Interviews in der agora42

Interviews in der agora42

In unseren Interviews sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Praxis über unsere gesellschaftliche Zukunft und diskutieren alternative Wege.

Beck, Kurt war zum Zeit­punkt des Inter­views Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Rhein­land-Pfalz. In dem Inter­view „Wir müs­sen unser unser Sys­tem vom Kopf auf die Füße stel­len“ (Aus­ga­be 1/11 ARBEIT) sag­te er:
„Die neo­li­be­ra­le Wel­le, die über die Welt geschwappt ist, hat in der Tat zu eini­gen volks­wirt­schaft­li­chen Ver­wer­fun­gen geführt.“
„Die kurz­fris­ti­ge Mani­pu­la­ti­on der Finanz­strö­me hat ledig­lich Trug­bil­der eines ver­meint­li­chen Wachs­tums geschaf­fen.“

Berg­mann, Frith­jof ist Phi­lo­soph und Begrün­der der New-Work-Bewe­gung. In dem Inter­view „Sex muss schon sehr gut sein, um den Ver­gleich mit neu­er Arbeit aus­zu­hal­ten“ (Aus­ga­be 1/11 ARBEIT) sag­te er:
„Wenn sowie­so alles sinn­los ist, dann wer­de ich etwas wirk­lich sinn­lo­ses machen.“
„Die Idee, dass uns die Arbeit aus­geht, ist eine Pro­fes­so­ren­blöd­heit.“

Bor­ten­län­ger, Chris­ti­ne ist Lei­te­rin des Deut­schen Akti­en­in­sti­tuts (DAI).
Im Inter­view “Kapi­tal­markt für alle” (3/16 LEITBILDER) sagt sie:
„Natür­lich hat der Aktio­när als Mit­ei­gen­tü­mer eine Ver­ant­wor­tung.“
„Es gibt nichts im Leben, bei dem man auto­ma­tisch nur gewinnt und dabei kein Risi­ko ein­geht. Leben ist gene­rell mit Risi­ko ver­bun­den.“

Brock, Bazon – Den­ker im Dienst und Künst­ler ohne Werk – ist eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für Ästhe­tik und Kul­tur­ver­mitt­lung an der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät Wup­per­tal. In dem Inter­view „Wenn die Lösung zum Pro­blem wird“ (1/13 KRISE) sag­te er:
„Wie wol­len Sie jeman­den (den Kapi­ta­lis­mus Anmerk. d. Red.) stop­pen, der beschei­nigt bekom­men hat, dass er machen kann, was er will?“
„Lob­by­is­mus heißt nichts ande­res, als den Ver­such zu unter­neh­men, die Ille­ga­li­tät der eige­nen Tätig­keit zu lega­li­sie­ren.“

Bude, Heinz – Pro­fes­sor für Makro­so­zio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Kas­sel. In dem Inter­view „Wer kei­ne Angst hat, hat auch kei­ne Zukunft“ (4/17 WA(H)RE ANGST) sag­te er:
„Immer mehr Leu­te in der Wirt­schaft sind wie­der zu der Ansicht gelangt, dass die Wirt­schaft ein Teil der Gesell­schaft und nicht die Gesell­schaft ein Teil der Wirt­schaft ist. Auf die­se „Milieus der Ver­nunft“ kann man bau­en.“
„Mit der Eta­blie­rung des Finanz­ka­pi­ta­lis­mus sind wir von einem Sys­tem des Ver­trau­ens in ein Sys­tem der Angst gewech­selt.“

Capur­ro, Rafa­el – Infor­ma­ti­ons­ethi­ker und Phi­lo­soph, ehe­mals Mit­glied der Euro­pean Group on Ethics in Sci­ence and New Tech­no­lo­gies (EGE) der Europäischen Kom­mis­si­on. In dem Inter­view „Zwi­schen Him­mel und Höl­le“ (2/17 DIGITALISIERUNG) sag­te er:
„Wir erle­ben gera­de eine neue Form des Kapi­ta­lis­mus, auf des­sen Schat­ten­sei­te nicht mehr nur das natio­na­le Pro­le­ta­ri­at, son­dern auch das glo­ba­le Cyber­ta­ri­at steht.“

