Cover von agora42 2/2024 WAS ZÄHLT?

Die aktuelle Ausgabe:

WAS ZÄHLT?

Indizes oder Statistiken, Rankings oder Quoten, Gewinne und Verluste – Zahlen sind allgegenwärtig, um sie dreht sich die (Wirtschafts-)Welt. Haben Zahlen eine zu große Bedeutung bekommen? Hängen wir einem Zahlenfetisch an? Müssen wir uns vom Zahlenregime befreien? Und wie sieht ein mündiger Zahlengebrauch aus?

Die neue Ausgabe ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Aus der aktuellen Ausgabe:

Cover von agora42 2/2024 WAS ZÄHLT?

Editorial zu Ausgabe 2/2024

WAS ZÄHLT?

Von Frank Augustin

„Was wirklich zählt, ist also, die Fähigkeit zu erwerben und den Mut aufzubringen, die Normalität zu hinterfragen und sich gegebenenfalls von ihr zu verabschieden. Also: Befreit euch. Von dem, was gerade zählt – und zählt selbst nach. Damit wir eine Zukunft haben.“ weiterlesen
Stechuhr

Endlich reden wir wieder über Arbeitszeitverkürzung

Von Lina Andres | Kolumne: Jenseits von Angebot & Nachfrage

„Die grundlegende Idee des Arbeitskampfes ist, dass Produktivitätszuwächse in Geld oder eben Zeit für arbeitende Menschen umgewandelt werden sollten, anstatt in Profite für Besitzende. Diese Idee als individuelle Wohlfühlforderung einer angeblich arbeitsscheuen Jugend darzustellen, ist ein Ablenkungsmanöver. Es geht hier nicht um Einzelinteressen einer bestimmten Gruppe. Es geht um nicht weniger als eine politische Utopie, die Lust auf die Zukunft macht.“ weiterlesen
Pfeile – Fortshritt oder Regression?

„Das Verändern verändern“

Interview mit Rahel Jaeggi

„Die Vorstellung aufzugeben, dass es besser werden könnte, wäre eine Blockade gesellschaftlicher Selbstverständigung. Hannah Arendt hat gesagt: „Man überlebt nie nackt.“ Man wird die großen, apokalyptischen Gefahren nicht bannen, wenn man nicht auf mehr zielt als das nackte Überleben. Ich glaube zudem, dass viele soziale Bewegungen und Initiativen, auch diejenigen, die auf den ersten Blick nur damit beschäftigt sind, die Katastrophe zu verhindern immer noch Vorstellungen von einem besseren Leben sozusagen Huckepack tragen. Ohne diese Vorstellungen würde wohl niemand mehr für irgendeine Zukunft kämpfen.“ weiterlesen
Three Monkeys – verschließt die Ökonomik Augen, Ohren und Mund?

Macht, Geschichte, Demut – Die Misere der Ökonomik

Von Lukas Kiemele

„Deaton gesteht ein, dass Ökonom*innen oftmals allzu sehr von der Richtigkeit und Alternativlosigkeit ihrer Position überzeugt seien. Er geht mit gutem Beispiel voran und macht seinen Sinneswandel publik. Heute sei er skeptisch, etwa gegenüber den glorifizierten Vorteilen des Freihandels für die amerikanischen Arbeitnehmer*innen und gegenüber der Behauptung, die Globalisierung sei für den enormen Rückgang der weltweiten Armut verantwortlich.“ weiterlesen
Die Moskauer Metro: Öffentlicher Luxus?

Öffentlicher Luxus: Das gute Leben als kollektive Aufgabe

Interview mit Vincent Janz & Andrea Dieck | communia

„Die Freiheitserzählung des Öffentlichen Luxus meint Freiheit von Sorgen darüber, den Job oder die Wohnung zu verlieren, sich Essen oder Gesundheitsversorgung nicht leisten zu können oder keinen Kitaplatz zu finden. Für Menschen ohne Papiere heißt das, nicht ständig in der Gefahr leben zu müssen, festgenommen oder abgeschoben zu werden. Gleichzeitig ist damit auch eine Freiheit zur Mitbestimmung und zur Verfügung über die eigene Zeit gemeint. Öffentlicher Luxus ermöglicht diese Freiheit, indem er das individuelle gute Leben zur kollektiven Aufgabe macht.“ weiterlesen
Graffiti: Demokratie in Gefahr?

Märkte, Macht und Mikrokämpfe

Interview mit Joseph Vogl (gekürzt)

„Ich denke, dass eine der wichtigsten Schlachtlinien jene zwischen demokratischer Rechtsstaatlichkeit einerseits und einer zunehmenden Rechtsfeindlichkeit sein wird. Letztere zeichnet ja nicht nur autoritäre Regime aus, sondern genauso bestimmte Unternehmens- und Geschäftsformen oder die Dynamiken auf den Finanzmärkten. Denken Sie beispielsweise an den Brexit.“ weiterlesen

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