Cover der Ausgabe 3/2021

Die aktuelle Ausgabe:

DAS GUTE LEBEN

Was ist das? Was gehört dazu? Was steht ihm im Weg? Wie wird es allen zugänglich? Und vor allem: HER DAMIT!
Die neue Ausgabe von agora42 widmet sich dieser alten Frage, die aber in einer Zeit, in der sich unsere Lebensweise ändern muss, wichtiger ist denn je.

Die neue Ausgabe ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Cover-Illustration der Ausgabe 3/2021

Editorial zur Ausgabe 3/2021

DAS GUTE LEBEN – HER DAMIT!

Von Frank Augustin

Unser eigener Wille, eine Welt aufrechtzuerhalten, die sich überlebt hat, ist zu unserem größten Gegner geworden. Denn was das gute Leben bringen sollte – BIP-Wachstum, Mehrung materiellen Wohlstands, Priorisierung naturwissenschaftlich-funktionalen Denkens, Steigerung der Aktivität – ist in fataler Wendung zur Bedrohung unserer Lebensgrundlagen und unseres Lebenssinns geworden. Wo seid ihr geblieben, Freiheit, Mut, Liebe, Lebensfreude, Charakterstärke, Überzeugung, Hingabe, Großzügigkeit, Fairness, Gemein- und Eigensinn? weiterlesen
müllcontainer

Dr. Leistung

Von der Redaktion | Aus dem Archiv

Es wäre vielleicht angebracht, die deutsche Gesellschaft einmal für eine Weile im eigenen Dreck versinken zu lassen, damit deutlich wird, dass die sogenannten Leistungsträger nicht zwangsläufig mit Anzugträgern gleichzusetzen sind. Leider ist das Szenario, in welchem alle Müllbeseitiger, Putzkräfte und Kanalarbeiter geschlossen die Arbeit niederlegen, ziemlich unrealistisch, schließlich steht dank des Konkurrenzprinzips immer genug Reserve bereit, die den Job übernehmen würde. Das Wissen um die eigene Austauschbarkeit behindert die Solidarität. weiterlesen
Bücher

Kritische Theorie und Philosophie

Interview mit Frieder Vogelmann

„Mich selbst interessiert Horkheimers Text als Beitrag zur „politischen Epistemologie“ – einem Ansatz, der die Möglichkeit von Erkenntnis nicht unabhängig von den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen begreift. Die politische Epistemologie geht davon aus, dass Erkenntnis- und Gesellschaftstheorie notwendig verschränkt sind, da weder die eine noch die andere unabhängig erfolgreich sein kann. Horkheimers Kritik der „traditionellen Theorie“ im ersten Drittel seines Aufsatzes liefert für die Notwendigkeit dieser Verschränkung immer noch gute Gründe, weil er eindrücklich darauf hinweist, wie sehr sich Wissenschaften missverstehen, wenn sie glauben, dass ihre Praktiken und Resultate von den gesellschaftlichen Strukturen – ökonomische, politische, kulturelle etc. – unabhängig sind.“ weiterlesen
Konterfei von George Floyd auf einem Pappschild

Ökonomie der Diskriminierung

Steffen Haag und Elena Goschin | Netzwerk Plurale Ökonomik

Die gängige gegenwärtige Forschung in der VWL reduziert rassistische Diskriminierung auf ein individuelles Problem, als „persönlichen Geschmack“ oder als ökonomisch verständliches Vorurteil und begreift daher Rassismus in seiner strukturellen Form nicht. Rassismus hierarchisiert zwischen Menschengruppen, funktioniert als Herrschaftsverhältnis und wirkt durch strukturelle Ausgrenzung. Über dessen lange Geschichte in der kolonialen Vergangenheit Europas, verliert die moderne VWL kein Wort. Viel lieber vertieft sie sich in einer mathematisierten Modellwelt und abstrakten formalisierten Gleichungen. weiterlesen
Gesperrte Sitzreihen

Den Möglichkeitssinn stärken

Gastbeitrag von Lars Hochmann

Die Pandemie lehrt uns Sehnsucht. Das Virus legt offen, was es heißt, uns nach einer sicheren und souveränen Versorgung mit alledem zu sehnen, was zu einem gelingenden Leben gehört: Sicherheit, Begegnung und Austausch etwa; Theater, Clubs und Festivals; Flurgespräche, Restaurants und (Im)Mobilität. Zurück zum Alten, heißt es dieser Tage wiederholt. „Wie wollen wir leben?“, sollte es statt dessen heißen. weiterlesen
Pappschild mit klimapolitischer Forderung: "CLIMATE JUSTICE NOW!"

Wir brauchen den Schritt von Klimawahlen zu Klimagerechtigkeitswahlen

Interview mit Lucia Parbel, Moritz Riedacher und Nisha Toussaint-Teachout | Fridays for Future Stuttgart

„Jede ernstzunehmende Partei wirbt mit irgendeiner Umwelt- und Klimathematik. Was wir brauchen, ist der Schritt von Klimawahlen zu „Klimagerechtigkeitswahlen“ und dann, notwendigerweise, zu Klimagerechtigkeitspolitik.“ weiterlesen

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