Driesch, Micha­el W. ist u.a. ande­rem Ehe­mann, Vater, Unter­neh­mer, Busi­ness Angel Fil­me­ma­cher und Vor­stand des Düs­sel­dor­fer Insti­tuts für Kunst und Wis­sen­schaft. In dem Inter­view „Geist, Geld und Glau­be“ (1/16 ÖKONOMIE & SPIRITUALITÄT) sag­te er:
„In Bezug auf die wirk­lich gro­ßen Fra­gen erklä­ren die Natur­wis­sen­schaf­ten lei­der über­haupt nichts.“
„Ändert sich der Mensch, ändert sich auch der Rest.“

Duden­höf­fer, Fer­di­nand – der Auto­papst – ist Inha­ber des Lehr­stuhls für All­ge­mei­ne Betriebs­wirt­schafts­leh­re und Auto­mo­bil­wirt­schaft an der Uni­ver­si­tät Duis­burg-Essen. Im Inter­view „Tot­ge­sag­te leben län­ger“ (3/13 HOMO AUTOMOBILIS) sag­te er:
„Wir den­ken zu oft in den heu­ti­gen Kate­go­ri­en und pro­ji­zie­ren die­se auf die Zukunft.“
„Das Auto­ge­schäft ist rela­tiv ein­fach.“

Fried­richs, Julia ist Jour­na­lis­tin und Auto­rin. Im Dop­pel­in­ter­view mit Mar­ga­re­te Mit­scher­lich „Gegen die Angst“ (2/12 alt & jung – Gene­ra­tio­nen­ge­rech­tig­keit) sagt sie:
„Ich wur­de schon bei mei­nem Start ins Berufs­le­ben mit dem Ger­de über die Kri­se kon­fron­tiert, das einem heu­te über­all ent­ge­gen­schlägt.“
„Was ist das für ein Sys­tem, das so weni­gen dient und alle ande­ren Stram­peln lässt?“

Frit­sche, Kat­ja ist Lei­te­rin der Jugend­voll­zugs­an­stalt Adels­heim.
Im Inter­view “Ver­ant­wor­tung über­neh­men” (3/16 LEITBILDER) sagt sie:
„Jede Tat ist immer eine Ent­schei­dung – ob man nun zuschlägt oder zuschaut.“
„Ent­täu­schun­gen sind für die Jungs hier Nor­ma­li­tät. Ich will ihnen dage­gen zei­gen, was Ver­läss­lich­keit bedeu­tet.“

Gar­cía-San­cho, Car­los und Muth, Chris­toph stu­dier­ten Archi­tek­tur. Bei­de treibt die Fra­ge der gesell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung des Archi­tek­ten um. In dem Inter­view „Men­schen, Mau­ern und Mone­ten“ (2/13 WOHLSTAND) sag­ten sie:
„Der neue Archi­tekt ist nicht mehr der Star­ar­chi­tekt, son­dern jemand, der auf die Stra­ße geht und sich vor Ort infor­miert.“
„Wir soll­ten ein biss­chen revo­lu­tio­nä­re Luft atmen und uns die Fra­ge stel­len, ob nicht ein ande­res Leben mög­lich ist.”

