2/2017 DIGITALISIERUNG

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In gewohnter agora42-Manier wird zunächst gründlich das Terrain zu sondiert auf dem wir uns bewegen: Warum digitalisieren wir Dinge? Und wie entstand die Idee der Trennung von Hard- und Software?
Der Ausblick in die zukünftige Welt der vernetzen Dinge, automatisierter Algorithmen und Blockchain-Technologien geht dann der Frage nach: Wo bleibt der Mensch? Und warum enden technische Zukunftsentwürfe immer in einer Dystopie?

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Beschreibung

Schon oft wurden wir gefragt, ob wir uns nicht mal eines Themas annehmen wollen, das heute in aller Munde ist: der Digitalisierung. Nun ist es endlich so weit und wir freuen uns, Ihnen mit der neuen Ausgabe außergewöhnliche und visionäre Perspektiven auf dieses Thema bieten zu können.

Sei es der Vergleich der Software mit Engeln (Rafael Capurro), die Rebound Effekte des „smart everything“ (Tilman Santarius) oder die Bestimmung der Geburtsstunde der künstlichen Intelligenz (Joachim Paul) – in dieser Ausgabe geht es nicht um die neuesten Technik-Wunder, sondern um das menschliche Leben in der technisierten Welt.

Heute kommt man um Themen wie Big Data, Internet der Dinge, Blockchain oder künstliche Intelligenz kaum herum. Es ist einfach faszinierend, welche Möglichkeiten die Technik heute bereithält. Inzwischen können Dinge faktisch miteinander verkoppelt werden, die man früher nicht einmal gedanklich in Verbindung gebracht hat – mit überwältigenden Möglichkeiten für Kommunikation, Forschung, Mobilität, Logistik und Produktion. Auch in philosophischer Hinsicht ist das Thema überaus reizvoll, stellen sich doch sogleich Fragen nach neuen Formen des Wirtschaftens, des gesellschaftlichen Zusammenlebens oder danach, welche Auswirkungen die technischen Entwicklungen auf die Freiheit des Menschen und dessen Selbstverständnis haben.

Eines sollte man sich jedoch stets vor Augen halten: Mit der Digitalisierung ist es wie mit dem Umweltschutz. Sie bleibt letztlich wirkungslos, solange der Kapitalismus den Rahmen vorgibt. Die Digitalisierung wird ad absurdum geführt: Muss sie sich Wachstums- und Profitzwängen beugen, wird sie nicht in den Dienst der Gesellschaft gestellt, sondern von den Interessen mächtiger Unternehmen bestimmt, dann öffnet sie keine neuen Freiräume, sondern spielt all jenen in die Karten, die sich aus Feigheit und Bequemlichkeit der (selbstgewählten) Alternativlosigkeit verschrieben haben.