Die aktuelle Ausgabe: SINN

Wie lässt sich sinnvoll wirtschaften? Muss die Arbeit einen Sinn haben? Hat der Fortschritt seinen Sinn verloren? Wie funktioniert die Gemeinsinn-Ökonomie? Und was ist der Sinn des Ganzen? Diese Ausgabe fragt nach dem, was erst bewusst wird, wenn es fehlt: Wo ist er hin, der Sinn?

Die neue Ausgabe der agora42 ist hier versandkostenfrei erhältlich.

„Es wird wieder eine klare Führung gefordert“

Interview mit Dr. Guido Schmidt

„Diejenigen, die auf Herausforderungen nur reagieren, werden tatsächlich sehr schnell von den Entwicklungen überholt. Für manchen sind Digitalisierung und Klimawandel zunächst einmal Bedrohungen des Status Quo. Aus dieser Mutlosigkeit heraus werden, wenn überhaupt, nur Maßnahmen der Schadensbegrenzung angestoßen. Bei einem solchen Verhalten wird gar keine echte Führung sichtbar. Führung heißt, einen Weg zu weisen und Menschen davon zu überzeugen, diesen Weg mit zu gehen. Wenn man stehen bleibt, oder sich fast nicht von der Stelle bewegt, gibt es keinen sichtbaren Weg. Motivierend ist ein Verharren in der Regel auch nicht.“ weiterlesen

„Nur wenige hinterfragen den alltäglichen Wahnsinn des Geschäftslebens“

Interview mit Stefan Dudas

„Wenn man da nicht eine große Portion Lebenserfahrung und Humor hat, wird es sehr ernst. Ich hinterfrage in Unternehmen ständig, ob etwas noch Sinn macht – oder eben nicht. Leitbilder, die niemand kennt und niemand lebt, sind mehr als sinnlos. Sitzungen, die immer genau eine Stunde dauern und bei denen nur einer spricht und die anderen aufs Smartphone schauen, ebenfalls. Leider lernen wir in der Schule nicht, wie wichtig es ist, Zeit für sich selbst zu nehmen, um über sich und sein eigenes Leben nachzudenken. “ weiterlesen

„Was die Leute …

Editorial zur neuen Ausgabe SINN

„Was die Leute nicht hören wollen, das ist, dass es in unserem Leben eine Grenze gibt, wo wir nicht mehr mitmachen dürfen, wo von uns verlangt wird, etwas zu tun, was unmenschlich ist und alle Würde verletzt. Und was hier verlangt wird, nämlich das Nein, darauf beruht jede Ethik, darauf beruht jedes Recht.“ Dies sagte der große deutsche Jurist und bekennende Atheist Fritz Bauer. Er spricht damit das an, was man Zivilcourage nennt und was mit einem klaren und deutlichen „Nein!“ beginnt. Ein „Nein!“, dessen Fehlen jeder gesellschaftlichen Ordnung, und sei sie noch so gut konzipiert, den Boden entzieht und sie der Sinnlosigkeit ausliefert. Ohne Menschen, die im Zusammenleben Grenzen ziehen, geht jegliche moralische Orientierungsmöglichkeit verloren, ist letztlich sprichwörtlich alles egal, also gleich-gültig – und damit eben sinnlos … weiterlesen

Vom Suchen und Finden des Sinns

von Philippe Merz (Thales-Akademie)

„Es ist keine neue Einsicht, dass ein Lebensentwurf, der primär auf Konsumoptionen und Statussymbole ausgerichtet ist, stets an der Schwelle zum Sinnverlust steht. Im Gegenteil, bereits die Anfänge des abendländischen Denkens enthalten sowohl Konsumkritik als auch den Zweifel, ob ein Leben, das auf äußere Bestätigung durch Ämter, Macht, Reichtum oder Reputation angelegt ist, tatsächlich dauerhaften Sinn zu stiften vermag.“ Aber: Finden wir Sinn oder erfinden wir ihn? Und wie können wir mit der Freiheit zur Sinnstiftung umgehen? Philippe Merz von der Thales-Akadamie fasst fünf Punkte menschlicher Sinnsehnsucht zusammen. weiterlesen

Faironomics – Auf dem Weg zu einer neuen Form der Ökonomie

Interview mit Ilona Koglin und Mark Rohde

„Ein hervorragendes Bild, das uns die globalen Grenzen aufzeigt, ist der Donut der britischen Ökonomin Kate Raworth: In einem großen Kreis gibt es einen kleinen. Der innere Rand gibt uns die soziale Grenze unseres ökonomischen Verhaltens vor. Alles, was die Menschenrechte missachtet, liegt außerhalb dieser Grenze. Der äußere Rand zeigt uns die ökologische Grenze. Alles, was darüber hinaus reicht, ist kein sinnvolles, zukunftstaugliches ökonomisches Handeln mehr, weil es das ökologische Gleichgewicht zerstört.“ weiterlesen

GOLD!

aus der Kolumne Finanz & Eleganz

Gold verkörpert seit Jahrtausenden ein Wertversprechen. Es spielt in fast jeder Religion eine Rolle und war immer wichtig als Material der sakralen wie profanen Kunst; es ist ein letzter Wert-Anker in den Tresoren der Zentralbanken und gilt als der klassische Schutz vor Inflation. Ein Laib Brot kostet in Gold ungefähr das Gleiche wie vor 3000 Jahren. Welcher monetäre Wert könnte da mithalten? Bernd Villhauer über Glanz und Gehalt des beliebten Edelmetalls. weiterlesen