Hobbes als Chef? Oder: Freiheit auf Betriebsebene

Wer über Freiheit nachdenkt, denkt oft über das Verhältnis des Individuums zum Staat nach, über Regeln und Möglichkeitsräume der Individuen in der Gesellschaft. Zu selten richtet sich der Blick auf die Verhältnisse in den Betrieben. Es sind aber gerade diese Verhältnisse, die für unsere Lebensgestaltung entscheidend sind.
Macht, Geschichte, Demut – Die Misere der Ökonomik

Angus Deatons in der März-Ausgabe des angesehen Wirtschaftsmagazins Finance & Development erschienener Artikel „Rethinking my Economics“ liest sich wie ein Bekenntnis. Der Inhaber des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften 2015 stellt darin liebgewonnene Überzeugungen des ökonomischen Mainstreams in Frage. Möglicherweise beginnt er aus diesem Grund mit der vorsichtigen Ankündigung, es könne eine gute Sache sein, die eigenen […]
Märkte, Macht und Mikrokämpfe: Interview mit Joseph Vogl

Wir werden den Kapitalismus nicht loswerden, denn der Kapitalismus sei kein System, sagt der Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft Joseph Vogl. Der Kapitalismus sei viel mehr ein Konglomerat aus den unterschiedlichsten Bestandteilen. Das heißt, es gibt nicht den einen Ansatzpunkt, an dem dieses System auszuhebeln wäre. Die gute Botschaft: Man kann hier und dort eingreifen. […]
„Revolution ist, wenn vorher Undenkbares selbstverständlich geworden ist“: Interview mit Eva von Redecker

agora42: „Der Kapitalismus zerstört das Leben“ – dieser Satz findet sich gleich auf der ersten Seite Ihres Buches Revolution für das Leben. Was ist Kapitalismus und was macht ihn so zerstörerisch? Eva von Redecker: Ich finde die gängigen Definitionen von Kapitalismus nicht falsch – Privatbesitz an Produktionsmitteln zum Beispiel –, definiere ihn aber selbst anders: […]