1/2021 WAHRHEIT & WIRKLICHKEIT

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Ausgabe 1/2021

WAHRHEIT & WIRKLICHKEIT

Wie es in Wahrheit um die Wirklichkeit bestellt ist, das kann einem meistens ziemlich schnuppe sein – so lange jedenfalls, wie es in der Gesellschaft einigermaßen läuft und keine existenziellen Bedrohungen in Sicht sind. Beides ist jedoch ganz offensichtlich nicht mehr der Fall, und deshalb ist nun Nachdenken angesagt. Nachdenken im eigentlichen, im philosophischen Sinne hat weniger mit Intelligenz oder Muße zu tun, als mit Mut.

Daher laden wir mit unserer Ausgabe 1/2021 dazu ein, mutig der WAHRHEIT & WIRKLICHKEIT unserer Lage zu begegnen.

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Beschreibung

Im TERRAIN-Teil fragt BERNHARD MALKMUS, warum wir auf eine zunehmend bedrohliche Wirklichkeit mit einem „Weiter-so“ antworten, LIA POLOTZEK prüft den Realitätsgehalt der so genannten „Realwirtschaft“, KATHRIN HARTMANN nimmt das „Engagement“ der selbsternannten weltgrößten NGO, Unilever, unter die Lupe und ULRIKE HERRMANN skizziert, wie eine klimaneutrale Wirtschaft wirklich aussehen würde. Im PORTRAIT stellt ENEIA DRAGOMIR dar, was das Buch Die Grenzen des Wachstums jenseits des zum Slogan geronnenen Titels zu bieten hat.

Anstelle eines INTERVIEWS lassen wir in dieser Ausgabe die fünf Referent*innen zu Wort kommen, die im Oktober dieses Jahres auf der PAЯADOX • 2020 zum Thema der Ausgabe gesprochen haben: ERNST ULRICH VON WEIZSÄCKER über die Wirklichkeit einer „vollen Welt“, DANIEL GOLDSCHEIDER über ökologische Fußabdrücke und die eigentlichen Quellen glücklichen Lebens, MONIKA GONSER über die unterschiedlichen Wirklichkeitswahrnehmungen in Zivilgesellschaft, Staat und Wirtschaft, SEBASTIAN OSTRITSCH über die „Wahrheit und das Absolute“ und HANNA NOLLER über die wirkliche „Aktivierung“ der Bürger*innen jenseits ihrer bloßen Beteiligung an der Gestaltung städtischer Lebensräume.

Im HORIZONT-Teil machen OLIVER RICHTERS und ANDREAS SIEMONEIT die „Materialblindheit“ unseres Verständnisses von Innovation sichtbar, FRIEDERIKE GRÄFF öffnet uns die Augen für das subversive Potenzial des Schlafens und Wartens, TIMO RIEG fordert dazu auf, das Grundeigentum und die Fesseln, die es den Allermeisten anlegt, zu überwinden und FRANK AUGUSTIN weist gut hegelianisch darauf hin, dass Widersprüche nicht einfach nur ertragen werden müssen, sondern auch den Weg ins Neue weisen.

In unserer neuen Rubrik ZUKUNFT FÜR ALLE (in Zusammenarbeit mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie in Leipzig) skizzieren NINA TREU und KAI KUHNHENN Wege zu neuen Wirtschafts- und Lebensweisen, in der wiederbelebten Rubrik FRISCHLUFT stellt JULIA SCHMID die Forschung zu Narrativen der Wirtschaftswissenschaften am Beispiel der Kritik Marianna Mazzucatos am falschen Bild des „unproduktiven Staates“ dar. „WOZU KUNST?“ haben ALMUT BENKERT und JANUSZ CZECH die Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg PETRA OLSCHOWSKI gefragt. Im Gespräch geht es um die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst und um die aktuelle Lage vor allem der freischaffenden Künstler*innen. In seinem neusten GEDANKENSPIEL wirft KAI JANNEK einen Blick auf die smarte Zukunft der Pandemiebekämpfung.