Interviews in der agora42

Inter­views in der agora42

In unse­ren Inter­views spre­chen wir mit Per­sön­lich­kei­ten aus Wirt­schaft, Poli­tik, Wis­sen­schaft und Pra­xis über unse­re gesell­schaft­li­che Zukunft und dis­ku­tie­ren alter­na­ti­ve Wege.

 

Hanna PoddigPod­dig, Han­na ist Voll­zeit­ak­ti­vis­tin und enga­giert sich gegen Atom­kraft, Gen­tech­nik und Mili­ta­ris­mus. Im Inter­view „Man muss an die Köp­fe ran“ (4/10 ICHAUSGEBURT DES MARKTES?) sagt sie:
„Ein Aldi-Hör­saal – wie absurd!“
„Es ist fatal, wenn Men­schen vier Stun­den am Tag Ver­blö­dung gucken.“

Richard David PrechtPrecht, Richard David ist Best­sel­ler­au­tor, Phi­lo­soph und Mit­her­aus­ge­ber der agora42. In dem Inter­view „Euro­pa … ver­zwei­felt gesucht“ (2/14 EUROPA) sagt er:
„Euro­pa ist etwas viel zu ‚Tef­lon­ar­ti­ges‘, Abs­trak­tes, Ungreif­ba­res, eine zu gro­ße Ein­heit, als dass sich ein euro­päi­sches Natio­nal­be­wusst­sein ent­wi­ckeln könnte.“

Birger PriddatPrid­dat, Bir­ger ist Inha­ber des Lehr­stuhls für Poli­ti­sche Öko­no­mie und Dekan der Uni­ver­si­tät Witten/Herdecke. Er ist außer­dem Mit­her­aus­ge­ber der agora42. Im Inter­view „Wis­sen ist mehr“ (3/12 WIR WISSEN GENUG!) sagt er:
„Wir wis­sen so viel über die Welt, aber nicht, wie wir selbst ein gutes Leben errei­chen können.“
„Durch den All­tag kommt man auch, ohne zu wis­sen, wie die Din­ge genau funktionieren.“

Albrecht PuhlmannPuhl­mann, Albrecht ist Dra­ma­turg und war bis 2011 Inten­dant der Staats­oper Stutt­gart. Im Inter­view „Oper betrifft uns alle“ (3/10 DER FAKTOR ZEIT) sagt er:
„Oper ist bereits durch ihre grund­sätz­li­che Nicht-Ratio­na­li­sier­bar­keit antiökonomisch.“
„Ein zuviel an Frei­heit ist durch­aß auch eine Gefähr­dung des­sen, was wir Demo­kra­ti­sie­rung nennen.“

Thorsten PuttenatPut­tenat, Thors­ten ist Musi­ker, Film­kom­po­nist und Mit­grün­der der kom­mu­nal­po­li­ti­schen Wäh­ler­ver­ei­ni­gung die Stadt­is­ten in Stutt­gart. Im Inter­view „Heilig’s Blech­le und der Kapi­ta­lis­mus“ (3/13 HOMO AUTOMOBILIS)sagt er:
Gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen set­zen vor­aus, dass die Men­schen Zeit haben, sich Gedan­ken zu machen.“
„Das Auto ist des Schwa­ben ‚heilig’s Blech­le’, wer es antas­tet, ris­kiert Unmut und Widerstand.“

Marcel ReifReif, Mar­cel ist Chef­kom­men­ta­tor bei den Fern­seh­sen­der Sky für die Fuß­ball Cham­pi­ons League. In dem Inter­view „Wie im rich­ti­gen Leben“ (4/12 SPORT & SPIEL) sagt er:
„Ein­zel­sport­ar­ten waren mir immer schon suspekt.“
„Wenn irgend­wo ein gro­ßer Hau­fen Geld her­um­liegt, wird jemand kom­men, sich bücken und das Geld aufheben.“

