Wer steckt dahinter

Die Magazinmacher

Frank Augustin

geboren 1970, hat Geschichte und Philosophie studiert und war danach Redakteur beim Journal für Philosophie der blaue reiter. Kapitalismus ist für ihn primär ein kulturelles und weniger ein wirtschaftliches Phänomen. Seiner Lebensgrundlage, dem festen Glauben an die segensreiche Kraft von Wachstum und Fortschritt, entzogen, geht es im Kapitalismus inzwischen nur noch um ein leeres Mehr des Geldes und um die Gleichschaltung aller Lebensbereiche unter quantitativen Gesichtspunkten. Franks Frage ist: Kann die sogenannte Normalität noch verrückter werden?

„Philosophie ist mutiges Denken, also ein Denken, das von falschen Vorstellungen befreit und ins Offene weist. Und sonst? Der sogenannte Alltag ist das größte Abenteuer, gerade mit Kindern, den Tod muss man nicht fürchten und das Leben ist schön.“

Wolfram Bernhardt

geboren 1983, nahm mit 15 an seinem ersten Börsenspiel teil, investierte mit 18 sein erspartes Geld am Neuen Markt und sah es sich kurze Zeit später in Luft auflösen. Durch sein Studium der Betriebswirtschaftslehre in Frankfurt/Oder, Cuernavaca/Mexiko und Friedrichshafen trug ihn noch die Faszination für das große Geld und komplexe Finanzprodukte. Dann gewannen Fragen wie „Wie viel ist genug?“, „Wozu wirtschaften wir überhaupt?“ an Relevanz, so dass er das Magazin agora42 mitgründete. Er fragt sich: Was ist die Krise und wer sind wir danach?

„Was bedeutet Wohlstand? Kann es sein, dass wir Wohlstand auch ganz anders deuten können als wir es bislang taten? Denn eines sicher: Das Ende der Welt, wie wir sie kennen, ist nicht das Ende der Welt. Eine neue Welt ist gerade im Entstehen und es liegt an uns, sie zu gestalten.“

Tanja Will

geboren 1985, studierte Soziologie, Ethnologie sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Göttingen und Leipzig. agora42 fiel ihr erstmals bei Freunden in die Hände. Angetan von der Lebensnähe und dem Alltagsbezug des Magazins verließ sie kurzerhand den Universitätsbetrieb und zog 2013 von Kassel nach Stuttgart, um die Redaktion zu unterstützen. Seitdem beschäftigen sie die Verquickungen von Individualität und Kultur, sowie der Umgang mit Sinnlosigkeit und Unsinn. Ihre Frage ist: Was bleibt, wenn nichts mehr sicher ist?

„Das hat doch niemand gewollt: Es sollte alles besser werden und nun ist alles langweilig oder gar existenziell bedrohend. Wir leben in einer spannenden Zeit des Umbruchs, in der die Widersprüche des menschlichen Daseins offen zu Tage treten. Jeder Fortschritt ist gleichzeitig ein Rückschritt. Wie gehen wir in Zukunft damit um?“

Redaktionelle Unterstützung

Peter Langkau

Durch mein Studium der Politik/Soziologie bin ich immer wieder mit der Philosophie in Berührung gekommen und habe mich dort zunehmend auf den Bereich der politischen Philosophie konzentriert: Was bedeutet Freiheit? Und welche Implikationen hat das jeweilige Freiheitsverständnis für Wirtschaft und Gesellschaft? Insbesondere die Fragen der Moralphilosophie haben mich immer begeistert und sind auch in meinem derzeitigen Studium ein ständiger Begleiter.
Für die agora42 übernehme ich mitunter kleinere Aufgaben – etwa im Rahmen von Kurzinterviews – und bleibe gespannt auf weitere interessante Beiträge und den offenen Austausch von Ideen.

Patricia Nitzsche

„Der Mensch ist ein mittelmäßiger Egoist. Selbst der Klügste nimmt seine Gewohnheiten wichtiger als seinen Vorteil.“ – Auch wenn ich mit dem hier Zitierten nur beinahe namensverwandt und auch kein Philosoph geworden bin, ist mein Interesse als Sozialwissenschaftlerin damit ganz gut umschrieben. Ich beschäftige mich also mit der Entstehung und Wirkungsweise des Gewohnten sowie mit den Bedingungen dafür, dass seine langfristige Veränderung als gesamtgesellschaftliche Bereicherung wahrgenommen werden kann.
Ich habe das Glück, fast von Anfang an Teil der agora42 zu sein und kümmere mich seitdem darum, dass aus Interviews lesbare Texte, aus Ideen neue Texte und aus Texten schönere Texte werden. Meine Themenschwerpunkte sind Abgrenzungsprozesse und alternative Wirtschafts- und Gesellschaftsentwürfe.