Gnarr, Jón ist ein islän­di­scher Komi­ker, Musi­ker, Schrift­stel­ler und Poli­ti­ker. In dem Inter­view „Die Zeit der Gelden ist vor­bei“ (5/11 RISIKO) sagt er:
„Ich wür­de mich selbst als phi­lo­so­phi­schen Anar­chis­ten bezeich­nen, dem sozia­len Liber­ta­ris­mus nahe­ste­hend.“
„Es ist wirk­lich magisch, was pas­siert, wenn Men­schen ihr Ego hin­ter sich las­sen.“

Gold­schmidt, Nils ist Pro­fes­sor für Kon­tex­tua­le Öko­no­mik und öko­no­mi­sche Bil­dung an der Uni­ver­si­tät Sie­gen und Initia­tor des deutsch­land­wei­ten ers­ten Mas­ter­stu­di­en­gangs “Plu­ra­le Öko­no­mik”.
Im Inter­view “Wirt­schaft mit Kul­tur” (3/16 LEITBILDER) sagt er:
„Öko­no­mie ist nur ver­ständ­lich und Wirt­schafts­po­li­tik ist nur dann erfolg­reich, wenn wir die geis­ti­gen Land­schaf­ten eines Lan­des ver­ste­hen.“

Gué­rot, Ulri­ke ist Pro­fes­so­rin und Depart­ment­s­lei­te­rin für Euro­pa­po­li­tik und Demo­kra­tie­for­schung an der Donau-Uni­ver­si­tät Krems in Öster­reich. Im Inter­view “Wir sind Euro­pa” (2/16 SYSTEME) sagt sie:
“Wir wer­den in der EU per­ma­nent als Bür­ger Euro­pas gegen­ein­an­der aus­ge­spielt.”
“Wir ten­die­ren heu­te dazu, unter Demo­kra­tie vor allem Par­ti­zi­pa­ti­on und Trans­pa­renz zu ver­ste­hen.”

Gut­knecht, Tho­mas ist Prä­si­dent der Inter­na­tio­na­len Gesell­schaft für Phi­lo­so­phi­sche Pra­xis. In dem Inter­view „Das gute Leben“ (3/15 BESITZ & EIGENTUM) sag­te er:
„Das ist mei­ne favo­ri­sier­te Hal­tung: Besit­zen, als besä­ße man nicht.“
„Wir sind schon so sehr Arbeits­tie­re gewor­den, dass wir gar nicht mehr wis­sen, was wir statt­des­sen tun könn­ten.“

Hal­ler, Andrea Maria ist Bestat­te­rin und lei­tet zusam­men mit ihrem Bru­der das größ­te Bestat­tungs­un­ter­neh­men Baden-Würt­tem­bergs “Hal­ler”. Im Inter­view “Trau­er” (3/16 LEITBILDER) sagt sie:
„Man will doch nicht mit sei­ner Trau­er abschlie­ßen. Das ist eine wahn­sin­ni­ge Erwar­tung!“
„Es domi­niert ein Leit­bild, dem­zu­fol­ge der Mensch aus­schließ­lich als kör­per­li­ches Wesen exis­tiert und mit dem Tod ganz ver­fällt.“

Hart­mann, Ste­fan ist Land­wirt­schafts­meis­ter und bewirt­schaf­tet einen Hof im hohen­lo­hi­schen Sin­drin­gen. In dem Inter­view „Von Mais­züns­lern, EU-Sub­ven­tio­nen und der Revo­lu­ti­on“ (6/11 GELD) sagt er:
„Wenn man nicht plei­te­ge­hen will, muss man stän­dig wach­sen.“
„Wenn die Leu­te sich bes­ser füh­len, wenn sie ihre eige­nen Toma­ten essen, dann dür­fen sie ger­ne ein paar Sträu­cher haben.“

Hei­se, Micha­el ist Lei­ter der Unter­neh­mens­ent­wick­lung der Alli­anz Grup­pe. In dem Inter­view „This time is dif­fe­rent!“ (5/10 SCHULDEN & SÜHNE) sagt er:
„Die Ver­ant­wort­li­chen müs­sen rea­li­sie­ren, dass die EU kei­ne Ver­an­stal­tung ist, wo immer die Son­ne scheint.“
„Es wäre uto­pisch zu glau­ben, dass man eine Regu­lie­rungs­me­tho­de erfin­den könn­te, die einen dau­er­haft absi­chert.“

