Cover der Ausgabe 4/2020

Die aktuelle Ausgabe: SOLIDARITÄT IN PREKÄROTOPIA

Die neue Ausgabe der agora42 widmen sich der Solidarität als der eigentlichen Grundlage unserer Lebensweise und der drohenden Gefahr sich ausweitender sowie verstärkender Prekarisierung. Sie widmet sich aber auch der Neubuchstabierung, Ausweitung und Intensivierung von Solidarität.

Die neue Ausgabe ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Cover-Illustration der Ausgabe 4/2020

Editorial der Ausgabe 4/2020 SOLIDARITÄT IN PREKÄROTOPIA

Von Frank Augustin

Man darf angesichts des gewaltigen Umbruchs, den das Ende des Kapitalismus bedeutet, mit einer Solidarität rechnen, die auf Abwehr und Angst gründet. Wie wäre dies zu verhindern? Durch echte Solidarität, also die Solidarität zwischen Freien und Gleichen. Das erfordert, andere wie Erwachsene zu behandeln und ihnen etwas zuzutrauen – beispielsweise den kalten Entzug von alten Gewohnheiten und den Verzicht auf „Meins!“. Menschliches Dasein ist grundlegend prekär: Das Leben hat keinen übergeordneten Sinn, es gibt keine völlig gerechte politische Ordnung, wir alle werden sterben. Darauf sollten wir nicht mit Angst, Resignation oder Hass reagieren, sondern mit Mut, Lebensfreude und Solidarität. weiterlesen
Gartenarbeit

Arbeit als Schlüssel der Transformation der Wirtschaft

Rezension des Buchs Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft

Von Sarah Mewes | Gastbeitrag

Gesellschaften überall auf der Welt suchen nach einem Weg einen nachhaltigen Wandel einzuleiten. VertreterInnen der Postwachstumsökonomie, wie die HerausgeberInnen des Buches „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“ Angelika Zahrnt und Irmi Seidl, nehmen die Problematik des Wirtschaftswachstums zum Ausgangspunkt ihrer Nachhaltigkeitsüberlegungen. Endloses Wachstum auf einem endlichen Planeten ist nicht möglich. Klingt einleuchtend. Aber gilt das auch im Sozialen? Welche Auswirkungen hat eine nachhaltige Abkehr vom Wachstumsdruck auf die Welt der Arbeit? weiterlesen
Wäscheklammern

Die Umwelt retten: Keine Held*innentat, sondern Selbsterhaltung

Von Ramona Schmidt | Netzwerk Plurale Ökonomik

Es geht also nicht um Held*innentum, sondern um Selbsterhaltung und die Sicherung unserer Existenzgrundlagen. Damit uns das gelingen kann, brauchen wir nicht nur eine CO2-Steuer und ein Inlandsflugverbot, wir müssen viel eher unser Denken und unsere Perspektive auf die Welt hinterfragen, denn dass wir uns sprachlich und damit auch gedanklich von unserer „Umwelt“ trennen, ist ein Problem. Wie wir uns verhalten und was wir überhaupt als mögliche Handlungsoptionen wahrnehmen, ist abhängig davon, nach welchen Denkmustern wir die Welt erfassen. weiterlesen
Krankenhäuser: für die Menschen oder für Profite?

„Um welches Ziel es in der Ökonomie geht, ist also bestimmbar“

Fragen an Katrin Hirte

Die Corona-Krise zeigt, „dass eine Oikonomia ursprünglich dazu diente, das Bewirtschaften sozial zu regeln und nicht den Gelderwerb. Krankenhäuser z.B. wurden also für den Menschen errichtet und nicht zum Ziel des maximalen Gelderwerbs. Um welches Ziel es in der Ökonomie geht, ist also bestimmbar, während die heute geltende Ökonomik vermittelt, dass man auf diese Unterscheidung verzichten könne, da es in der Ökonomie (nur) um Erwerb an sich gehe.“ weiterlesen
Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Georg Wilhelm Friedrich Hegel – Widerspruch, Geist und Freiheit

Von Sebastian Ostritsch

Hegels Dasein als schwäbischer Preuße zeugt von einer uns allen vertrauten, bei näherer Betrachtung aber verblüffenden Eigenheit unseres Lebens als Personen: Wir sind in der Lage, nicht nur höchst Unterschiedliches, sondern auch Gegensätzliches zu einer biographischen Einheit zu verschmelzen. Diese versöhnende Kraft ist Signum dessen, was Hegel „Geist“ nennt. Hegels „Geist“ ist kein Gespenst, keine transzendente Größe, nichts außerhalb der Welt oder unserer selbst. „Geist“ meint vielmehr das uns allen bekannte Phänomen, dass wir den zufälligen Umständen unserer Existenz nicht wehrlos ausgeliefert sind. weiterlesen
Schirme

Wir sind nur so sicher wie die Schwächsten unter uns

Fragen an Dr. Mira Bierbaum, Thomas Gebauer und Nicola Wiebe

„Wenn die COVID-19-Pandemie der Welt eine Botschaft vermittelt hat, dann die, dass wir nur so sicher sind wie die Schwächsten unter uns. Wenn ein Land das Virus nicht eindämmen kann, steigt das Risiko auch in anderen Ländern. Doch mit Ausnahme der Länder, die über robuste und umfassende soziale Sicherungssystem verfügen, kämpfen viele darum, das Leben und die Lebensgrundlagen aller Betroffenen zu sichern.“ weiterlesen

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