Cover agora42 1/2023 ZUSAMMENBRUCH

Die aktuelle Ausgabe:

ZUSAMMENBRUCH

Es ist nicht die Frage ob, sondern wann der Zusammenbruch kommt und in welcher Gestalt. Der Zusammenbruch wird kein Weltuntergangsblockbuster; vielmehr werden wir harte Entscheidungen treffen müssen: Welche Zusammenbrüche wollen wir (riskieren)?

Die neue Ausgabe ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Aus der aktuellen Ausgabe:

Cover-Illustration agora42 1/2023 ZUSAMMENBRUCH

Editorial zu Ausgabe 1/2023

ZUSAMMENBRUCH

Von Frank Augustin

Es ist nicht die Frage, ob der Zusammenbruch kommt oder nicht. Die eigentliche Frage ist, weshalb so viele den Zusammenbruch nicht sehen oder nicht sehen wollen.
Dass es so wie bisher nicht weitergehen kann, ist allgemein bekannt. Dies aber bedeutet Zusammenbruch, denn der Kapitalismus, auf dem unser Leben beruht, muss weitergehen oder er geht unter. weiterlesen
Apothekenschild

Vorsorge oder Effizienz?

Von Manuel Schulz | Netzwerk Plurale Ökonomik

„Wie insbesondere die Ansätze der Care-Ökonomik herausgearbeitet haben, muss die Sorge dementsprechend als Schlüsselbegriff der menschlichen Existenz begriffen werden. Entgegen des neoklassischen Nihilismus geht es im Kontext existenzieller Sorge nicht um die relative Austauschbarkeit von Produkten. Vielmehr haben wir es in solchen Fällen mit einer absoluten Knappheit zu tun, deren Eigenlogik mit dem Konzept der ökonomischen Effizienz nicht bewältigt, sondern in dramatischer Weise verschärft wird.“ weiterlesen
Flughafen

Der Zombie und sein Meister

Von Christoph Fleischmann

„Denn es ist nicht nur so, dass große Akteure aus eigener Kraft Krisen besser meistern, sie haben auch gegenüber dem Staat immer die besseren Karten und können die „Spenden der Staatsmaschinerie“ (Braudel) traditionell viel besser einwerben als die Kleinen. Auch dafür gibt es bereits erste Beispiele wie die „Rettung“ der deutschen Lufthansa. Es kommt darauf an, den Staat nicht wieder einmal den großen Konzernen als Beute zu überlassen.“ weiterlesen
Schriftzug: Freedom

Das Leben – unausweichlich gemeinsam

Interview mit Rahel Jaeggi

„Man muss am Begriff der Freiheit festhalten. Ich halte ihn für das zentrale Prinzip nicht erst der Moderne. Sicherlich muss man aber heute feststellen, dass zum Beispiel die Freiheit, zwischen verschiedenen Dingen auf der Ebene des Konsums entscheiden zu können, erkauft wird auf Kosten einer substanzielleren Freiheit; einer Freiheit, die darin besteht, die zugrunde liegenden Fragen – etwa die danach, wie wir und warum wir was produzieren wollen – zu thematisieren, also tatsächlich die Geschicke unseres Lebens selbstbestimmt in die Hand nehmen zu können.“ weiterlesen
Baustellen-Schild

Mehr soziale Experimente wagen?

Von Robert Ziegelmann

„‚Keine Experimente!‘, das wäre das Ende menschlichen Lebens. In Form der Klimakatastrophe steht dieses Ende heute am Horizont. Es ist das Resultat einer konservativen Politik, die vom Bewahren nichts versteht. Ein Funken Wahrheit des Adenauer-Slogans liegt aber darin, dass es historisch gewachsene Anforderungen an unsere sozialen Praktiken gibt, die es zu bewahren gilt. Weil wir immer schon in Experimente verstrickt sind, kann dieses Bewahren nur experimentierend gelingen.“ weiterlesen
Uhr

Zu spät, Kaninchen

Von Friederike Gräff

„Keine Zeit zu haben, ist ein Status-Symbol wie ein E-Lastenrad oder ein Haus auf dem Land. Wer Zeit hat, ist suspekt, nicht nachgefragt auf dem professionellen und sozialen Markt. Zeit haben die Punks in der Fußgängerzone, die Alten in den Pflegeheimen und da endet es schon. Jedes Kitakind, das etwas auf sich hält, hat keine Zeit. Aber natürlich stimmt das nicht. Wir haben den guten alten 24-Stunden-Tag – was wir nicht haben, ist unverplante Zeit, Zeit, die keinem Zweck zugeordnet ist.“ weiterlesen

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