Die aktuelle Ausgabe: SINN

Wie lässt sich sinnvoll wirtschaften? Muss die Arbeit einen Sinn haben? Hat der Fortschritt seinen Sinn verloren? Wie funktioniert die Gemeinsinn-Ökonomie? Und was ist der Sinn des Ganzen? Diese Ausgabe fragt nach dem, was erst bewusst wird, wenn es fehlt: Wo ist er hin, der Sinn?

Die neue Ausgabe der agora42 ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Vom Suchen und Finden des Sinns

von Philippe Merz (Thales-Akademie)

„Es ist keine neue Einsicht, dass ein Lebensentwurf, der primär auf Konsumoptionen und Statussymbole ausgerichtet ist, stets an der Schwelle zum Sinnverlust steht. Im Gegenteil, bereits die Anfänge des abendländischen Denkens enthalten sowohl Konsumkritik als auch den Zweifel, ob ein Leben, das auf äußere Bestätigung durch Ämter, Macht, Reichtum oder Reputation angelegt ist, tatsächlich dauerhaften Sinn zu stiften vermag.“ Aber: Finden wir Sinn oder erfinden wir ihn? Und wie können wir mit der Freiheit zur Sinnstiftung umgehen? Philippe Merz von der Thales-Akadamie fasst fünf Punkte menschlicher Sinnsehnsucht zusammen. weiterlesen

Der Sinn des Lebens und der Aufforderungscharakter unvollendeter Tatsachen

Interview mit Alexander Batthyány

„Es geht bei der Sinnfrage gar nicht darum, dass wir uns auf uns selbst zurückziehen und fragen, was wir tun können, damit wir uns gut fühlen; es geht vielmehr darum, wozu wir gut sind. Und diese Frage meint immer auch, dass man sich von der Wirklichkeit nicht abkehrt. Im Gegenteil: Mit der Sinnfrage geht es darum, über den Tellerrand des eigenen Ichs hinauszublicken auf das, was in der Welt zu bewirken, verändern, zu bessern – sprich: was zu tun ist. Um es etwas schlagwortartiger zu formulieren: Was nicht geworden wäre ohne mich, das zeugt von mir – und von meiner Verantwortlichkeit.“ weiterlesen

„Was die Leute …

Editorial zur neuen Ausgabe SINN

„Was die Leute nicht hören wollen, das ist, dass es in unserem Leben eine Grenze gibt, wo wir nicht mehr mitmachen dürfen, wo von uns verlangt wird, etwas zu tun, was unmenschlich ist und alle Würde verletzt. Und was hier verlangt wird, nämlich das Nein, darauf beruht jede Ethik, darauf beruht jedes Recht.“ Dies sagte der große deutsche Jurist und bekennende Atheist Fritz Bauer. Er spricht damit das an, was man Zivilcourage nennt und was mit einem klaren und deutlichen „Nein!“ beginnt. Ein „Nein!“, dessen Fehlen jeder gesellschaftlichen Ordnung, und sei sie noch so gut konzipiert, den Boden entzieht und sie der Sinnlosigkeit ausliefert. Ohne Menschen, die im Zusammenleben Grenzen ziehen, geht jegliche moralische Orientierungsmöglichkeit verloren, ist letztlich sprichwörtlich alles egal, also gleich-gültig – und damit eben sinnlos … weiterlesen

Faironomics – Auf dem Weg zu einer neuen Form der Ökonomie

Interview mit Ilona Koglin und Mark Rohde

„Ein hervorragendes Bild, das uns die globalen Grenzen aufzeigt, ist der Donut der britischen Ökonomin Kate Raworth: In einem großen Kreis gibt es einen kleinen. Der innere Rand gibt uns die soziale Grenze unseres ökonomischen Verhaltens vor. Alles, was die Menschenrechte missachtet, liegt außerhalb dieser Grenze. Der äußere Rand zeigt uns die ökologische Grenze. Alles, was darüber hinaus reicht, ist kein sinnvolles, zukunftstaugliches ökonomisches Handeln mehr, weil es das ökologische Gleichgewicht zerstört.“ weiterlesen

„We are nature defending itself“

von Christoph Sanders und Martin Krobath

„Unsere These ist, dass dies die enorme Anziehungskraft der Bewegung um den Hambacher Wald ausmacht: Hier fühlen sich Menschen selbstwirksam in ihrer Tätigkeit für eine enkeltaugliche Zukunft. Sie fühlen sich mit anderen, der Natur und damit auch mit sich selbst verbunden. Der erste Anreiz, sich im Hambacher Wald zu engagieren, beruht zwar häufig auf Frustration und Wut. Die Motivation zu bleiben beruht aber auf dem, was diese Menschen dort finden: Eine Alternative zu den Unterdrückungsmechanismen dieser Gesellschaft …“  weiterlesen

GOLD!

aus der Kolumne Finanz & Eleganz

Gold verkörpert seit Jahrtausenden ein Wertversprechen. Es spielt in fast jeder Religion eine Rolle und war immer wichtig als Material der sakralen wie profanen Kunst; es ist ein letzter Wert-Anker in den Tresoren der Zentralbanken und gilt als der klassische Schutz vor Inflation. Ein Laib Brot kostet in Gold ungefähr das Gleiche wie vor 3000 Jahren. Welcher monetäre Wert könnte da mithalten? Bernd Villhauer über Glanz und Gehalt des beliebten Edelmetalls. weiterlesen