Herold, Andrea und Kam­mer, Tina sind Grün­de­rin­nen und Eigen­tü­me­rin­nen des Online­shops für nach­hal­ti­ge Design­pro­duk­te Inte­ri­or­park. Im Inter­view „Wir wer­den mit Nach­hal­tig­keit nicht die Welt ret­ten“ (1/12 NACHHALTIGKEIT) sagen sie:
„Viel­leicht liegt es in der Natur des Men­schen, dass man erst aktiv wird, wenn es nicht mehr anders geht.“
„Nach­hal­tig­keit ist grund­sätz­lich ein sehr öko­no­mi­sches The­ma.“

Herr­mann, Ulri­ke ist Auto­rin des Buches Kein Kapi­ta­lis­mus ist auch kei­ne Lösung. Im Inter­view “Der Kapi­ta­lis­mus ist ein tota­les Sys­tem” (1/17 KAPITALISMUS) sagt sie:
“Mit dem Begriff Kapi­ta­lis­mus lässt sich viel mehr fas­sen, als mit dem sehr engen Begriff der Markt­wirt­schaft.”
“Es wäre extrem ris­kant zu ver­su­chen, das Wachs­tum zu stop­pen, ohne sich vor­her genau über­legt zu haben, wie der Aus­stieg aus dem Kapi­ta­lis­mus aus­se­hen soll.”

Hin­richs, Tors­ten ist Nie­der­las­sungs­lei­ter von Stan­dard & Poor’s Credit Mar­ket Ser­vices Euro­pe Ltd. In dem Inter­view „Das Risi­ko ist grö­ßer gewor­den“ (5/11 RISIKO) sagt er:
„Unse­re Auf­ga­be besteht dar­in, zukünf­ti­ge Zah­lungs­un­fä­hig­keit zu beur­tei­len. Nicht mehr und nicht weni­ger.“
„Ich wür­de mir wün­schen, dass die Poli­tik in der Zukunft euro­pä­isch abge­stimmt wird.“

Hor­vat, Srecko ist Phi­lo­soph, Autor und Mit­be­grün­der des Sub­ver­siv Fes­ti­val in Zagreb. In dem Inter­view „Der Mor­gen danach“ (4/15 NUTZEN) sagt er:
„Die Öko­no­mik ist heu­te eine ideo­lo­gi­sche Wis­sen­schaft und inso­fern wird sie von Fra­gen der Macht gelei­tet.“
„Eine Revo­lu­ti­on ist ein berau­schen­der Moment, aber die wah­re Revo­lu­ti­on zeigt sich erst dadurch, dass sich auch der All­tag ver­än­dert.“

Käß­mann, Mar­got ist Bot­schaf­te­rin des Rates der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land für das Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um 2017. Im Inter­view „Es gibt kei­ne Schon­zeit mehr“ (1/15 UPS & DOWNS) fragt sie:
„Wie kann man sich vom Druck befrei­en, stän­dig den Erwar­tun­gen ande­rer gerecht wer­den zu müs­sen?“
„Ganz neben­bei: Öko­no­misch gese­hen ist der Got­tes­dienst sinn­los.“

Ker­ber, Mar­kus ist Haupt­ge­schäfts­füh­rer beim Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie e. V. (BDI). Im Inter­view “Euro­pa erneu­ern” (3/16 LEITBILDER) sagt er:
„E pluri­bus unum, also: in der Viel­falt Einig­keit. Die­ses Leit­bild müss­ten wir Euro­pä­er haben!“
„Wir Euro­pä­er sind die bes­ten Diver­si­täts­ma­na­ger.“

Kurz, Con­stan­ze ist Spre­che­rin des Cha­os Com­pu­ter Club. Im Inter­view „Mir geht es um die Ver­än­de­rung des gesell­schaft­li­chen Grund­kon­sen­ses“ (2/11 KOMPLEXITÄT) sagt sie:
„Wenn man mensch­li­ches Bewusst­sein auf Maschi­nen über­tra­gen will, muss man sich fra­gen, wel­ches Men­schen­bild dahin­ter­steckt.“
„Jede Poli­tik, die sich einer Dis­kus­si­on mit dem Argu­ment der Alter­na­tiv­lo­sig­keit ent­zieht, ist für mich abso­lut unglaub­wür­dig.“