Oliver RosenthalRosen­thal, Oli­ver war Geschäfts­füh­rer von Saatchi & Saatchi und Ogil­vy One, jetzt bei Goog­le Deutsch­land. Im Inter­view „Zei­ten des Umbruchs“ (3/10 ZEIT) sagt er:
„Fir­men müs­sen sich wohl oder übel dar­auf ein­stel­len, dass sie durch­schau­ba­rer werden.“
„Es scheint, dass wir gesamt­ge­sell­schaft­lich den Weg gehen, den wir bei Pro­duk­ten bereits haben: die voll­kom­me­ne Austauschbarkeit.“

Wolfgang SchusterSchus­ter, Wolf­gang war 16 Jah­re Ober­bür­ger­meis­ter von Stutt­gart. Im Dop­pel­in­ter­view mit Jens Loewe „Der Kon­flikt um Stuttgart21 – Zei­chen für leben­di­ge Demo­kra­tie oder Chan­ce für ech­te Demo­kra­tie?“ (6/10 KRIEG LIGHT) sagt er:
„Wir müs­sen auch in Zukunft Pro­jek­te ver­wirk­li­chen, die über den schat­ten des Kirch­turms hin­aus reichen.“
„Ich bin dafür, die Bür­ger zu betei­li­gen, wann immer es Sinn macht.“

G.SchwanSchwan, Gesi­ne ist Mit­glied der SPD und kan­di­dier­te 2004 und 2009 für das Amt der Bun­des­prä­si­den­tin. Im Inter­view „Die geis­ti­ge Zah­lungs­un­fä­hig­keit“ (6/2009 ÖKONOMIE UND GERECHTIGKEIT) sagt sie:
„Als Zen­trum für das Wohl­be­fin­den, für das Auf­wach­sen von Men­schen, für das Prin­zip der Part­ner­schaft­lich­keit – so sehe ich Familie.“
„Wenn eine Uni­ver­si­tät genau­so agiert wie ein Unter­neh­men, war­um soll sie dann eine beson­de­re Auto­ri­tät in Sachen Wahr­heit haben?“

„PeterSpie­gel, Peter ist Insti­tuts­lei­ter und Geschäfts­füh­rer des GENISIS Insti­tu­te for Soci­al Inno­va­ti­on. Im Inter­view „Die krea­ti­ve Zerr­stö­rung des Men­schen­bil­des“ (1/14 VERÄNDERUNG) sag­te er:
„Die neue Maxi­me kann nur lau­ten: ‚Col­la­bo­ra­ti­on is the next competition.’“
„Die krea­ti­ve Zer­stö­rung des Alter­na­tiv­lo­sig­keits­den­kens ist alternativlos.“

Sascha SpounSpoun, Sascha ist Prä­si­dent der Leu­pha­na Uni­ver­si­tät Lüne­burg und Gast­pro­fes­sor für Uni­ver­si­täts­ma­nage­ment an der Uni­ver­si­tät St. Gallen.
Im Inter­view “Die Uni­ver­si­tät des 21. Jahr­hun­derts” (3/16 LEITBILDER) sagt er:
„Wir brau­chen ein uni­ver­si­täts- und Wis­sen­schafts­sys­tem, das Viel­falt zulässt und damit auch umge­hen kann.“

 

Joachim StarbattyStarb­at­ty, Joa­chim ist eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für VWL und Mit­glied des Euro­päi­schen Par­la­ments. Im Inter­view „Die Ver­än­de­rung der Schul­den“ (5/10 SCHULDEN & SÜHNE) sagt er:
„Die Men­schen wer­den bewusst unmün­dig gehalten.“
„Man erklä­re mir ein­mal, wie ein am Hun­ger­tuch Nagen­der noch weni­ger essen soll.“

Sahra WagenknechtWagen­knecht, Sah­ra ist Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Par­tei Die Lin­ke. Im Inter­view „Gerech­tig­keit fällt nicht vom Him­mel“ (6/12 GERECHT WIRTSCHAFTEN) sagt sie:
„Es ent­steht die para­do­xe Situa­ti­on, dass das bestehen­de Sys­tem sehr sta­bil ist, obwohl es gar nicht auf brei­ter Akzep­tanz beruht.“
„Frei­heit setzt vor­aus, dass man sozi­al abge­si­chert ist.“

