Das Magazin

Das Magazin

agora42 ist das philosophische Wirtschaftsmagazin, das in Stuttgart erscheint und 2009 gegründet wurde. Seit Dezember 2010 unterstützt der Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht das Magazin als Mitherausgeber und Beirat. 2011 wurde agora42 mit dem Titel “Kultur- und Kreativpilot” von der Bundesregierung ausgezeichnet.

Die Magazinmacher

Wolfram Bernhardt, Tanja Will und Frank Augustin sagen: „Wir machen agora42, weil wir die Zeit verstehen wollen, in der wir leben. 2008 brachte die Finanz- und Wirtschaftskrise alle Grundsätze ins Wanken, die bis dahin als sicher galten. Lange Zeit haben sich die Menschen an ökonomischen Kriterien ausgerichtet. Aber Wirtschaft kann die Gesellschaft nicht leiten, sie muss selbst angeleitet werden. Wir stehen also vor der Aufgabe, Wirtschaft und Gesellschaft neu zu erfinden.“

Wolfram Bernhardt Tanja Will Frank Augustin
Die Überzeugung, mit technologischen Innovationen wirtschaftliches Wachstum generieren und so immer mehr Menschen zu Wohlstand verhelfen zu können, bröckelt. Das Wohlstandsversprechen ging einher mit dem Glaube an echte Demokratie und eine freie Gesellschaft. Heute scheinen all diese Leitbegriffe zur Disposition zu stehen. Worin besteht noch echter Fortschritt? Wie gelingt der Übergang zu einer Wirtschaft ohne Wachstum? Bedeutet Wohlstand etwas anderes, als ein steigendes BIP?
Dass sich Ökonomen kaum noch für Philosophie, Philosophen kaum mehr für Ökonomie interessieren, ist ein gesellschaftliches Fiasko. Die agora42 bietet eine ganz hervorragende Plattform für Positionen und Theorien, Austausch und Streitkultur, Hintergrundwissen und Visionen.

Richard David Precht – Beirat

Die Tatsache, dass „wir nicht umhin kommen zu erkennen, dass der Kapitalismus Eigenschaften hat, die der Demokratie schaden“ (Ernst Ulrich von Weizsäcker), zeigt, dass es längst nicht mehr nur um die Frage geht: Umwelt oder Wirtschaft, sondern eben auch Kapitalismus oder Demokratie.
Folglich geht es heute darum das Reich der Vorstellung von Vorurteilen und Dogmen zu befreien und so begreifbar zu machen, dass die Ökonomisierung aller Lebensbereiche unter der Maßgabe dauerhaften ökonomischen Wachstums nicht unser Schicksal, sondern unsere Herausforderung ist. Die Krise von 2007/08 war nicht nur eine weitere Krise, eine Krankheit, die man bald überstanden hat. Vielmehr läutete sie einen Epochenwechsel ein.
Es ist an der Zeit, Wirtschaftsphilosophie zu betreiben. Das klingt groß und überbordend. Aber eben dafür ist die Philosophie tauglich – indem sie die Ökonomie als Ökonomie ernst nimmt, nicht kulturell denunziert, sondern in ein Gespräch auf Augenhöhe geht.

Birger P. Priddat – Beirat

agora42 schließt die Lücke zwischen Ökonomie und Philosophie, macht Zusammenhänge deutlich und gibt Raum für drängende Fragen in turbulenten Zeiten. Dazu befasst sich das Magazin mit den großen ökonomischen und gesellschaftlichen Themen wie zum Beispiel Wohlstand, Wissen, Wachstum, Existenz, Gerechtigkeit, Fortschritt, Nachhaltigkeit, Arbeit oder Freiheit – mit jenen Themen also, die verstärkt in den Blickpunkt öffentlichen Interesses rücken.

agora42 richtet sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern ist vor allem eins: verständlich. In Zeiten, in denen immer wieder von Alternativlosigkeit und Komplexität die Rede ist, wollen die Magazinmacher zeigen, dass sich der Sinn und Zweck des Wirtschaftens neu bestimmen und sich die Gesellschaft anders denken und gestalten lässt.