[Pressemitteilung vom 07. September 2026]
War Hegel ein Revolutionär oder ein Staatsphilosoph — und warum macht das heute noch einen Unterschied? Ist Liebe ein romantisches Versprechen oder bürgerliche Pflicht? Befreit uns KI oder kontrolliert sie uns? Und wer in unserer Gesellschaft hat die Macht zu hassen? Das Museum Hegel-Haus veranstaltet vom 18. – 21. September 2026 erstmals philosüd – Das Festival für urbane Philosophie – das erste und einzige Philosophiefestival Süddeutschlands. Vier Tage lang wird das Geburtshaus Georg Wilhelm Friedrich Hegels zum Ort des Streitens, Fragens und Begegnens. Mit dabei sind unter anderem Şeyda Kurt, Dorothea Winter, Emanuel Kapfinger, Rime Abd Al Majeed und Daniel Martin Feige.
Programm-Highlights im Überblick:
Der Berliner Philosoph Emanuel Kapfinger eröffnet das Festival mit der Frage, was aus dem Revolutionär Hegel wurde — und warum dieser Widerspruch zwischen radikaler Befreiung und Legitimation der Herrschaftsordnung bis heute nichts von seiner kritischen Energie verloren hat. Die Berliner Philosophin Dorothea Winter zeigt, dass nicht staatliche Überwachung, sondern digitaler Kapitalismus und Datenkolonialismus die eigentliche Bedrohung unserer Freiheit sind. Rime Abd Al Majeed, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leuphana Universität Lüneburg, fragt in ihrem Workshop, ob Liebe bei Hegel ein romantisches Versprechen ist — oder eine notwendige Kategorie des Bürgertums. Und der Ästhetikphilosoph Daniel Martin Feige (ABK Stuttgart) begleitet eine Filmvorführung von Michael Hanekes Caché mit einer philosophischen Nachbesprechung. Den Abschluss bildet ein Gespräch mit der Schriftstellerin und Publizistin Şeyda Kurt, deren Bestseller Radikale Zärtlichkeit und Hass. Von der Macht eines widerständigen Gefühls zeigen, dass unsere Gefühle keine Privatsache sind — und die im Gespräch mit Elena Kaifel, Leitung des Museum Hegel-Haus, fragt: Wer hat die Macht zu hassen?
Dazwischen: ein philosophischer Spaziergang durch Stuttgart, Workshops, Kurzführungen durch Hegels Geburtshaus — und ein DJ-Abend, der Raum lässt für Deep Talk. Die nötige Erfrischung hierfür stellt der Philosophie-Späti: Das Erdgeschoss-Fenster des Museum Hegel-Haus wird zum Kiosk des Diskurses. Die Devise lautet: Wer im Vorbeigehen eine kurze Antwort auf eine philosophische Frage wagt, zahlt mit Argumenten statt mit Euro – und bekommt dafür eine eiskalte Geist-Schorle für den Weg.
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Die philosüd – Das Festival für urbane Philosophie von studio geist im Museum Hegel-Haus
Datum: 18.- 21. September 2026, Ort: studio geist / Museum Hegel-Haus, Eberhardstraße 53, 70173 Stuttgart, Eintritt: frei (ohne Anmeldung – first come, first served), www.museum-hegel-haus.de
Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Dieser Text wurde geschrieben von:

Museum Hegel-Haus
Das Museum Hegel-Haus setzt sich im Geburtshaus Hegels alsauthentischer Ort mit der Person, mit dem Werk und dem Denken Hegels auseinander. Besucher*innen können sich hier mit der Biographie des größten Stuttgarter Denkers, mit seinem für die Philosophie überhaupt zentralen Werk und seinem idealistischen Denken an sich beschäftigen. Die regionale wie internationale Bedeutung des Philosophen Hegel – vom bedeutendsten Denker Stuttgarts zu dem vielleicht wirkungsvollsten Philosophen des 19. Jahrhunderts überhaupt – möchte das Museum den Besucher*innen nahebringen. Mit den Veranstaltungen, Workshops und Festivals in der Reihe „studio geist“ will das Museum Hegel-Haus frisches Denken, streitbare Debatten und popkulturelle Diskurse anstoßen. Das Museum Hegel-Haus ist Teil der Museumsfamilie des StadtPalais – Museum für Stuttgart.
Öffnungszeiten Museum: Montag bis Samstag von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, Eintritt: frei