Cover der agora42-Ausgabe zum Thema Innovation

Die aktuelle Ausgabe: INNOVATION

Neu – neuer – neuer als neu – KABOOM!
Wie innovativ ist die Wirtschaft? Sind »Zukunftstechnologien« die Zukunft? In welcher Richtung liegt das Neue? Dienen Innovationen noch dem Menschen? Ist das Neue wie das Alte, nur anders? Diese Ausgabe geht mit Ihnen ins Offene: Zeit für das neue Neue!

Die neue Ausgabe der agora42 ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Cover der agora42 1/2020 zu Innovation

Editorial zur Ausgabe 1/2020 INNOVATION

Von Frank Augustin

Das ist der Status quo: ängstliches Festhalten am Alten, schöngeredet als vernünftiger Kompromiss; sinnloser Aktivismus, getarnt als wackerer Einsatz für Innovation und Veränderung. Doch in allgemeiner Hektik und Orientierungslosigkeit kann sich weder etwas Neues entwickeln noch Altes bewahrt werden. Tatsächlich wird nur immer mehr kaputt gemacht. Wem wirklich an Zukunft gelegen ist, der tritt aufs Bremspedal und beendet die Geisterfahrt. Der will den Ausstieg aus dem Abstieg, das Ende der materiellen, mentalen und sozialen Ressourcenverschwendung. Dies wäre zugleich der Anfang eines Neubeginns. Das neue Neue wird sich erst zeigen, nachdem das alte Neue verlassen wurde. weiterlesen
Killerdrohne

23.04.2051

Liebes Tagebuch,

Von Kai Jannek

„Dabei, muss man sagen, ist es heute keine große Kunst, gute Politik zu betreiben. Jede Regierung hat heute die Möglichkeit, mit einigermaßen vernünftigen Algorithmen die Stimmungslage und Bedürftigkeiten in der Bevölkerung zu tracken, mit einer generischen AI effektive politische Programme zu entwickeln und diese in einer hochauflösenden Simulation zu bewerten…“
Kai Jannek, Director Foresight Consulting bei Z_punkt, wirft in der Rubrik GEDANKENSPIELE einen Blick in die Zukunft. In diesem Beitrag geht es um Fakes, Drohnen und Demokratie im Jahre 2051.
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Welches Volk entsteht?

Demokratie radikal denken

Warum Demokratien demokratisiert werden müssen

Von Aristotelis Agridopoulos

Wenn ein demokratisches Miteinander erhalten werden soll, müssen die Formen unseres Zusammenlebens grundsätzlich überdacht und neu geordnet werden. Demokratie hat kein Problem mit autoritären Führern, sie hat ein Problem mit sich selbst: Sie muss demokratischer werden.
Die parlamentarischen Demokratien und ihre politischen Eliten im gegenwärtigen neoliberalen Kapitalismus, allen voran diejenigen, die sich dem Westen zugehörig fühlen, werden durch zwei Ereignisse in der jüngeren Geschichte massiv infrage gestellt. weiterlesen

Demokratisch arbeiten?

Der Arbeitsplatz als Ort der Demokratiebildung

Von Philippe Merz

Zu den vielen Widersprüchen unseres Alltags gehört auch dieser: Wir verstehen uns gerne als selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger einer liberalen Demokratie, die ihre Lebensumstände selbst gestalten können, doch die meisten von uns verbringen den größten Teil ihrer wachen wöchentlichen Lebenszeit in Strukturen, die alles andere als selbstbestimmt sind – nämlich am Arbeitsplatz. Hier sind die Möglichkeiten der Selbstbestimmung sowohl im Kleinen, etwa bei einer marginalen Veränderung der Arbeitsabläufe, als auch im größeren Rahmen, etwa bei der strategischen Organisationsentwicklung, oft erstaunlich begrenzt. weiterlesen
Wie zerbrechlich ist die Demokratie?

Die Zerbrechlichkeit der Demokratie oder: Demokratie und Kapitalismus

Von Lars Distelhorst

Die politische Landschaft kippt nach rechts. Ob Trump in den USA, Erdogan in der Türkei, Duterte in den Philippinen, Bolsonaro in Brasilien oder Le Pen, Orban, Morawiecki, Beatrix von Storch, Alice Weidel und Björn Höcke in Europa. Hatte es eine Zeitlang so ausgesehen, als gehörten die geflügelten Worte „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ der Vergangenheit an, scheint Bertolt Brecht angesichts der aktuellen Verschiebungen des politischen Gefüges Recht zu behalten. Bei näherer Betrachtung des Phänomens muss es jedoch eher verwundern, dass wir vor dem Rechtsradikalismus so lange Ruhe hatten und das Pendel erst mit solcher Verspätung zurückschlägt. weiterlesen

„Eine andere Art Mut würde die Politik verändern“

Interview mit Frank Ruda

„Parlamente sind Verwaltungsinstanzen, die das machen, wofür sie da sind: verwalten. Das heißt, so die Diagnose, in Parlamentardemokratien wird Politik wegorganisiert, durch Verwaltung ersetzt. Das produziert stupide Redundanz. Ich denke, das stimmt. Nun kann man sich allerdings fragen, ob das der einzige Sinn ist, den man der Demokratie geben. Das wiederum denke ich nicht.“ weiterlesen

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