Günter WallraffWall­raff, Gün­ter ist Ent­hül­lungs­jour­na­list und Best­sel­ler­au­tor (u.a. Ganz unten, Indus­trie­re­por­ta­gen). Im Inter­view „Alles wird in Fra­ge gestellt wer­den“ (1/11 ARBEIT)sagt er:
„Aus der Wirt­schafts­kri­se wird sich eine aus­ge­wach­se­ne Sys­tem­kri­se ent­wi­ckeln und dann wird erst ein­mal Land unter sein.“
„Ich träumte/ das Leben sei ein Traum/ und wach­te auf davon/ und da war das Leben/ gar kein Traum/ und da schlief ich/ nie wie­der ein.“

Norbert WaltherWal­ter, Nor­bert (†2012) war Volks­wirt und fast 20 Jah­re Chef­volks­wirt der Deut­sche-Bank-Grup­pe. In dem Inter­view „Öko­no­mie ist die Aner­ken­nung der Rea­li­tä­ten“ (1/10 WACHSTUM) sag­te er:
„Ich bin der fes­ten Über­zeu­gung, dass Reli­gi­on zu Tole­ranz ver­pflich­tet und damit letzt­lich auch zum Respekt vor einer ande­ren Sichtweise.“
„Wer behaup­tet, es gebe nur Öko­no­mie ist blind! Wie ist er denn auf die Welt gekom­men? In vie­len Fäl­len ein­fach auf­grund von Liebe.“

Götz WernerWer­ner, Götz ist Grün­der, Gesell­schaf­ter und Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der dm-dro­ge­rie markt GmbH & Co. KG. Im Inter­view „Indi­vi­dua­li­tät über­win­det den Ego­is­mus“ (4/10 ICHAUSGEBURT DES MARKTES?) sagt er:
„Die Kun­den, die in unse­ren dm-Läden ein­kau­fen, fan­ge ich nicht mit einem Las­so ein.“
„In dem Moment, in dem der Mensch auf­hört, sich zu ent­wi­ckeln, hat er verloren.“

Michael WinterhoffWin­ter­hoff, Micha­el ist Kin­der- und Jugends­psych­ia­ter und Psychotherapeut.
Im Inter­view “Erwach­sen­sein” (3/16 LEITBILDER) sagt er:
„Wenn die Visio­nen feh­len, bie­tet die Gesell­schaft kei­ne Zukunft.“
„Wir kön­nen mit unse­rer Psy­che lan­ge Mara­thon lau­fen, bevor es plötz­lich knallt.“

 

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Frank Augustin & Wolfram BernhardtFrank Augus­tin und Wolf­ram Bern­hardt sind die Geschäfts­füh­rer und Grün­dungs­mit­glie­der der agora42 Ver­lags­ge­sell­schaft mbH. Die Künst­le­rin Anna Poet­ter inter­view­te sie für die Aus­ga­be 4/2014 DAS NEUE. In dem Inter­view “Die Pil­ge­rin, das Tro­ja­ni­sche Pferd, der Kleb­stoff und die Ent­de­ckung der neu­en Welt” spra­chen sie über ihre Beweg­grün­de ein phi­lo­so­phi­sches Wirt­schafts­ma­ga­zin her­aus­zu­ge­ben, über Wohl­stand und Hei­mat­ver­lust, sowie über die Ent­ste­hung von Neu­em. Das Inter­view fin­den Sie hier.

