Leserbriefe zur Ausgabe EINFACH LEBEN: “Ich will mein Problem zurück!”

Herz­li­chen Dank für Ihre Leser­brie­fe zur Aus­ga­be 03/2017 EINFACH LEBEN:

 

 

Die aktu­el­le Aus­ga­be ver­schi­cken wir ver­sand­kos­ten­frei 🙂

Sehr geehr­ter Herr Augus­tin,

die ein­zel­nen Bei­trä­ge zum The­men­schwer­punkt sind her­vor­ra­gend und haben gro­ßes Selbst­re­fle­xi­ons­po­ten­zi­al. Doch was lese ich am Schluss des Hef­tes: eine tota­le Kon­ter­ka­rie­rung des davor Gele­se­nen. Die Begrün­dung von A.W. für die Nut­zung von Daten ist ein Hor­ror-Sze­na­rio, das ich nicht erle­ben möch­te. Das hat mit Frei­heit nichts mehr zu tun, es ist nur noch ein Reagie­ren auf Fremd­be­ein­flus­sung! Wenn das die Lösung für heu­ti­ge Defi­zi­te und Pro­ble­me ist , dann will ich sofort mein Pro­blem zurück!

Mit freund­li­chen Grü­ßen
H. Klöt­zer

 

 

Hal­lo,

ich lese die Zeit­schrift mit gro­ßem Inter­es­se. Das Inter­view mit Andre­as Wei­gend bringt mich dazu einen Leser­brief zu schrei­ben.

Mei­ner Mei­nung nach ist es ein Wider­spruch, dass die Nut­zung von Daten das Leben ein­fa­cher macht. Wenn Herr Wei­gend sagt, dass der Kühl­schrank selbst­stän­dig Milch nach­be­stellt, er nicht mehr selbst ein­kau­fen muss, sich ver­mes­sen lässt usw. heißt das für mich nicht ein­fa­cher leben. Für mich heißt das, ich gebe die Ver­ant­wor­tung für mein Leben ab und las­se die Zah­len bzw. Daten über mich bestim­men. Da ich als Men­sch aber wider­sprüch­li­ch und zum Glück nicht bere­chen­bar bin und auch nicht sein möch­te, ist das für mich kein ein­fa­ches Leben, son­dern ein kon­trol­lier­tes, über­wach­tes und fremd­be­stimm­tes gegen das ich mich ent­schie­den weh­ren wür­de.

Ein gutes Heft, es hat mich zum Nach­den­ken und Wider­spre­chen ange­regt.
Freund­li­che Grü­ße
M. Wink­ler

 

wbernhardt