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Die Zukunft ist offen – Leserbrief

Photo by Jaromír Kavan on Unsplash

 

Leserbrief: Die Zukunft ist offen

Mich beschäftigt das Thema „Krise“ , „Gesellschaftlicher Wandel“ und „Umbruch“ seit einigen Jahrzehnten und ich habe in dieser Zeit viel gelesen, selbst geschrieben und mit verschiedenen Menschen gesprochen. Das wir uns in einer sehr weitgehenden Krise befinden, ist vielen Vordenkern bereits seit Ende des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts bekannt. Auch wenn nicht immer die angemessene Deutung stattgefunden hat, waren es doch hellsichtige Menschen, die gesehen und/oder gespürt haben, dass etwas Neues am Entstehen ist.

Der letzte Schub solcher Visionäre gab es in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts im Rahmen des „New Age“. Auch wenn unter diesem Segel viel Esoterik und Kaffeesatzleserei stattgefunden hat und eine Menge Unsinn verbreitet worden ist, gab es durchaus ernstzunehmende Stimmen, die den Mut hatten, über den Tellerrand hinauszudenken und neue Zugänge zur Wirklichkeit zu ertasten. Mich haben diese Visionäre sehr angesprochen, nicht weil sie immer richtig gelegen hätten, sondern weil sie mit ihrem Mut zur Alternative inspirierend waren. Die Zukunft ist offen – Leserbrief weiterlesen

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14 Thesen zur Digitalisierung – von Felix Sühlmann-Faul

14 Thesen zur Digitalisierung

von Felix Sühlmann-Faul

Unter Digitalisierung wird – je nach Kontext – immer etwas anderes gemeint und verstanden. Unzählige Aspekte, Folgen, Veränderungen und Möglichkeiten des digitalen Wandels werden bedacht. Trotzdem bleiben blinde Flecken, die bislang in Diskussionen gemieden werden.

Diese blinden Flecken der Digitalisierung sichtbar zu machen und etwas Ordnung in das allgemeine Wirrwarr höchster Erwartungen und schlimmster Befürchtungen zu schaffen, war das Anliegen des Techniksoziologen Felix Sühlmann-Faul mit seinem Buch Der blinde Fleck der Digitalisierung, das im September erschienen ist. Da zudem das Thema Nachhaltigkeit viel zu häufig übersehen wird, widmet er sich, gemeinsam mit dem Koautor Stephan Rammler, der Frage: Wie lassen sich Nachhaltigkeit und digitale Transformation in Einklang bringen? 14 Thesen zur Digitalisierung – von Felix Sühlmann-Faul weiterlesen

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Eine Kritik der Konsensdemokratie – von Kevin-Leon Kerk

Eine Kritik der Konsensdemokratie

Die Begrenzung der politischen Handlungsfähigkeit durch den Konsens

Von Kevin-Leon Kerk

In den öffentlichen Debatten wird fortwährend eine Krise der Demokratie thematisiert. Unzählige globale Krisen – längst vermeidbare absolute Armut, der Klimawandel, die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und des Planeten Erde, sowie zunehmende Ungleichheiten – scheinen sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene schwerer bis gar überhaupt nicht lösbar zu sein. Bei allen Antworten, die im breiten – und doch schmalen – politischen Spektrum im Hinblick auf die diversen Krisen formuliert werden, bleibt ein Punkt weitgehend unberührt: Der herrschende Grundkonsens. Jeglichen Inhalten, die diesem zugrunde liegen, wird die Thematisierung in sämtlichen Instanzen untersagt. Ich möchte versuchen, kurz darzulegen, inwiefern die Ursachen der Krise der Demokratie und ihrer Handlungsfähigkeit in einem fehlerhaften Verständnis von Demokratie, welches zu dominieren scheint, liegen. Eine Kritik der Konsensdemokratie – von Kevin-Leon Kerk weiterlesen

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Mentale Infrastrukturen, gesellschaftliche Naturverhältnisse und Postwachstum

Leserbrief

von Christoph Maria Sanders (Konzeptwerk Neue Ökonomie)

Mentale Infrastrukturen sind unbewusste und tief verinnerlichte psychologische, soziale und kulturelle Strukturen, die unser Denken und Handeln prägen. In der westlichen Moderne sind diese maßgeblich von der Vorstellung eines erfüllten Lebens geprägt: Für uns ist ein gutes Leben ein Leben, in dem wir möglichst viele Angebote der Welt umfassend ausgekostet haben. Dies verlangt aber die Steigerung unseres materiellen und immateriellen Konsums sowie der Zunahme und Beschleunigung unserer Aktivitäten, weshalb sich unsere mentale Infrastrukturen und das Paradigma des Wirtschaftswachstums gegenseitig bedingen. Mentale Infrastrukturen, gesellschaftliche Naturverhältnisse und Postwachstum weiterlesen

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Leserbrief zu Dirk Elsner „Komplexität in der Wirtschaftspraxis – kein Entkommen aus der Zwickmühle?“

Leserbrief

zu Dirk Elsner „Komplexität in der Wirtschaftspraxis – kein Entkommen aus der Zwickmühle?“

Der Artikel geht am Wesentlichen der „Komplexität in der Wirtschaftspraxis“ vorbei.
Es ist nicht Hauptaufgabe des Unternehmers, Risiken abzuschätzen oder zu vermeiden. Es ist nicht die Aufgabe, Komplexitäten zu erklären oder zu beschreiben. Es ist nicht die Aufgabe, „komplexe Systeme und Sachverhalte in ihrer Gesamtheit zu erfassen“. Es geht nicht um Planbarkeit und Berechenbarkeit. In der Forschung an den Universitäten und in manchem Großunternehmen gibt es durchaus diese kritisch angemerkten Fehlentwicklungen.
Das Hauptthema der „Wirtschaftspraxis“ ist nicht, sich gegen „Risiken abzusichern“, sondern Chancen, Möglichkeiten wahrzunehmen. Es geht darum, handlungsfähig zu sein. Es geht darum, mit den vorhandenen bekannten und unbekannten Komplexitäten umzugehen, sie zu bewältigen oder, wenn irgend möglich, sie zu vermeiden oder zu reduzieren. Leserbrief zu Dirk Elsner „Komplexität in der Wirtschaftspraxis – kein Entkommen aus der Zwickmühle?“ weiterlesen