Beck, Kurt war zum Zeit­punkt des Inter­views Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Rhein­land-Pfalz. In dem Inter­view „Wir müs­sen unser unser Sys­tem vom Kopf auf die Füße stel­len“ (Aus­ga­be 1/11 ARBEIT) sag­te er:
„Die neo­li­be­ra­le Wel­le, die über die Welt geschwappt ist, hat in der Tat zu eini­gen volks­wirt­schaft­li­chen Ver­wer­fun­gen geführt.“
„Die kurz­fris­ti­ge Mani­pu­la­ti­on der Finanz­strö­me hat ledig­lich Trug­bil­der eines ver­meint­li­chen Wachs­tums geschaffen.“

Berg­mann, Frith­jof ist Phi­lo­soph und Begrün­der der New-Work-Bewe­gung. In dem Inter­view „Sex muss schon sehr gut sein, um den Ver­gleich mit neu­er Arbeit aus­zu­hal­ten“ (Aus­ga­be 1/11 ARBEIT) sag­te er:
Wenn sowie­so alles sinn­los ist, dann wer­de ich etwas wirk­lich sinn­lo­ses machen.“
Die Idee, dass uns die Arbeit aus­geht, ist eine Professorenblödheit.“

Bor­ten­län­ger, Chris­ti­ne ist Lei­te­rin des Deut­schen Akti­en­in­sti­tuts (DAI).
Im Inter­view “Kapi­tal­markt für alle” (3/16 LEITBILDER) sagt sie:
Natür­lich hat der Aktio­när als Mit­ei­gen­tü­mer eine Verantwortung.“
Es gibt nichts im Leben, bei dem man auto­ma­tisch nur gewinnt und dabei kein Risi­ko ein­geht. Leben ist gene­rell mit Risi­ko verbunden.“

Brock, Bazon – Den­ker im Dienst und Künst­ler ohne Werk – ist eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für Ästhe­tik und Kul­tur­ver­mitt­lung an der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät Wup­per­tal. In dem Inter­view „Wenn die Lösung zum Pro­blem wird“ (1/13 KRISE) sag­te er:
Wie wol­len Sie jeman­den (den Kapi­ta­lis­mus Anmerk. d. Red.) stop­pen, der beschei­nigt bekom­men hat, dass er machen kann, was er will?“
Lob­by­is­mus heißt nichts ande­res, als den Ver­such zu unter­neh­men, die Ille­ga­li­tät der eige­nen Tätig­keit zu legalisieren.“

Driesch, Micha­el W. ist u.a. ande­rem Ehe­mann, Vater, Unter­neh­mer, Busi­ness Angel Fil­me­ma­cher und Vor­stand des Düs­sel­dor­fer Insti­tuts für Kunst und Wis­sen­schaft. In dem Inter­view „Geist, Geld und Glau­be“ (1/16 ÖKONOMIE & SPIRITUALITÄT) sag­te er:
In Bezug auf die wirk­lich gro­ßen Fra­gen erklä­ren die Natur­wis­sen­schaf­ten lei­der über­haupt nichts.“
Ändert sich der Mensch, ändert sich auch der Rest.“

Duden­höf­fer, Fer­di­nand – der Auto­papst – ist Inha­ber des Lehr­stuhls für All­ge­mei­ne Betriebs­wirt­schafts­leh­re und Auto­mo­bil­wirt­schaft an der Uni­ver­si­tät Duis­burg-Essen. Im Inter­view „Tot­ge­sag­te leben län­ger“ (3/13 HOMO AUTOMOBILIS) sag­te er:
Wir den­ken zu oft in den heu­ti­gen Kate­go­ri­en und pro­ji­zie­ren die­se auf die Zukunft.“
Das Auto­ge­schäft ist rela­tiv einfach.“

Fried­richs, Julia ist Jour­na­lis­tin und Auto­rin. Im Dop­pel­in­ter­view mit Mar­ga­re­te Mit­scher­lich „Gegen die Angst“ (2/12 alt & jung – Gene­ra­tio­nen­ge­rech­tig­keit) sagt sie:
Ich wur­de schon bei mei­nem Start ins Berufs­le­ben mit dem Ger­de über die Kri­se kon­fron­tiert, das einem heu­te über­all entgegenschlägt.“
Was ist das für ein Sys­tem, das so weni­gen dient und alle ande­ren Stram­peln lässt?“