Lia Polotzek

Welche moralische Verantwortung haben eigentlich Unternehmen? Und wie können sie diese überhaupt wahrnehmen, in einem System, das von ihnen Profite fordert? Ist immer das System schuld? Das sind die Fragen, die mich seit meinem Philosophie-, Politik- und Wirtschaftsstudium nicht mehr loslassen. Bis jetzt habe ich mich dem Themenfeld Unternehmensverantwortung von der NGO-Perspektive aus genähert. Das hat mir geholfen, einige Antwortmöglichkeiten zu finden.
Bei der agora42 bin ich ganz neu und vielleicht begegnen mir ja hier auf dem Weg ein paar neue Anregungen zu meinen alten Fragen…

Leon Schmid

Die Wirtschaftswissenschaft ist eine ganz besondere Art von Wissenschaft, denn ihr Gegenstand, die Wirtschaft selbst, ändert sich infolge der wissenschaftlichen Beschreibung derselben. Theorie und Empirie stehen hierbei in einem eigentümlichen wechselseitigen Einflussverhältnis, weshalb eine ökonomische Theorie zumeist wirtschaftspolitische Forderungen und zugleich ihre eigene Obsoleszenz birgt. Die Reflexion auf die Wirtschaftspraxis und mithin die Reflexion auf die Wirtschaftswissenschaft hat demzufolge einen lebensweltlich überaus bedeutsamen, wirkungsvollen und zugleich fluktuierenden Charakter. Das macht für mich den Reiz an der agora42 aus und um diese Reflexionsprozesse anzustoßen und mitzuvollziehen, beteilige ich mich an diesem Projekt.

Fotografen

Janusch Tschech

Ich habe das Vergnügen die agora42 seit der Ausgabe Januar 2011 zu begleiten und die Interviews und Veranstaltungen fotografisch zu dokumentieren. Diese Tätigkeit begleitete mich während meines Kunststudiums in Karlsruhe und Wien und war auch eine starke persönliche Bereicherung. Der persönliche Einsatz der Macher ist enorm, die Gespräche sind kontrovers und unvermeidbar. In einer Gesellschaft, die sich den neuen Lebensformen und Anforderungen einfach nicht stellen will, ist agora42 ein Muss. Sonst ereilt uns, was George Orwell in 1984 schrieb:
„Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“
janusch-tschech.com

Grafik, Layout und Design

Isabelle Possehl

Seit 2010 begleite ich das Magazin gestalterisch und beobachte fasziniert dessen Entwicklung – wie bei einem Kind, das man aufwachsen sieht. Gleichzeitig durchlief ich mit Janina Schneider den Weg der Existenzgründung, der von der agora42 maßgeblich mit geprägt wurde. Gerne erinnere ich mich an die Zeiten, als wir uns die Nächte um die Ohren schlugen, indem wir versuchten alle Texte zu verstehen um Ihnen visuell gerecht zu werden – ich bezeichne diese Zeit heute noch als mein „Philosophie“-Studium. Leider gab es weder Prüfung noch Diplom, weshalb ich mich – wenn überhaupt – nur zu den Hobby-Philosophen zählen darf. Ansonsten bin ich als selbständige Diplom-Kommunikationsdesignerin eine der Köpfe von D M B O.

Janina Schneider

Mein Einstieg in das agora42 Team erfolgte zur „Zeit“-Ausgabe im Jahr 2010. Das Titelthema war und ist heute noch Programm. Viel Zeit zur Gestaltung der Ausgaben bleiben uns nicht, doch gerade dies ist eine gestalterische Herausforderung, die ich gerne annehme. Seitdem betreue ich gemeinsam mit Isabelle Possehl das Magazin mit viel Herzblut und Idealismus. Mein wichtigster Meilenstein in der Geschichte der agora42 war der Relaunch des Designs Ende 2012. Mit diesem Facelift hoben wir die agora42 sowohl gestalterisch als auch inhaltlich ein Level nach oben. Ein Erfolg der nicht nicht zuletzt der intensiven Zusammenarbeit und dem großen Vertrauen der Redaktion in unsere Arbeit geschuldet ist. Somit wuchs über die Jahre die agora42 nicht nur mir sehr ans Herz, sondern entwickelte sich auch zum „Herzstück“ von D M B O.

Korrektorat

Ana Kugli

Ana Kugli studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Soziologie. Sie promovierte 2004 an der Universität Karlsruhe mit einer Arbeit zu Bertolt Brecht, zu dem sie ein Lexikon sowie zahlreiche Artikel und Aufsätze veröffentlichte. Ein Zitat von Brecht versteht sie auch als persönliche Leitlinie: „Keinen verderben zu lassen, auch nicht sich selber / Jeden mit Glück zu erfüllen, auch sich, das / Ist gut.“
Unter dem Label Wortkultur ist sie seit 2004 als Texterin und Lektorin für Unternehmen und PR-Agenturen tätig. Für die agora42 schwingt Ana den Rotstift: Sie ist die Schlusskorrektorin des Magazins.

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Druck

Bechtle Druck

Die Geschichte von Bechtle beginnt im Jahre 1868 mit der Gründung der Eßlinger Zeitung. Heute beschäftigt das Medienunternehmen 380 Menschen in den Bereichen Zeitungsverlag, Zeitungsdruck und Akzidenzdruck.

Bei Bechtle Druck&Service arbeiten ca. 90 Mitarbeiter. Spezialisiert auf den hochqualitativen Rollendruck in niedrigen und mittleren Auflagen produziert Bechtle auf zwei 16-Seiten-Rotationsdruckmaschinen und einer Bogenmaschine Magazine, Zeitschriften, Kataloge und Beilagen. Als Full-Service-Dienstleister ist das Unternehmen auf die Gesamtherstellung von Printprodukten spezialisiert.