenntnisse“ und der anerkannten Wahrheiten eher ab. An der wichtigen Schnittstelle zwischen Fachdiskurs und breiterer Öffentlichkeit macht sich der Spaltpilz breit, der Ideologieverdacht, Auftragsforschung und „Lügenpresse“ zusammenbringt und selbstbewusst bekennt: „Ich glaube nur an die Statistik, die ich selbst gefälscht habe.“ Finanz & Eleganz: Wer versteht eigentlich noch den Finanzmarkt? weiterlesen

Finanzmarkfilme für den Winter (Teil 2) – von Bernd Villhauer

Kolumnentitel: Finanz & Eleganz

Wann kommt endlich das Sequel? oder Finanzmarktfilme für den Winter (Teil 2)

Oft müssen wir lange auf eine Fortsetzung warten. Einige von uns dürften bedauert haben, dass der letzte, der fünfte Teil von „Die Hard“ mit Bruce Willis sechs Jahre nach dem vorigen Teil erschien. Cineasten bekamen ihre Fortsetzung von „Chinatown“ erst nach 16 Jahren mit „The Two Jakes“, ebenso lange ließ der dritte Teil des Mafia-Epos „Der Pate“ auf sich warten. Und für unser Thema einschlägig: es lagen 23 Jahre zwischen „Wall Street“ und „Wall Street 2“ (bzw. „Wall Street: Money never sleeps“).
Mit diesem Fitzelchen nicht wirklicher relevanter Informationen beginne ich den ebenfalls lang erwarteten und vielfach eingeforderten zweiten Teil meines kleinen Überblicks zu den Filmen über Aktienmarkt und Börse. Finanzmarkfilme für den Winter (Teil 2) – von Bernd Villhauer weiterlesen

Schön schaurig wie im Kino oder Finanzmarktfilme für den Sommer (Teil 1)

Kolumnentitel: Finanz & Eleganz

Schön schaurig wie im Kino oder
Finanzmarktfilme für den Sommer (Teil 1)

Hitze! – gibt es in diesem Sommer nur tageweise, dann aber richtig. Wolkenbrüche wechseln sich mit Hitzewellen ab. Wenn dann wieder so ein heißer Tag kommt und man das Gefühl hat, durch Wände aufgewärmter Watte gehen zu müssen, dann bietet sich der Zufluchtsort Kino bzw. ein langsames Niedersinken auf das heimische Sofa vor dem Bildschirm an. Daran ist nichts Schlechtes.
Deshalb bietet „Finanz & Eleganz“ eine Auswahl der besten Börsenfilme in zwei Portionen. Ich konzentriere mich dabei auf „fiction“, also solche Streifen, die nicht eindeutig als Dokumentarfilme auftreten. Schön schaurig wie im Kino oder Finanzmarktfilme für den Sommer (Teil 1) weiterlesen