Frit­sche, Kat­ja ist Lei­te­rin der Jugend­voll­zugs­an­stalt Adelsheim.
Im Inter­view “Ver­ant­wor­tung über­neh­men” (3/16 LEITBILDER) sagt sie:
Jede Tat ist immer eine Ent­schei­dung – ob man nun zuschlägt oder zuschaut.“
Ent­täu­schun­gen sind für die Jungs hier Nor­ma­li­tät. Ich will ihnen dage­gen zei­gen, was Ver­läss­lich­keit bedeutet.“

Gar­cía-San­cho, Car­los und Muth, Chris­toph stu­dier­ten Archi­tek­tur. Bei­de treibt die Fra­ge der gesell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung des Archi­tek­ten um. In dem Inter­view „Men­schen, Mau­ern und Mone­ten“ (2/13 WOHLSTAND) sag­ten sie:
Der neue Archi­tekt ist nicht mehr der Star­ar­chi­tekt, son­dern jemand, der auf die Stra­ße geht und sich vor Ort informiert.“
Wir soll­ten ein biss­chen revo­lu­tio­nä­re Luft atmen und uns die Fra­ge stel­len, ob nicht ein ande­res Leben mög­lich ist.”

Gnarr, Jón ist ein islän­di­scher Komi­ker, Musi­ker, Schrift­stel­ler und Poli­ti­ker. In dem Inter­view „Die Zeit der Gelden ist vor­bei“ (5/11 RISIKO) sagt er:
Ich wür­de mich selbst als phi­lo­so­phi­schen Anar­chis­ten bezeich­nen, dem sozia­len Liber­ta­ris­mus nahestehend.“
Es ist wirk­lich magisch, was pas­siert, wenn Men­schen ihr Ego hin­ter sich lassen.“

Gold­schmidt, Nils ist Pro­fes­sor für Kon­tex­tua­le Öko­no­mik und öko­no­mi­sche Bil­dung an der Uni­ver­si­tät Sie­gen und Initia­tor des deutsch­land­wei­ten ers­ten Mas­ter­stu­di­en­gangs “Plu­ra­le Ökonomik”.
Im Inter­view “Wirt­schaft mit Kul­tur” (3/16 LEITBILDER) sagt er:
Öko­no­mie ist nur ver­ständ­lich und Wirt­schafts­po­li­tik ist nur dann erfolg­reich, wenn wir die geis­ti­gen Land­schaf­ten eines Lan­des verstehen.“

Gué­rot, Ulri­ke ist Pro­fes­so­rin und Depart­ment­s­lei­te­rin für Euro­pa­po­li­tik und Demo­kra­tie­for­schung an der Donau-Uni­ver­si­tät Krems in Öster­reich. Im Inter­view “Wir sind Euro­pa” (2/16 SYSTEME) sagt sie:
Wir wer­den in der EU per­ma­nent als Bür­ger Euro­pas gegen­ein­an­der ausgespielt.”
Wir ten­die­ren heu­te dazu, unter Demo­kra­tie vor allem Par­ti­zi­pa­ti­on und Trans­pa­renz zu verstehen.”

Gut­knecht, Tho­mas ist Prä­si­dent der Inter­na­tio­na­len Gesell­schaft für Phi­lo­so­phi­sche Pra­xis. In dem Inter­view „Das gute Leben“ (3/15 BESITZ & EIGENTUM) sag­te er:
Das ist mei­ne favo­ri­sier­te Hal­tung: Besit­zen, als besä­ße man nicht.“
Wir sind schon so sehr Arbeits­tie­re gewor­den, dass wir gar nicht mehr wis­sen, was wir statt­des­sen tun könnten.“