Lind­ner, Chris­ti­an ist Vor­sit­zen­der der Land­tags­frak­ti­on und des Lan­des­ver­ban­des der FDP in Nord­rhein-West­fa­len und Bun­des­vor­sit­zen­der der FDP. Im Inter­view „Die bes­ten Zei­ten kom­men noch“ (2/15 QUALITÄT) sagt er:
„Der Auf­trag muss sein, den Ein­zel­nen wie­der stär­ker, grö­ßer zu machen.“
„Der Staat fehlt auch, wenn es dar­um geht, die rich­ti­gen Regeln an den Kapi­tal­märk­ten durch­zu­set­zen.“

Loewe, Jens ist Autor und Akti­vist. Im Dop­pel­in­ter­view mit Wolf­gang Schus­ter „Der Kon­flikt um Stuttgart21 – Zei­chen für leben­di­ge Demo­kra­tie oder Chan­ce für ech­te Demo­kra­tie?“ (6/10 KRIEG LIGHT)sagt er:
„Das Gefühl der Macht­lo­sig­keit und Ver­dros­sen­heit resul­tiert aus feh­len­den Ent­schei­dungs­mög­lich­keit.“
„Demo­kra­tie bedeu­tet, das Wag­nis der Mün­dig­keit ein­zu­ge­hen, mit allen Vor- und Nach­tei­len.“

Mar­net­te, Wer­ner war Vor­stands­vor­sit­zen­der der Nord­deut­schen Affi­ne­rie AG und Minis­ter für Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Ver­kehr des Lan­des Schles­wig-Hol­stein. Im Inter­view „Wir müs­sen uns neue Zie­le set­zen“ (6/09 ÖKONOMIE UND GERECHTIGKEIT) sagt er:
„Die Kri­se wird dazu füh­ren, dass wir zu einer gewis­sen Demut zurück­fin­den.“
„Wir brau­chen das kla­re Bewusst­sein in der Poli­tik, dass der­je­ni­ge unso­zi­al han­delt, der Schul­den macht.“

Mess­ner, Rein­hold wur­de bekannt als Extrem­berg­stei­ger und Autor. Von 1999 bis 2004 saß er zudem im Euro­päi­schen Par­la­ment als Abge­ord­ne­ter. Im Inter­view „Im Her­zen bin ich Anar­chist“ (3/11 FREIHEIT) sagt er:
„Wir müs­sen den Mut auf­brin­gen, den Staats­ap­pa­rat radi­kal abzu­spe­cken.“
„In dem Moment, in dem ich den Mut habe, den ent­schei­den­den Schritt zu tun, habe ich die Frei­heit erreicht.“

Mit­scher­lich, Mar­ga­re­te (†2012) – die „Gran­de Dame der deut­schen Psy­cho­ana­ly­se“ – war Psy­cho­ana­ly­ti­ke­rin und Auto­rin. Im Dop­pel­in­ter­view mit Julia Fried­richs „Gegen die Angst“ (2/12 alt & jung) sagt sie:
„Das Leit­bild des Füh­rers hat­te unend­lich viel mit Gefühl zu tun.“
„Den Kin­dern zu sagen, dass sie nicht nur Nach­zucht für eine funk­tio­nie­ren­de Wirt­schaft sind – das wür­de ich mir wün­schen.“

Mur­mann, Sven ist Ver­le­ger und geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der Mur­mann Publishers GmbH. Im Inter­view “Wei­se wirt­schaf­ten (3/16 LEITBILDER) sagt er:
„Die Phi­lo­so­phie bringt eine Denk­wei­se in die Wirt­schaft, die einen Per­spek­ti­ven­wech­sel erlaubt.“
„Mir geht es dar­um, Denk­räu­me zu eröff­nen, in denen man sich vor­stel­len kann, es könn­te auch anders sein.“

