agora42 – Das philosophische Wirtschaftsmagazin

Die aktuelle Ausgabe

Hat die moderne Ökonomie die Natur vergessen? Was kann der Mensch aus der Natur lernen? Ist die maßlose Haltung des „anything goes“ angesichts begrenzter Ressourcen noch haltbar? Welche zukunftsorientierten Ideen, die das Verhältnis von Natur und Wirtschaft neu bestimmen, gibt es bereits? Und was geschieht mit der Natur im Zeitalter der Virtualität? Auf zu einem neuen Naturverständnis!

Die neue Ausgabe der agora42 ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Pflegeethik Initiative e.V.

Pflege ist mehr als Versorgung

Der Verein Pflegeethik Initiative Deutschland e.V. kämpft seit Januar 2018 dafür, eine Haltungsänderung in der Gesellschaft zu erreichen und ethische Grundsatzfragen in der Pflege aufzuwerfen. „Dieses auf den Körper bezogene Versorgungs- und Behandlungsdenken unseres Gesundheitssystems hat Strukturen und Haltungen hervorgebracht, die den seelisch-geistigen Bedürfnissen nicht gerecht werden können“, sagt Vereinsvorsitzende Adelheid von Stösser. Sie möchte politisch und gesellschaftlich ein Umdenken einleiten, dass letztlich uns allen zugutekommt. weiterlesen

Natur, Kapitalismus und das Neue

Interview mit Reinhard Loske

In der Ideengeschichte der Ökonomie gibt es ganz verschiedene Naturvorstellungen. Im Marxismus wie auch im Kapitalismus ist die Natur auf die Funktion der Quelle und der Senke reduziert, wird also bloß als Ressource oder als Aufnahmemedium für Abwässer, Abgase und Abfälle begriffen. Der Marxismus und der Kapitalismus neigen systematisch dazu, die Rolle der Natur bei der Wertschöpfung zu reduzieren oder gar auszublenden. Man kann also von einer Naturvergessenheit der ökonomischen Theorie der Moderne sprechen.“ weiterlesen

Natur – was ist das?

Editorial der aktuellen Ausgabe

Es ist nicht der Eisbär, der auf einer immer kleiner werdenden Eisscholle seinem Ende entgegentreibt, der uns beunruhigt. Es ist die Erkenntnis, dass wir unsere Lebensgrundlagen zerstören, wenn wir so weiter machen wie bisher. Problem erkannt, Problem gebannt? Nein, denn die Einsicht in das Ausmaß der ökologischen Bedrohung führt nicht automatisch zu einer entsprechenden Verhaltensänderung. Stattdessen wird krampfhaft an Gewohnheiten festgehalten; an Gewohnheiten, die zu unserer wahren Natur geworden sind. Soll unsere Lebenspraxis endlich auf die Höhe unserer Einsichten kommen, müssen wir gegen unsere Natur handeln. Der Name für ein solches, unnatürliches Verhalten: Mut. weiterlesen

Der Reiz des eigenen Tempos

aus der Blogserie zum Thema Langsamkeit

Die Gesellschaft von morgen ist bereits chronisch krank, bevor sie überhaupt erwachsen werden kann: dünne Haut, Risse in der Seele, überreagierende Atem- und Verdauungswege. Es ist ein Hetzen und Treiben, im Job, auf den Straßen, selbst im Wochenendkurzurlaub. Und sowieso in Großstädten. Sicher, Arbeit ist aus vielerlei Gründen das Salz in der Lebenssuppe. Doch vor lauter Abstrampelei wird ganz vergessen, dass es kein Maßstab für Gesundheit ist, sich gut an eine kranke Umwelt anzupassen. weiterlesen

Zurück zum Alten? Natur und Ideologie

von Michael Hampe

Was ist „Natur“? Eine göttliche Ordnung? Etwas, das nur in unserer Vorstellung existiert? Unberechnenbar und gefährlich oder harmonisch und mütterlich? Fest steht: Unser Bild von der „Natur“ prägt auch unseren Umgang mit ihr: ob wir sie als Ressource ausbeuten, als heilendes Idyll vergöttern oder als unerkanntes Rätsel wissenschaftlich untersuchen. Braucht es in Zeiten des Klimawandels ein neues Naturverständnis? weiterlesen

„Im Herzen bin ich Anarchist“

Reinhold Messner im Interview

„Dramatisch ist, dass wir dabei sind, den in der Bibel postulierten Anspruch „Macht euch die Erde untertan“ in radikalster Form umzusetzen. Auch wenn der Spruch ganz anders gemeint war, drückt er doch die Haltung aus, die unserem System zugrunde liegt: Wir machen uns die Erde untertan, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Es ist schwierig, aus der Wachstumsspirale herauszukommen. Die Frage aber ist: Was mache ich besser? Ich investiere nicht in abstrakte Finanzprodukte, verantworte beispielsweise drei Bauernhöfe in den Bergen, die allesamt kaputt waren. Diese Bauernhöfe, die sehr hoch liegen, waren in einer globalisierten Welt schlichtweg nicht mehr rentabel …“ weiterlesen