Hal­ler, Andrea Maria ist Bestat­te­rin und lei­tet zusam­men mit ihrem Bru­der das größ­te Bestat­tungs­un­ter­neh­men Baden-Würt­tem­bergs “Hal­ler”. Im Inter­view “Trau­er” (3/16 LEITBILDER) sagt sie:
Man will doch nicht mit sei­ner Trau­er abschlie­ßen. Das ist eine wahn­sin­ni­ge Erwartung!“
Es domi­niert ein Leit­bild, dem­zu­fol­ge der Mensch aus­schließ­lich als kör­per­li­ches Wesen exis­tiert und mit dem Tod ganz verfällt.“

Hart­mann, Ste­fan ist Land­wirt­schafts­meis­ter und bewirt­schaf­tet einen Hof im hohen­lo­hi­schen Sin­drin­gen. In dem Inter­view „Von Mais­züns­lern, EU-Sub­ven­tio­nen und der Revo­lu­ti­on“ (6/11 GELD) sagt er:
Wenn man nicht plei­te­ge­hen will, muss man stän­dig wachsen.“
Wenn die Leu­te sich bes­ser füh­len, wenn sie ihre eige­nen Toma­ten essen, dann dür­fen sie ger­ne ein paar Sträu­cher haben.“

Hei­se, Micha­el ist Lei­ter der Unter­neh­mens­ent­wick­lung der Alli­anz Grup­pe. In dem Inter­view „This time is dif­fe­rent!“ (5/10 SCHULDEN & SÜHNE) sagt er:
Die Ver­ant­wort­li­chen müs­sen rea­li­sie­ren, dass die EU kei­ne Ver­an­stal­tung ist, wo immer die Son­ne scheint.“
Es wäre uto­pisch zu glau­ben, dass man eine Regu­lie­rungs­me­tho­de erfin­den könn­te, die einen dau­er­haft absichert.“

Herold, Andrea und Kam­mer, Tina sind Grün­de­rin­nen und Eigen­tü­me­rin­nen des Online­shops für nach­hal­ti­ge Design­pro­duk­te Inte­ri­or­park. Im Inter­view „Wir wer­den mit Nach­hal­tig­keit nicht die Welt ret­ten“ (1/12 NACHHALTIGKEIT) sagen sie:
Viel­leicht liegt es in der Natur des Men­schen, dass man erst aktiv wird, wenn es nicht mehr anders geht.“
Nach­hal­tig­keit ist grund­sätz­lich ein sehr öko­no­mi­sches Thema.“

Herr­mann, Ulri­ke ist Auto­rin des Buches Kein Kapi­ta­lis­mus ist auch kei­ne Lösung. Im Inter­view “Der Kapi­ta­lis­mus ist ein tota­les Sys­tem” (1/17 KAPITALISMUS) sagt sie:
Mit dem Begriff Kapi­ta­lis­mus lässt sich viel mehr fas­sen, als mit dem sehr engen Begriff der Marktwirtschaft.”
Es wäre extrem ris­kant zu ver­su­chen, das Wachs­tum zu stop­pen, ohne sich vor­her genau über­legt zu haben, wie der Aus­stieg aus dem Kapi­ta­lis­mus aus­se­hen soll.”

Hin­richs, Tors­ten ist Nie­der­las­sungs­lei­ter von Stan­dard & Poor’s Credit Mar­ket Ser­vices Euro­pe Ltd. In dem Inter­view „Das Risi­ko ist grö­ßer gewor­den“ (5/11 RISIKO) sagt er:
Unse­re Auf­ga­be besteht dar­in, zukünf­ti­ge Zah­lungs­un­fä­hig­keit zu beur­tei­len. Nicht mehr und nicht weniger.“
Ich wür­de mir wün­schen, dass die Poli­tik in der Zukunft euro­pä­isch abge­stimmt wird.“

Nida-Rüme­lin, Juli­an war Kul­tur­staats­mi­nis­ter und ist Spre­cher des Mas­ter-Stu­di­en­gangs Phi­lo­so­phie-Poli­tik-Wirt­schaft an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans Uni­ver­si­tät Mün­chen. Im Inter­view „Fort­schritt – wohin?“ (4/11 FORTSCHRITT) sagt er:
Man könn­te auch durch­aus Ban­ken, die nicht funk­tio­nie­ren, verstaatlichen.“
Als ob wir wie ein Hund immer nur der Wurst hin­ter­her­he­cheln würden.“

