Die aktuelle Ausgabe: DEMOKRATIE UND WIRTSCHAFT

Wer hat eigentlich das Sagen – die Politik oder die Wirtschaft? Sind heutige Demokratien noch demokratisch? Ist eine demokratiekonforme Wirtschaft utopisch? Warum sorgt Wirtschaftswachstum zunehmend für Demokratieverdruss? Und überhaupt: Wie wollen wir künftig leben?

Die neue Ausgabe der agora42 ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Killerdrohne

23.04.2051

Liebes Tagebuch,

Von Kai Jannek

„… Dabei, muss man sagen, ist es heute keine große Kunst, gute Politik zu betreiben. Jede Regierung hat heute die Möglichkeit, mit einigermaßen vernünftigen Algorithmen die Stimmungslage und Bedürftigkeiten in der Bevölkerung zu tracken, mit einer generischen AI effektive politische Programme zu entwickeln und diese in einer hochauflösenden Simulation zu bewerten…“
Kai Jannek, Director Foresight Consulting bei Z_punkt, wirft in der Rubrik GEDANKENSPIELE einen Blick in die Zukunft. In diesem Beitrag geht es um Fakes, Drohnen und Demokratie im Jahre 2051.
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Welches Volk entsteht?

Demokratie radikal denken

Warum Demokratien demokratisiert werden müssen

Von Aristotelis Agridopoulos

Wenn ein demokratisches Miteinander erhalten werden soll, müssen die Formen unseres Zusammenlebens grundsätzlich überdacht und neu geordnet werden. Demokratie hat kein Problem mit autoritären Führern, sie hat ein Problem mit sich selbst: Sie muss demokratischer werden.
Die parlamentarischen Demokratien und ihre politischen Eliten im gegenwärtigen neoliberalen Kapitalismus, allen voran diejenigen, die sich dem Westen zugehörig fühlen, werden durch zwei Ereignisse in der jüngeren Geschichte massiv infrage gestellt. weiterlesen

Demokratisch arbeiten?

Der Arbeitsplatz als Ort der Demokratiebildung

Von Philippe Merz

Zu den vielen Widersprüchen unseres Alltags gehört auch dieser: Wir verstehen uns gerne als selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger einer liberalen Demokratie, die ihre Lebensumstände selbst gestalten können, doch die meisten von uns verbringen den größten Teil ihrer wachen wöchentlichen Lebenszeit in Strukturen, die alles andere als selbstbestimmt sind – nämlich am Arbeitsplatz. Hier sind die Möglichkeiten der Selbstbestimmung sowohl im Kleinen, etwa bei einer marginalen Veränderung der Arbeitsabläufe, als auch im größeren Rahmen, etwa bei der strategischen Organisationsentwicklung, oft erstaunlich begrenzt. weiterlesen
Wie zerbrechlich ist die Demokratie?

Die Zerbrechlichkeit der Demokratie oder: Demokratie und Kapitalismus

Von Lars Distelhorst

Die politische Landschaft kippt nach rechts. Ob Trump in den USA, Erdogan in der Türkei, Duterte in den Philippinen, Bolsonaro in Brasilien oder Le Pen, Orban, Morawiecki, Beatrix von Storch, Alice Weidel und Björn Höcke in Europa. Hatte es eine Zeitlang so ausgesehen, als gehörten die geflügelten Worte „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ der Vergangenheit an, scheint Bertolt Brecht angesichts der aktuellen Verschiebungen des politischen Gefüges Recht zu behalten. Bei näherer Betrachtung des Phänomens muss es jedoch eher verwundern, dass wir vor dem Rechtsradikalismus so lange Ruhe hatten und das Pendel erst mit solcher Verspätung zurückschlägt. weiterlesen

Germany first?

Interview mit Herbert Storn

Warum der Exportüberschuss den sozialen Zusammenhalt bedroht: Unter den Schlagworten von Freiheit und Freihandel verfolgt die deutsche Politik vorgeblich die Interessen einer Weltgemeinschaft. Aber es sind die Spielregeln des Freihandels, die Deutschland zum Exportweltmeister küren und alle anderen Nationen in den Schatten stellen. Warum die Strategie ‚Germany first!‘ die Agenda der deutschen Politik bestimmt, mit welcher Verklärung dies erfolgt und welch dramatische Folgen diese Politik auch im Inland hat – bis hin zur Aushöhlung von Rechtsstaat und Demokratie – ist Gegenstand des neuen Buchs von Herbert Storn. Wir sprachen mit ihm über den Zustand der Demokratie in Deutschland. weiterlesen

„Eine andere Art Mut würde die Politik verändern“

Interview mit Frank Ruda

„Parlamente sind Verwaltungsinstanzen, die das machen, wofür sie da sind: verwalten. Das heißt, so die Diagnose, in Parlamentardemokratien wird Politik wegorganisiert, durch Verwaltung ersetzt. Das produziert stupide Redundanz. Ich denke, das stimmt. Nun kann man sich allerdings fragen, ob das der einzige Sinn ist, den man der Demokratie geben. Das wiederum denke ich nicht.“ weiterlesen

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