Nida-Rüme­lin, Juli­an war Kul­tur­staats­mi­nis­ter und ist Spre­cher des Mas­ter-Stu­di­en­gangs Phi­lo­so­phie-Poli­tik-Wirt­schaft an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans Uni­ver­si­tät Mün­chen. Im Inter­view „Fort­schritt – wohin?“ (4/11 FORTSCHRITT) sagt er:
„Man könn­te auch durch­aus Ban­ken, die nicht funk­tio­nie­ren, ver­staat­li­chen.“
„Als ob wir wie ein Hund immer nur der Wurst hin­ter­her­he­cheln wür­den.“

Precht, Richard David ist Best­sel­ler­au­tor, Phi­lo­soph und Mit­her­aus­ge­ber der agora42. In dem Inter­view „Euro­pa … ver­zwei­felt gesucht“ (2/14 EUROPA) sagt er:
„Euro­pa ist etwas viel zu ‚Tef­lon­ar­ti­ges‘, Abs­trak­tes, Ungreif­ba­res, eine zu gro­ße Ein­heit, als dass sich ein euro­päi­sches Natio­nal­be­wusst­sein ent­wi­ckeln könn­te.“

Prid­dat, Bir­ger ist Inha­ber des Lehr­stuhls für Poli­ti­sche Öko­no­mie und Dekan der Uni­ver­si­tät Witten/Herdecke. Er ist außer­dem Mit­her­aus­ge­ber der agora42. Im Inter­view „Wis­sen ist mehr“ (3/12 WIR WISSEN GENUG!) sagt er:
„Wir wis­sen so viel über die Welt, aber nicht, wie wir selbst ein gutes Leben errei­chen kön­nen.“
„Durch den All­tag kommt man auch, ohne zu wis­sen, wie die Din­ge genau funk­tio­nie­ren.“

Pod­dig, Han­na ist Voll­zeit­ak­ti­vis­tin und enga­giert sich gegen Atom­kraft, Gen­tech­nik und Mili­ta­ris­mus. Im Inter­view „Man muss an die Köp­fe ran“ (4/10 ICHAUSGEBURT DES MARKTES?) sagt sie:
„Ein Aldi-Hör­saal – wie absurd!“
„Es ist fatal, wenn Men­schen vier Stun­den am Tag Ver­blö­dung gucken.“

Puhl­mann, Albrecht ist Dra­ma­turg und war bis 2011 Inten­dant der Staats­oper Stutt­gart. Im Inter­view „Oper betrifft uns alle“ (3/10 DER FAKTOR ZEIT) sagt er:„Oper ist bereits durch ihre grund­sätz­li­che Nicht-Ratio­na­li­sier­bar­keit anti­öko­no­misch.“
„Ein zuviel an Frei­heit ist durch­aus auch eine Gefähr­dung des­sen, was wir Demo­kra­ti­sie­rung nen­nen.“

Put­tenat, Thors­ten ist Musi­ker, Film­kom­po­nist und Mit­grün­der der kom­mu­nal­po­li­ti­schen Wäh­ler­ver­ei­ni­gung die Stadt­is­ten in Stutt­gart. Im Inter­view „Heilig’s Blech­le und der Kapi­ta­lis­mus“ (3/13 HOMO AUTOMOBILIS)sagt er:
„Gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen set­zen vor­aus, dass die Men­schen Zeit haben, sich Gedan­ken zu machen.“
„Das Auto ist des Schwa­ben ‚heilig’s Blech­le’, wer es antas­tet, ris­kiert Unmut und Wider­stand.“

