Cover der Ausgabe 3/2022 – Wann beginnt die Revolution?

Die aktuelle Ausgabe:

REVOLUTION

Lassen sich die gewaltigen Herausforderungen, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist, mit Reformen meistern? Oder muss sich unsere Art und Weise zu leben und zu wirtschaften fundamental verändern, um wieder zukunftsfähig zu werden? Braucht es also eine Revolution? Nur eine oder viele? Gibt es Gestaltungsmöglichkeiten „zwischen“ Reform und Revolution? Sind Revolutionen zum Scheitern verurteilt? Welche Form muss eine zeitgemäße Revolution annehmen?

Die neue Ausgabe ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Aus der aktuellen Ausgabe:

Cover-Illustration der Ausgabe 3/2022 – REVOLUTION

Editorial zur Ausgabe 3/2022

REVOLUTION

Von Frank Augustin

Keineswegs ist es so, dass eine Revolution nur ein mögliches Szenario darstellen würde – womöglich gar ein unwahrscheinliches. Tatsächlich ist die Revolution garantiert. Nicht etwa, weil mit einer politischen Radikalisierung der Bevölkerung zu rechnen wäre. Auch nicht, weil technische Erfindungen und Weiterentwicklungen unser Leben revolutionieren würden. Nein, einfach deshalb, weil Revolutionär*in werden muss, wer überleben will. Denn unter der Maßgabe dessen, was heutiges Leben bestimmt – Erwerbsarbeit, Produktion zu Profitzwecken, Technikfetischismus, Physikalismus, fehlgeleiteter Konsum – ist man weder in der Lage, die Lebensgrundlagen zu schützen noch das Leben lebenswert zu gestalten. weiterlesen
Bibliothek

Gegen die Banalisierung der Philosophie

Interview mit Roxana Rentsch & Lukas Kiemele | Narabo Podcast

„Unser ‚Philosophieren‘ ist in erster Linie kritisches Hinterfragen, also die Prüfung von Gründen und Annahmen, von denen man oft zu leichtfertig ausgeht. Meistens führt dies dazu, dass wir für uns angesichts der Komplexität vieler Probleme jeweils keine klare Position und kein abschließendes Urteil bilden. Das halten wir im Kontrast zu dem, was in öffentlichen Diskussionen in der Regel als Philosophie daherkommt für besonders wichtig. Was diesen Punkt betrifft, sehen wir die Entwicklungen natürlich kritisch und vermissen eine Gegenbewegung, die sich der Banalisierung von Philosophie über die Universität hinaus entgegenstellt.“ weiterlesen
Ein schlafender Waschbär

Freiheit für Fortgeschrittene: Schlafen und Warten

Von Friederike Gräff

„Schlaf bedeutet einen Kontrollverlust, für den man keine Zeugen haben möchte. Wer schläft, bestimmt nicht mehr darüber, was um ihn herum passiert, er oder sie bestimmt nicht einmal mehr über sich selbst. In unseren Träumen sind wir wehrlos Stücken ausgesetzt, in denen wir nicht die Regie führen, und wer weiß, vielleicht erleben wir dabei eine Verletzlichkeit, auf die wir gar keinen Wert legen.“ weiterlesen
Hochhäuser

Die Passive Revolution der Finanzbranche

Gastbeitrag von Kai Benedikt Schumann

„2008 und die Folgejahre stellten in Bezug auf die Investmentstrategie und die Risikobereitschaften einen Wendepunkt dar. Deutlich wird dies vor allem bei der Betrachtung des größten Finanzmarktes der Welt, den der USA. Sowohl private als auch institutionelle Anleger*innen fragten in Folge der Finanzkrise nach risikoärmeren Anlagemöglichkeiten mit einer breiteren Diversifikation. Aktiv gemanagte Fonds mit einer kleineren Anzahl an Portfoliopositionen und höheren Fixkosten wurden dadurch immer unbeliebter, was zu deutlichen Kapitalabflüssen führte.“ weiterlesen
Illustration "Zukunft Für Alle"

Ein Besser-als-Bisher reicht nicht aus

Interview mit Mia Smettan & Ruth Krohn | Konzeptwerk Neue Ökonomie

„Mit ihrer Klimapolitik holt die Ampel eine längst überfällige ökologische Modernisierung der deutschen Wirtschaft nach. Damit ist die Klimapolitik Deutschlands zwar ambitionierter als jemals zuvor, aber gleichzeitig vollkommen unzureichend, um die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten. Denn ein Besser-als-Bisher reicht angesichts der sich zuspitzenden und weit fortgeschrittenen Klimakatastrophe nicht aus.“ weiterlesen
Walter Benjamin

Revolution als Notbremse – Walter Benjamin

Von Eneia Dragomir

„In seinen Thesen Über den Begriff der Geschichte stellt Benjamin einen historischen Materialisten vor, der mit diesem Fortschrittsoptimismus radikal bricht, der sich am ‚Bild der geknechteten Vorfahren, nicht am Ideal der befreiten Enkel’ orientiert. Benjamins Subjekt der historischen Erkenntnis ist materialistisch in der Analyse, aber messianisch in der Strategie: Es geht ihm um die Erlösung der Gegenwart und der Vergangenheit. Von dieser lässt er sich nicht durch eine mögliche Zukunft ablenken.“ weiterlesen

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