Cover der Ausgabe 1/2021

Die aktuelle Ausgabe: WAHRHEIT & WIRKLICHKEIT

Die neue Ausgabe der agora42 widmet sich der Wahrheit und Wirklichkeit unserer Lebens- und Wirtschaftsweise: Worauf ist das Bild gegründet, das wir uns von der Wirklichkeit machen? Wie steht es um den Realitätsgehalt der Realwirtschaft? Wie würde wirkliche Klimaneutralität aussehen?

Die neue Ausgabe ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Cover der Ausgabe 1/2021

Editorial der Ausgabe 1/2021

WAHRHEIT & WIRKLICHKEIT

Von Frank Augustin

Wie es in Wahrheit um die Wirklichkeit bestellt ist, das kann einem meistens ziemlich schnuppe sein – so lange jedenfalls, wie es in der Gesellschaft einigermaßen läuft und keine existenziellen Bedrohungen in Sicht sind. Beides ist jedoch ganz offensichtlich nicht mehr der Fall, und deshalb ist nun Nachdenken angesagt. Nachdenken im eigentlichen, im philosophischen Sinne hat nichts mit Intelligenz oder Muße zu tun, sondern mit Mut. weiterlesen
Reduce, Reduce, Reduce

Was Klimaneutralität wirklich bedeutet

Von Ulrike Herrmann

Heute herrscht zum Glück Frieden, aber die gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist beim Klimawandel ähnlich groß. Wieder geht es ums Überleben der Menschheit. Aus der Corona-Krise lässt sich zwar nicht viel für die Zukunft lernen, aber eine Lektion hält sie doch parat: Der Staat hat erneut gezeigt, dass er schnell und wirkmächtig handeln kann. Diese Kompetenz muss er als nächstes nutzen, um geordnet aus dem Wachstum auszusteigen. weiterlesen
Shift-Taste

Gesellschaft als soziale Plastik, wir alle als Zukunftskünstler*innen

Interview mit Marilena Berends

„Wenn Beuys sagte, jeder Mensch sei ein Künstler, meinte er damit nicht, dass wir uns alle an Palette und Pinsel wagen sollen. Ihm ging es vielmehr um das Wieder- oder Neuentdecken des Gestaltungs- und Handlungspotenzials. Dass Gesellschaft, wie bereits gesagt, nicht vorgefertigt ist, wie sie insbesondere durch die hyperkapitalistische Brille betrachtet erscheint, sondern, mit Beuys gesprochen, eine „soziale Plastik“ ist. Es geht darum, wünschbare Zukunftsentwürfe zu diskutieren, den Status quo zu hinterfragen.“ weiterlesen
Blick von oben auf Stuttgart

Es fehlt der Raum, in dem experimentiert werden kann

Interview mit Hanna Noller

Unter Aktivierung hingegen verstehe ich, bei Bürger*innen ein grundsätzliches Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir alle mit unserem alltäglichen Handeln Stadt produzieren und es viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt, dies zu tun. In gemeinsamen Experimentierräumen kann dies angestoßen, ausprobiert und weiterentwickelt werden. weiterlesen
Hämmer

Schrauben mit dem Hammer einschlagen – Die VWL und ihr Methodenrepertoire

Von Jörn Schirok | Netzwerk Plurale Ökonomik

Auf Grundlage ihrer selbstgewählten Beschränkung auf quantitative Methoden ist es Volkswirt*innen nicht möglich, die komplexen Entscheidungsprozesse von Personen und Organisationen zu erfassen und nachzuzeichnen. Nach der letzten Finanzkrise 2008 saß der Schock tief, doch an den Fakultäten hat sich kaum etwas getan. weiterlesen
Einfach Leben: Mit dem Rucksack in den Bergen?

Einfach leben – oder was wollt ihr?

Von Constanze Eich

Die Suche nach dem guten Leben mag dabei nach Sisyphusarbeit aussehen, weil wir immer wieder von vorne beginnen und dabei die Welt als undurchdringbar und sinnlos wahrnehmen. Doch ist es nicht gerade diese absurde Tatsache, die uns ermutigen sollte, genau jene Suche mit ihrem Scheitern und ihrem wiederkehrenden Neubeginn als wertvolle Lebensaufgabe wahrzunehmen und zu akzeptieren? „Wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen“, sagte einst Albert Camus. weiterlesen

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