Reif, Mar­cel ist Chef­kom­men­ta­tor bei den Fern­seh­sen­der Sky für die Fuß­ball Cham­pi­ons League. In dem Inter­view „Wie im rich­ti­gen Leben“ (4/12 SPORT & SPIEL) sagt er:
„Ein­zel­sport­ar­ten waren mir immer schon suspekt.“
„Wenn irgend­wo ein gro­ßer Hau­fen Geld her­um­liegt, wird jemand kom­men, sich bücken und das Geld auf­he­ben.“

Rosen­thal, Oli­ver war Geschäfts­füh­rer von Saatchi & Saatchi und Ogil­vy One, jetzt bei Goog­le Deutsch­land. Im Inter­view „Zei­ten des Umbruchs“ (3/10 ZEIT) sagt er:
„Fir­men müs­sen sich wohl oder übel dar­auf ein­stel­len, dass sie durch­schau­ba­rer wer­den.“
„Es scheint, dass wir gesamt­ge­sell­schaft­lich den Weg gehen, den wir bei Pro­duk­ten bereits haben: die voll­kom­me­ne Aus­tausch­bar­keit.“

Schus­ter, Wolf­gang war 16 Jah­re Ober­bür­ger­meis­ter von Stutt­gart. Im Dop­pel­in­ter­view mit Jens Loewe „Der Kon­flikt um Stuttgart21 – Zei­chen für leben­di­ge Demo­kra­tie oder Chan­ce für ech­te Demo­kra­tie?“ (6/10 KRIEG LIGHT) sagt er:
„Wir müs­sen auch in Zukunft Pro­jek­te ver­wirk­li­chen, die über den Schat­ten des Kirch­turms hin­aus rei­chen.“
„Ich bin dafür, die Bür­ger zu betei­li­gen, wann immer es Sinn macht.“

Schwan, Gesi­ne ist Mit­glied der SPD und kan­di­dier­te 2004 und 2009 für das Amt der Bun­des­prä­si­den­tin. Im Inter­view „Die geis­ti­ge Zah­lungs­un­fä­hig­keit“ (6/2009 ÖKONOMIE UND GERECHTIGKEIT) sagt sie:
„Als Zen­trum für das Wohl­be­fin­den, für das Auf­wach­sen von Men­schen, für das Prin­zip der Part­ner­schaft­lich­keit – so sehe ich Fami­lie.“
„Wenn eine Uni­ver­si­tät genau­so agiert wie ein Unter­neh­men, war­um soll sie dann eine beson­de­re Auto­ri­tät in Sachen Wahr­heit haben?“

Spie­gel, Peter ist Insti­tuts­lei­ter und Geschäfts­füh­rer des GENISIS Insti­tu­te for Soci­al Inno­va­ti­on. Im Inter­view „Die krea­ti­ve Zerr­stö­rung des Men­schen­bil­des“ (1/14 VERÄNDERUNG) sag­te er:
„Die neue Maxi­me kann nur lau­ten: ‚Col­la­bo­ra­ti­on is the next com­pe­ti­ti­on.’“
„Die krea­ti­ve Zer­stö­rung des Alter­na­tiv­lo­sig­keits­den­kens ist alter­na­tiv­los.“

Spoun, Sascha ist Prä­si­dent der Leu­pha­na Uni­ver­si­tät Lüne­burg und Gast­pro­fes­sor für Uni­ver­si­täts­ma­nage­ment an der Uni­ver­si­tät St. Gal­len.
Im Inter­view “Die Uni­ver­si­tät des 21. Jahr­hun­derts” (3/16 LEITBILDER) sagt er:
„Wir brau­chen ein Uni­ver­si­täts- und Wis­sen­schafts­sys­tem, das Viel­falt zulässt und damit auch umge­hen kann.“

Starb­at­ty, Joa­chim ist eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für VWL und Mit­glied des Euro­päi­schen Par­la­ments. Im Inter­view „Die Ver­än­de­rung der Schul­den“ (5/10 SCHULDEN & SÜHNE) sagt er:
„Die Men­schen wer­den bewusst unmün­dig gehal­ten.“
„Man erklä­re mir ein­mal, wie ein am Hun­ger­tuch Nagen­der noch weni­ger essen soll.“

