3/2013 HOMO AUTOMOBILIS

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Bereits das Wort „Automobil“ birgt in seiner sprachlichen Hybridität (halb griechisch, halb Latein) eine gewisse Widersprüchlichkeit. Die Probleme des homo automobilis sind allerdings in erster Linie nicht lingual, sondern real.

Vorsprung durch Auto? Wie Auto ist die Wirtschaft?
Mobilität der Zukunft – nachhaltig, vernetzt, anders?
Ende eines Mythos? Change the Drive!

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Beschreibung

Wer das Auto nicht versteht, versteht die Zeit nicht, in der er lebt. Wie nichts anderes steht das Auto „als Symbol für die westliche Nachkriegsmoderne“ (Harald Welzer), für Freiheit, für Status, für Fortschritt und Wohlstand.

Aber es steht auch symptomatisch für die Ausweglosigkeit und Widersprüchlichkeit, in die sich die westlichen Gesellschaften in vielerlei Hinsicht hineinmanövriert haben. Man will auf nichts verzichten, aber gleichzeitig saubere Luft, die Ressourcen schonen und mehr Platz und Lebensqualität in den Städten. „Die automobilen Widersprüche sollen nicht etwa durch die Abschaffung des Autos oder zumindest die Eindämmung der Motorisierungswelle gelöst werden, nein, dem Auto wird stattdessen eine neue Rolle im zukunftsfähigen Mobilitätsmix zugeordnet.“ (Nora S. Stampfl) Dass in diesem Kontext auch die Automobilindustrie eine große Rolle spielt, deren wirtschaftliche Bedeutung Heinz-Rudolf Meißner für die agora42 eingehend untersucht hat, versteht sich von selbst.

Ist das Auto – und die Gesellschaft mit ihm – „mit Vollgas in eine Sackgasse gerauscht“, wie Matthias Penzel im Portrait schreibt (das dieses Mal, wie könnte es anders sein, dem Automobil gewidmet ist)? Oder ist es so wie Ferdinand Dudenhöffer im Interview sagt, dass das Auto nämlich immer wieder neu erfunden wurde und wir vielleicht bald schon alle emissionslos durch die Lande stromern? Oder stehen wir in Bezug auf Mobilität und der Art und Weise, wie wir wirtschaften und arbeiten, vor einem grundlegenden Wandel, wie Frithjof Bergmann und Katrin Steglich zu bedenken geben?