Mur­mann, Sven ist Ver­le­ger und geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der Mur­mann Publishers GmbH. Im Inter­view “Wei­se wirt­schaf­ten (3/16 LEITBILDER) sagt er:
Die Phi­lo­so­phie bringt eine Denk­wei­se in die Wirt­schaft, die einen Per­spek­ti­ven­wech­sel erlaubt.“
Mir geht es dar­um, Denk­räu­me zu eröff­nen, in denen man sich vor­stel­len kann, es könn­te auch anders sein.“

Mit­scher­lich, Mar­ga­re­te (†2012) – die „Gran­de Dame der deut­schen Psy­cho­ana­ly­se“ – war Psy­cho­ana­ly­ti­ke­rin und Auto­rin. Im Dop­pel­in­ter­view mit Julia Fried­richs „Gegen die Angst“ (2/12 alt & jung) sagt sie:
Das Leit­bild des Füh­rers hat­te unend­lich viel mit Gefühl zu tun.“
Den Kin­dern zu sagen, dass sie nicht nur Nach­zucht für eine funk­tio­nie­ren­de Wirt­schaft sind – das wür­de ich mir wünschen.“

Mess­ner, Rein­hold wur­de bekannt als Extrem­berg­stei­ger und Autor. Von 1999 bis 2004 saß er zudem im Euro­päi­schen Par­la­ment als Abge­ord­ne­ter. Im Inter­view „Im Her­zen bin ich Anar­chist“ (3/11 FREIHEIT) sagt er:
Wir müs­sen den Mut auf­brin­gen, den Staats­ap­pa­rat radi­kal abzuspecken.“
In dem Moment, in dem ich den Mut habe, den ent­schei­den­den Schritt zu tun, habe ich die Frei­heit erreicht.“

Mar­net­te, Wer­ner war Vor­stands­vor­sit­zen­der der Nord­deut­schen Affi­ne­rie AG und Minis­ter für Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Ver­kehr des Lan­des Schles­wig-Hol­stein. Im Inter­view „Wir müs­sen uns neue Zie­le set­zen“ (6/09 ÖKONOMIE UND GERECHTIGKEIT) sagt er:
Die Kri­se wird dazu füh­ren, dass wir zu einer gewis­sen Demut zurückfinden.“
Wir brau­chen das kla­re Bewusst­sein in der Poli­tik, dass der­je­ni­ge unso­zi­al han­delt, der Schul­den macht.“

Lind­ner, Chris­ti­an ist Vor­sit­zen­der der Land­tags­frak­ti­on und des Lan­des­ver­ban­des der FDP in Nord­rhein-West­fa­len und Bun­des­vor­sit­zen­der der FDP. Im Inter­view „Die bes­ten Zei­ten kom­men noch“ (2/15 QUALITÄT) sagt er:
Der Auf­trag muss sein, den Ein­zel­nen wie­der stär­ker, grö­ßer zu machen.“
Der Staat fehlt auch, wenn es dar­um geht, die rich­ti­gen Regeln an den Kapi­tal­märk­ten durchzusetzen.“

Käß­mann, Mar­got ist Bot­schaf­te­rin des Rates der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land für das Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um 2017. Im Inter­view „Es gibt kei­ne Schon­zeit mehr“ (1/15 UPS & DOWNS) fragt sie:
Wie kann man sich vom Druck befrei­en, stän­dig den Erwar­tun­gen ande­rer gerecht wer­den zu müssen?“
Ganz neben­bei: Öko­no­misch gese­hen ist der Got­tes­dienst sinnlos.“