Wagen­knecht, Sah­ra ist Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Par­tei Die Lin­ke. Im Inter­view „Gerech­tig­keit fällt nicht vom Him­mel“ (6/12 GERECHT WIRTSCHAFTEN) sagt sie:
„Es ent­steht die para­do­xe Situa­ti­on, dass das bestehen­de Sys­tem sehr sta­bil ist, obwohl es gar nicht auf brei­ter Akzep­tanz beruht.“
„Frei­heit setzt vor­aus, dass man sozi­al abge­si­chert ist.“

Wall­raff, Gün­ter ist Ent­hül­lungs­jour­na­list und Best­sel­ler­au­tor (u.a. Ganz unten, Indus­trie­re­por­ta­gen). Im Inter­view „Alles wird in Fra­ge gestellt wer­den“ (1/11 ARBEIT)sagt er:
„Aus der Wirt­schafts­kri­se wird sich eine aus­ge­wach­se­ne Sys­tem­kri­se ent­wi­ckeln und dann wird erst ein­mal Land unter sein.“
„Ich träumte/ das Leben sei ein Traum/ und wach­te auf davon/ und da war das Leben/ gar kein Traum/ und da schlief ich/ nie wie­der ein.“

Wal­ter, Nor­bert (†2012) war Volks­wirt und fast 20 Jah­re Chef­volks­wirt der Deut­sche-Bank-Grup­pe. In dem Inter­view „Öko­no­mie ist die Aner­ken­nung der Rea­li­tä­ten“ (1/10 WACHSTUM) sag­te er:
„Ich bin der fes­ten Über­zeu­gung, dass Reli­gi­on zu Tole­ranz ver­pflich­tet und damit letzt­lich auch zum Respekt vor einer ande­ren Sicht­wei­se.“
„Wer behaup­tet, es gebe nur Öko­no­mie ist blind! Wie ist er denn auf die Welt gekom­men? In vie­len Fäl­len ein­fach auf­grund von Lie­be.“

Wer­ner, Götz ist Grün­der, Gesell­schaf­ter und Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der dm-dro­ge­rie markt GmbH & Co. KG. Im Inter­view „Indi­vi­dua­li­tät über­win­det den Ego­is­mus“ (4/10 ICHAUSGEBURT DES MARKTES?) sagt er:
„Die Kun­den, die in unse­ren dm-Läden ein­kau­fen, fan­ge ich nicht mit einem Las­so ein.“
„In dem Moment, in dem der Mensch auf­hört, sich zu ent­wi­ckeln, hat er ver­lo­ren.“

Win­ter­hoff, Micha­el ist Kin­der- und Jugends­psych­ia­ter und Psy­cho­the­ra­peut.
Im Inter­view “Erwach­sen­sein” (3/16 LEITBILDER) sagt er:
„Wenn die Visio­nen feh­len, bie­tet die Gesell­schaft kei­ne Zukunft.“
„Wir kön­nen mit unse­rer Psy­che lan­ge Mara­thon lau­fen, bevor es plötz­lich knallt.“

Frank Augus­tin und Wolf­ram Bern­hardt sind die Geschäfts­füh­rer und Grün­dungs­mit­glie­der der agora42 Ver­lags­ge­sell­schaft mbH. Die Künst­le­rin Anna Poet­ter inter­view­te sie für die Aus­ga­be 4/2014 DAS NEUE. In dem Inter­view “Die Pil­ge­rin, das Tro­ja­ni­sche Pferd, der Kleb­stoff und die Ent­de­ckung der neu­en Welt” spra­chen sie über ihre Beweg­grün­de ein phi­lo­so­phi­sches Wirt­schafts­ma­ga­zin her­aus­zu­ge­ben, über Wohl­stand und Hei­mat­ver­lust, sowie über die Ent­ste­hung von Neu­em. Das Inter­view fin­den Sie hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.