Über das Magazin

Ist erst das Reich der Vorstellung revolutioniert, so hält die Wirklichkeit nicht aus.”

Wir wol­len Alter­na­ti­ven ins Blick­feld rücken, die vor­han­den sind, aber nicht als sol­che wahr­ge­nom­men wer­den. Ganz im Sin­ne G.W.F. Hegels steht agora42 inso­fern für pure Pra­xis — für eine Öko­no­mie von morgen.

Warum Ökonomie und Philosophie?

2009 grün­de­ten wir die agora42, damals noch mit dem Unter­ti­tel: Öko­no­mie, Phi­lo­so­phie, Leben. Das rief zu Beginn Kopf­schüt­teln her­vor: „Öko­no­mie und Phi­lo­so­phie, wie passt denn das zusam­men?“ Heu­te ist der Zusam­men­hang selbstverständlich.

Ökonomische Perspektive

Die Öko­no­mie ist heu­te der unüber­schreit­ba­re Hori­zont unse­res Lebens. Dreh­ten sich die gesell­schaft­li­chen Debat­ten der ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­te um die Fra­ge, wel­che Gesell­schafts­form für die Men­schen die bes­te ist, so scheint mitt­ler­wei­le klar: es ist jene Gesell­schafts­form, die der Öko­no­mie am meis­ten nützt. Unser Den­ken und Han­deln wird nicht nur vom Ziel bestimmt, mate­ri­el­le Absi­che­rung und Wohl­stand zu erlan­gen, son­dern wir haben uns öko­no­mi­sche Stra­te­gi­en qua­si einverleibt.

Philosophische Perspektive

Wenn „Phi­lo­so­phie“ den Ver­such bezeich­net, die Welt und die mensch­li­che Exis­tenz zu deu­ten, das „gro­ße Gan­ze“ zu fas­sen, dann muss sie sich heu­te öko­no­mi­schen Fra­ge­stel­lun­gen wid­men. Mensch und Welt sind selbst zum Pro­dukt geworden.
Der Mensch kann in jeder Hin­sicht bewer­tet wer­den, nicht nur in Bezug auf sei­ne Leis­tung oder gesell­schaft­li­che Funk­ti­on, son­dern auch auf sei­nen Körper.

Die Welt wie­der­um ist Res­sour­ce, ange­fan­gen von Boden­schät­zen bis hin zur Luft, die wir atmen. Der Rah­men der Phi­lo­so­phie ist die Öko­no­mie – aber umge­kehrt ist der öko­no­mi­sche Zusam­men­hang phi­lo­so­phisch geworden.

Unser Ziel

Wir wol­len Mög­lich­kei­ten, die vor­han­den sind, aber nicht als sol­che wahr­ge­nom­men wer­den, the­ma­ti­sie­ren und damit ins Blick­feld rücken. Inso­fern bie­tet die agora42 in unüber­sicht­li­chen Zei­ten den wich­tigs­ten „Roh­stoff“: Ori­en­tie­rung. Nur wer das Ter­rain kennt, auf dem er sich bewegt, kann die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen treffen.

Dar­über hin­aus zeigt agora42 neue Hori­zon­te auf: In Zei­ten, in denen immer wie­der von Alter­na­tiv­lo­sig­keit und Kom­ple­xi­tät die Rede ist, illus­triert agora42, dass sich der Sinn und Zweck des Wirt­schaf­tens neu bestim­men und sich das Wirt­schafts­sys­tem anders den­ken und gestal­ten lässt.

Namenskunde agora42

ago­ra

Die ago­ra (alt­grie­chisch ἀγορά) war im anti­ken Grie­chen­land die poli­ti­sche, juris­ti­sche und phi­lo­so­phi­sche Ver­samm­lungs­stät­te frei­er Bür­ger. Sie lag meist im Zen­trum einer Stadt war eine der bedeu­tends­ten Insti­tu­tio­nen der atti­schen Demokratie.

42
Im ers­ten Buch von Dou­glas Adams The Hitchhiker‘s Gui­de to the Gala­xy wird fol­gen­de Geschich­te erzählt:

Eine weit fort­ge­schrit­te­ne außer­ir­di­sche Kul­tur sucht die Ant­wort auf die Fra­ge aller Fra­gen, näm­lich jene nach „life, the uni­ver­se and ever­y­thing“. Dazu baut sie den Super­com­pu­ter Deep Thought. Nach einer Rechen­zeit von 7,5 Mil­lio­nen Jah­ren erbringt Deep Thought die Ant­wort: „42“.