Cover der Ausgabe 3/20

Die aktuelle Ausgabe: CORONA & DIE ZOMBIEWIRTSCHAFT

Corona wirft ein Licht auf die Problemzonen unseres Wirtschaftens – so ist allenthalben in aktuellen Diskussionsrunden zu hören. Was aber zeigt sich in diesem Licht? Viele Phänomene und Gewohnheiten, die sich längst überlebt haben, sich merkwürdigerweise aber nicht aus der Welt schaffen und transformieren lassen. Wie kann es sein, dass Zombiewirtschaft und Zombie-Ideen ihr Unwesen treiben, obwohl sie immer mehr Probleme erzeugen?

Die neue Ausgabe der agora42 ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Cover der Ausgabe 3/20

Editorial der Ausgabe 3/20 CORONA & DIE ZOMBIEWIRTSCHAFT

Von Frank Augustin

Und Corona? Bedeutet die Pandemie etwas Neues? Wohl kaum. Sie hat den Niedergang nur beschleunigt, bringt die zombifizierte Wirtschaft schneller zu Fall, forciert den gesamtgesellschaftlichen Sinnverlust. Dieser Niedergang wird sicherlich noch die nächsten zehn, 15 Jahre bestimmend sein. Vielleicht gibt es Phasen der Stabilisierung, aber über kurz oder lang wird die Wirtschaftskrise voll durchschlagen. Gelingt es nach diesem zweiten Schock immer noch nicht, sich von der alten Normalität zu verabschieden und entschlossen ins Neue zu gehen, ist eine dritte Phase des Niedergangs angesagt. Vorstellen will man sich das lieber nicht. weiterlesen
Euroskulptur vor dem Eurotower

Gespräch mit Thomas Jörder: „Ich beschloss, das zu verändern“

Fragen: Bernd Villhauer

„Ich lebe in der (vielleicht etwas naiven) Vorstellung, dass ein guter Teil der „Un-Ethik“ am Finanzmarkt aus den Mechanismen des Geldsystems resultiert und sich mehr Ethik dann automatisch einstellt, wenn sich immer mehr Marktteilnehmer dieser Mechanismen bewusst werden und sich für einen stärkeren Dialog um dieses Geldsystem einsetzen.“ weiterlesen
pay as you wish

„Geld prägt unsere Form zu leben“

Fragen an Eske Bockelmann

Wir sehen es täglich vor Augen: Das Geld als solches erfordert sein Wachstum. Wo das Wachstum ausbleibt, droht die Katastrophe. Wo es aber gelingt, droht die noch größere: die Zerstörung dieser Welt – muss ich sagen, wodurch? Genügt, als eines unter vielen, das Stichwort Klima? Es ist so: Nur ohne Geld wird diese Welt von Menschen bewohnbar bleiben. weiterlesen
Ein Schwein am Strand

Das Schwein

Von Thomas Macho

Wie sollen Schweine vorgestellt werden? Als Verwandlungskünstler, die uns einerseits Glück bringen, andererseits Schande? Als Verkörperungen erotischer Anziehung oder sprichwörtlicher Trägheit? Als Symbole der Unordnung und des Schmutzes oder als Ikonen der Sparsamkeit und Hygiene? Als populäre oder streng verbotene Nahrungsmittel? Oder als allianzfähige Tiere, die sich zumindest im sprachlichen Alltag nicht scheuen, mit Bären („Saubären“), Hunden („Schweinehunde“) oder Igeln („Schweinigel“) Bündnisse zu schließen, ganz zu schweigen von den Menschen, den „Schweinepriestern“, „Frontschweinen“, oder „Saukerlen“. Nicht zu Unrecht dichtete Gottfried Benn: „Die Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch“. Wollte er Menschen oder Schweine beleidigen? weiterlesen
Logo: Kongress Zukunft für alle

Über eine andere Zukunft sprechen und nachdenken

Interview mit Ronja Morgenthaler | Konzeptwerk Neue Ökonomie

Der Kapitalismus führt schon jetzt zu sozialen Verwerfungen, die für viele Menschen existenzielle Folgen haben. Der Aufstieg der Rechten ist ja auch Folge eines ungerechten Systems, das Menschen ausschließt und Konkurrenz anstachelt, anstatt Kooperation zu belohnen. Um die sozialen Kosten der Transformation abzufedern, müssen Menschen umfassend in ihren grundlegenden Bedürfnissen abgesichert sein. Außerdem kann eine Zukunft für alle nicht von oben diktiert werden. Was für alle sein soll, muss auch von allen sein. weiterlesen
Bilderrahmen

Ungleiche Erzählungen

Von Henri Schneider, Henrika Meyer und Julia Schmid | Netzwerk Plurale Ökonomik

Narrative müssen sichtbar gemacht und vermehrt thematisiert werden. Geschieht dies nicht, werden diese Narrative unbewusst immer wieder genutzt und weiterverbreitet. Dadurch besteht die Gefahr, dass beispielsweise in der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre einseitige Konzepte und bestimmte Erfahrungen als absolut angesehen und alternative Betrachtungsweisen außen vor bleiben. Problematisch daran ist auch, dass die jeweiligen Narrative bestimmte Interessen fördern und andere negieren können. weiterlesen

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