Die aktuelle Ausgabe:

KAPITAL

KAPITAL – was ist das? Was wird damit gemacht? Was macht es mit uns? Sind wir alle Kapitalist*innen? Welche Perspektiven gibt es jenseits der kapitalistischen Logik? Die neue Ausgabe der agora42 beleuchtet das, was uns alle bewegt und sondiert den Zustand des Kapitalismus.

Die neue Ausgabe ist hier versandkostenfrei erhältlich.

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Editorial zur Ausgabe 4/2021

Was ist das Kapital?

Von Frank Augustin

Das Kapital war unser Wundermittel. Mit ihm haben wir das Leben auf einen Nenner gebracht, mittels Zahlen verbunden und bewertet – damit alles seine Ordnung hat, kontrollierbar wird, vergleichbar wird, systematisch verbessert werden kann. Jetzt löst sich alles auf. Die Zeit der Wunder ist vorbei. Es zeigt sich: Im Windschatten des Kapitals sind wir vor der Realität geflohen. Wir nannten das „Fortschritt“. Oder „modern werden“. Tatsächlich sind wir nicht erwachsen geworden. weiterlesen
Latex-Handschuhe

Die Situation in der Care-Arbeit ist weiterhin prekär

Interview mit Mia Smettan | Konzeptwerk Neue Ökonomie

„Leider hat sich in den vergangene Monaten die Situation in der Pflege eher verschlechtert als verbessert. Wir steuern gerade auf die wohl heftigste Phase der Pandemie zu. Die Inzidenzen erreichen immer neue Höchstwerte, in einigen Bundesländern sind nur noch wenige Intensivbetten frei, in München etwa bereiten sich die Krankenhäuser auf eine Triage vor. Das ist eine enorme psychische Belastung für das Personal. Sie müssen seit vielen Monaten die mangelnde Konsequenz der Corona-Politik und die chronische Unterfinanzierung der Pflege auffangen.“ weiterlesen
Sparbüchse

Was bremst die Schuldenbremse?

Von Julia Sophia Schmid

Warum haben über 60 Prozent der Schulen einen Sanierungsbedarf? Warum haben sich die Verspätungen der Deutschen Bahn von 125 auf 184 Minuten pro 1000 gefahrene Kilometer erhöht? Warum ist der Satz „Kannst du mich hören?“ meist der erste, den man einander in einer Videokonferenz stellt? weiterlesen
Vogelschwarm

Karriere? Nein, danke!

Von Constanze Eich

Die Karriereleiter wäre durch ein Karriere-Klettergerüst ersetzt worden, das sowohl dem Wunsch nach Gemeinschaft und individueller Entwicklung als auch der Notwendigkeit von Führung und der Übernahme von Verantwortung Rechnung trägt. Ein Klettergerüst, das Lust auf Chancen macht, das bestimmte Fähigkeiten herausformt, das individuelle Lebensphasen und Bedürfnisse berücksichtigt sowie auch den Rücktritt oder gar ein Scheitern inkludiert; das aber im nächsten Schritt zulässt, sich wieder kraftvoll an die Spitze zu stellen, um anderen ein gemeinschaftliches Fliegen im Windschatten zu ermöglichen. weiterlesen
Modellbahnhof

Gegen die Logik der Situation

Der homo oeconomicus und der marktförmige Extremismus

Von Elena Goschin | Netzwerk Plurale Ökonomik

„Durch die Ökonomisierung der Wahrnehmung von gesellschaftlichen Verhältnissen wird es denkbar, Menschen, denen mangelnde Nützlichkeit und Effizienz zugesprochen wird, abzuwerten und zu diskriminieren. Die Kosten-Nutzen Logik des homo oeconomicus schließt also nicht nur Menschen aus, die nicht einer impliziten Norm entsprechen, sondern erzeugt weiteren gesellschaftlichen Ausschluss.“ weiterlesen
Spielzeug-Roboter

Wie weiter mit dem Menschen?

Interview mit Janina Loh

„Wenn wir den Transhumanisten*innen Glauben schenken, müssen wir annehmen, dass der gegenwärtige Mensch defizitär, von Mutter Natur quasi schlecht gemacht worden ist. Und das glaube ich nicht, das halte ich sogar für Quatsch. Auch andere philosophische Positionen mit dieser Überzeugung halte ich für Quatsch. Ich bin weder unzufrieden, noch fühle ich mich defizitär, weil ich sterblich bin.“ weiterlesen

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