Cover von agora42 3/2024 AUSLAUFMODELL DEMOKRATIE?

Die aktuelle Ausgabe:

AUSLAUFMODELL DEMOKRATIE?

Ist die Demokratie den Herausforderungen der vielen Krisen nicht mehr gewachsen? Oder ist das Problem nicht vielmehr, dass wir zu wenig Demokratie haben? Dass zu wenige gestaltend an ihr teilhaben können? Müssen wir nicht – gerade jetzt – mehr Demokratie wagen?

Die neue Ausgabe ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Aus der aktuellen Ausgabe:

Coverillustration agora42 3/2024 AUSLAUFMODELL DEMOKRATIE?

Editorial zu agora42 3/2024

AUSLAUFMODELL DEMOKRATIE?

Von Frank Augustin

„Warum sind Weltanschauungen so gefährlich? Weil sie auf einer bestimmten Vorstellung der Welt und der Gesellschaft gründen. Letztlich muss alles in diese rigiden Welt- bzw. Gesellschaftsbilder eingepasst werden. Und das schränkt unsere Leben über Gebühr ein. Das macht uns auf Dauer fertig und bringt uns gegeneinander auf. Demokratie hingegen bleibt in letzter Hinsicht ziemlich unbestimmt. Sie ist weltanschaulich obdachlos. Weil sie das „große Ganze“ nicht endgültig definiert, sind die Bürger*innen frei, die verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche sinnvoll zu definieren und können so ihren Bedürfnissen optimal Rechnung tragen.“ weiterlesen
Adloff_Konvivialismus_start

Ein anderes Zusammenleben ist notwendig

Von Frank Adloff

„Die Coronakrise wie auch die gegenwärtige geopolitische Energiekrise im Zuge des russischen Angriffskriegs haben deutlich vor Augen geführt, wie wechselseitig abhängig die globalisierte Welt ist. Für Wirtschaft und Gesellschaft stellt sich die Frage, wie sie krisenfester gestaltet, wie sie vom Wachstumszwang befreit, wie sie regionaler, demokratischer und gemeinwohlorientierter werden können. Es stellt sich die Frage nach einer neuen Kunst des Zusammenlebens.“ weiterlesen
Foto einer Wolkenformation

Die Psychologie der Klimakrise

Von Katharina van Bronswijk

„Die Klimakrise ist allgegenwärtig. Es lässt sich gar nicht verhindern, dass wir auf all die Katastrophenberichte und Hiobsbotschaften mit unangenehmen Emotionen reagieren und uns von dem Gedanken erschlagen fühlen, dass wir unsere Lebensweise drastisch ändern müssen. Es ist jedoch wichtig, diese Gefühle, gerade auch die vermeintlich „negativen“, nicht zu verdrängen – denn sie können wichtige Wegweiser und Ressourcen für ein nachhaltiges Leben werden.“ weiterlesen
Illustration: Zeichnung von Lars Hochmann und Sebastian Möller

Neues versuchen statt Altes vermessen

Lars Hochmann & Sebastian Möller im Gespräch

„Die Krisen der Gegenwart sind auch deshalb so hartnäckig, weil sie uns nicht einfach widerfahren. Wir organisieren sie. Organisationen organisieren die Gesellschaft – und die korrespondierenden Probleme gleich mit. Mit unseren Organisationen ist etwas grundlegend nicht in Ordnung. Wie wir uns versorgen mit alledem, was zu einem gelingen könnenden Leben scheinbar dazugehört, schadet den Menschen innerhalb und außerhalb dieser Organisationen. Die Freiheits- und Lustgewinne bleiben unbenommen. Wir reden jedoch nicht über Nebenwirkungen einer ansonsten intakten Wirtschaft. Wir reden über organisierte Schadschöpfung.“ weiterlesen
Pfeile – Fortshritt oder Regression?

„Das Verändern verändern“

Interview mit Rahel Jaeggi

„Die Vorstellung aufzugeben, dass es besser werden könnte, wäre eine Blockade gesellschaftlicher Selbstverständigung. Hannah Arendt hat gesagt: „Man überlebt nie nackt.“ Man wird die großen, apokalyptischen Gefahren nicht bannen, wenn man nicht auf mehr zielt als das nackte Überleben. Ich glaube zudem, dass viele soziale Bewegungen und Initiativen, auch diejenigen, die auf den ersten Blick nur damit beschäftigt sind, die Katastrophe zu verhindern immer noch Vorstellungen von einem besseren Leben sozusagen Huckepack tragen. Ohne diese Vorstellungen würde wohl niemand mehr für irgendeine Zukunft kämpfen.“ weiterlesen
Die Moskauer Metro: Öffentlicher Luxus?

Öffentlicher Luxus: Das gute Leben als kollektive Aufgabe

Interview mit Vincent Janz & Andrea Dieck | communia

„Die Freiheitserzählung des Öffentlichen Luxus meint Freiheit von Sorgen darüber, den Job oder die Wohnung zu verlieren, sich Essen oder Gesundheitsversorgung nicht leisten zu können oder keinen Kitaplatz zu finden. Für Menschen ohne Papiere heißt das, nicht ständig in der Gefahr leben zu müssen, festgenommen oder abgeschoben zu werden. Gleichzeitig ist damit auch eine Freiheit zur Mitbestimmung und zur Verfügung über die eigene Zeit gemeint. Öffentlicher Luxus ermöglicht diese Freiheit, indem er das individuelle gute Leben zur kollektiven Aufgabe macht.“ weiterlesen

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