Ker­ber, Mar­kus ist Haupt­ge­schäfts­füh­rer beim Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie e. V. (BDI). Im Inter­view “Euro­pa erneu­ern” (3/16 LEITBILDER) sagt er:
E pluri­bus unum, also: in der Viel­falt Einig­keit. Die­ses Leit­bild müss­ten wir Euro­pä­er haben!“
Wir Euro­pä­er sind die bes­ten Diversitätsmanager.“

Kurz, Con­stan­ze ist Spre­che­rin des Cha­os Com­pu­ter Club. Im Inter­view „Mir geht es um die Ver­än­de­rung des gesell­schaft­li­chen Grund­kon­sen­ses“ (2/11 KOMPLEXITÄT) sagt sie:
Wenn man mensch­li­ches Bewusst­sein auf Maschi­nen über­tra­gen will, muss man sich fra­gen, wel­ches Men­schen­bild dahintersteckt.“
Jede Poli­tik, die sich einer Dis­kus­si­on mit dem Argu­ment der Alter­na­tiv­lo­sig­keit ent­zieht, ist für mich abso­lut unglaubwürdig.“

Loewe, Jens ist Autor und Akti­vist. Im Dop­pel­in­ter­view mit Wolf­gang Schus­ter „Der Kon­flikt um Stuttgart21 – Zei­chen für leben­di­ge Demo­kra­tie oder Chan­ce für ech­te Demo­kra­tie?“ (6/10 KRIEG LIGHT)sagt er:
Das Gefühl der Macht­lo­sig­keit und Ver­dros­sen­heit resul­tiert aus feh­len­den Entscheidungsmöglichkeit.“
Demo­kra­tie bedeu­tet, das Wag­nis der Mün­dig­keit ein­zu­ge­hen, mit allen Vor- und Nachteilen.“

Hor­vat, Srecko ist Phi­lo­soph, Autor und Mit­be­grün­der des Sub­ver­siv Fes­ti­val in Zagreb. In dem Inter­view „Der Mor­gen danach“ (4/15 NUTZEN) sagt er:
Die Öko­no­mik ist heu­te eine ideo­lo­gi­sche Wis­sen­schaft und inso­fern wird sie von Fra­gen der Macht geleitet.“
Eine Revo­lu­ti­on ist ein berau­schen­der Moment, aber die wah­re Revo­lu­ti­on zeigt sich erst dadurch, dass sich auch der All­tag verändert.“

Pod­dig, Han­na ist Voll­zeit­ak­ti­vis­tin und enga­giert sich gegen Atom­kraft, Gen­tech­nik und Mili­ta­ris­mus. Im Inter­view „Man muss an die Köp­fe ran“ (4/10 ICHAUSGEBURT DES MARKTES?) sagt sie:
Ein Aldi-Hör­saal – wie absurd!“
Es ist fatal, wenn Men­schen vier Stun­den am Tag Ver­blö­dung gucken.“

Precht, Richard David ist Best­sel­ler­au­tor, Phi­lo­soph und Mit­her­aus­ge­ber der agora42. In dem Inter­view „Euro­pa … ver­zwei­felt gesucht“ (2/14 EUROPA) sagt er:
Euro­pa ist etwas viel zu ‚Tef­lon­ar­ti­ges‘, Abs­trak­tes, Ungreif­ba­res, eine zu gro­ße Ein­heit, als dass sich ein euro­päi­sches Natio­nal­be­wusst­sein ent­wi­ckeln könnte.“

Prid­dat, Bir­ger ist Inha­ber des Lehr­stuhls für Poli­ti­sche Öko­no­mie und Dekan der Uni­ver­si­tät Witten/Herdecke. Er ist außer­dem Mit­her­aus­ge­ber der agora42. Im Inter­view „Wis­sen ist mehr“ (3/12 WIR WISSEN GENUG!) sagt er:
Wir wis­sen so viel über die Welt, aber nicht, wie wir selbst ein gutes Leben errei­chen können.“
Durch den All­tag kommt man auch, ohne zu wis­sen, wie die Din­ge genau funktionieren.“

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