Cover der Ausgabe 3/2022 – Wann beginnt die Revolution?

Die aktuelle Ausgabe:

REVOLUTION

Lassen sich die gewaltigen Herausforderungen, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist, mit Reformen meistern? Oder muss sich unsere Art und Weise zu leben und zu wirtschaften fundamental verändern, um wieder zukunftsfähig zu werden? Braucht es also eine Revolution? Nur eine oder viele? Gibt es Gestaltungsmöglichkeiten „zwischen“ Reform und Revolution? Sind Revolutionen zum Scheitern verurteilt? Welche Form muss eine zeitgemäße Revolution annehmen?

Die neue Ausgabe ist hier versandkostenfrei erhältlich.

Aus der aktuellen Ausgabe:

Cover-Illustration der Ausgabe 3/2022 – REVOLUTION

Editorial zur Ausgabe 3/2022

REVOLUTION

Von Frank Augustin

Keineswegs ist es so, dass eine Revolution nur ein mögliches Szenario darstellen würde – womöglich gar ein unwahrscheinliches. Tatsächlich ist die Revolution garantiert. Nicht etwa, weil mit einer politischen Radikalisierung der Bevölkerung zu rechnen wäre. Auch nicht, weil technische Erfindungen und Weiterentwicklungen unser Leben revolutionieren würden. Nein, einfach deshalb, weil Revolutionär*in werden muss, wer überleben will. Denn unter der Maßgabe dessen, was heutiges Leben bestimmt – Erwerbsarbeit, Produktion zu Profitzwecken, Technikfetischismus, Physikalismus, fehlgeleiteter Konsum – ist man weder in der Lage, die Lebensgrundlagen zu schützen noch das Leben lebenswert zu gestalten. weiterlesen
Schließfächer

STOPP Reichtumsstreben

Von Christian Neuhäuser

„Eine freie Marktwirtschaft ist nicht bereits dann frei, wenn es keine willkürlichen staatlichen Eingriffe gibt. Sie muss auch frei sein von mächtigen und ultrareichen Wirtschaftsakteuren, die alle anderen dominieren können. Deren Marktmacht führt zu massiven Verwerfungen an den Finanzmärkten und zum Innovationsstau in anderen Bereichen, weil Marktzugänge systematisch versperrt werden. Es ist pure Ideologie, dies zu leugnen.“ weiterlesen
Wandschriftzug: "Die Mieten sind zu hoch"

Menschenwürdiger Wohnraum – Das Mietshäuser Syndikat

Nachgefragt bei York Runte, Günter Bergmann & Jan Bleckert | Mietshäuser Syndikat

„Es ist durch den Wegfall der Wohngemeinnützigkeit, den Verkauf von kommunalen Wohnungsbeständen, den Wegfall der Sozialbindung ohne entsprechenden Nachbau und die Finanzialisierung des Wohnungsmarktes zu einem starken Mangel an bezahlbarem Wohnraum gekommen. Das Bauen ist an der effektivsten Renditemöglichkeit ausgerichtet. Dadurch ist das Gebaute oft teuer, hochpreisig und losgelöst von konkreten Wohnbedürfnissen und Notlagen der Mehrheit der Wohnungssuchenden. Ein weiterer Treiber ist die Spekulation mit Bodenwertsteigerungen. Es ist traurig, dass das Allgemeingut Boden zur unbezahlbaren Ware wird und gleichzeitig das Bedürfnis nach Wohnraum zur Umverteilung von Arm nach Reich führt.“ weiterlesen
Baustelle

Grundeigentum überwinden

Von Timo Rieg

„Wie wäre es, wenn Grund und Boden allen gemeinsam gehören würde? Wenn Wohnblocks von Genossenschaften der Mieter gemanagt würden? Wenn Land nur genutzt, aber nicht gekauft, verkauft und vererbt werden könnte? Wenn Stadt- und Landschaftsplanung von Gemeinwohl statt Renditeerwartung getrieben würden? Wenn Altenpflege eine Sozialleistung wäre und kein Immobiliengeschäft?“ weiterlesen
Bohrung

Imperial Way of Life

Von Lia Polotzek

„Es liegt ein Schleier über den Dingen, die uns täglich umgeben. Über den Autos, dem Kopfsteinpflaster, den Handys, der eigenen Kleidung. Im Alltag wird dieser Schleier nur selten gelüftet. Und doch kennen wir alle das vage Unbehagen darüber, was sich darunter verbirgt und welche Auswirkungen die Dinge in unserem alltäglichen Leben tatsächlich haben. Wir kennen die Bilder von einstürzenden Textilfabriken in Bangladesch und den Minen im Kongo. Wir kennen die Geräusche von Kettensägen im Amazonas. Und wir wissen, dass das etwas mit uns zu tun hat.“ weiterlesen
Ein schlafender Waschbär

Freiheit für Fortgeschrittene: Schlafen und Warten

Von Friederike Gräff

„Schlaf bedeutet einen Kontrollverlust, für den man keine Zeugen haben möchte. Wer schläft, bestimmt nicht mehr darüber, was um ihn herum passiert, er oder sie bestimmt nicht einmal mehr über sich selbst. In unseren Träumen sind wir wehrlos Stücken ausgesetzt, in denen wir nicht die Regie führen, und wer weiß, vielleicht erleben wir dabei eine Verletzlichkeit, auf die wir gar keinen Wert legen.“ weiterlesen

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