„Der Klimawandel bringt den Kapitalismus an seine Grenzen.“ – Interview mit Hannah Helmke

„Der Klimawandel bringt den Kapitalismus an seine Grenzen.“

Interview mit Hannah Helmke

Das Team von right. entwickelt das sogenannte X-Degree Compatibility („XDC“) Modell, welches für ein Unternehmen berechnet, um wieviel °C sich die Erde erwärmen würde, wenn jedes Unternehmen so emissionsintensiv wirtschaften würde, wie es selbst. Am Beispiel von Apple: Würden alle Unternehmen so emissionsintensiv wirtschaften wie der Tech-Riese aus dem Silicon Valley, würde sich die Erde nach den Berechnungen von right.open bis 2050 um 1,49°C erwärmen. Die DAX 30 Unternehmen schneiden hier mit durchschnittlich 4,94°C deutlich schlechter ab. Durch diese Berechnung wird der Beitrag einzelner Unternehmen / Fonds zur Erderwärmung erstmals wirklich sichtbar und vergleichbar. right.open bietet denen, die von der Notwendigkeit einer systemweiten Veränderung überzeugt sind, eine übergreifende Sprache: Ein Modell zur Bestimmung des Beitrags einer einzelnen Wirtschaftseinheit zum Klimawandel. right.open ist der erste Schritt, um ein solches Modell – das XDC Modell – für alle als open source verfügbar zu machen. Wir sprachen mit der Gründerin und Geschäftsführerin Hannah Helmke über ihre Idee.

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Vom Oasenmenschen zum Wüstenvagabunden – ein Essay

Vom Oasenmenschen zum Wüstenvagabunden

Leben Sie noch in der Oase oder schon in der Wüste? Das ist gar nicht mehr so einfach zu sagen, da angesichts des gesellschaftlichen Sinndefizits immer weniger Raum für ein erquickliches Oasenleben bleibt. Eine „blutige, tiefe Wunde“ öffnet sich zusehends zwischen den weniger werdenden „Oasenmenschen“, die sich ein gesundes und sinnvolles Weiterleben leisten können, und den vielen „Wüstenmenschen“, die mit ihrer Perspektivlosigkeit allein gelassen sind, sagt Frithjof Bergmann im Gespräch mit agora42. Vom Oasenmenschen zum Wüstenvagabunden – ein Essay weiterlesen

Der Druck muss viel stärker werden – Interview mit Jakob von Uexküll

Der Druck muss viel stärker werden

Interview mit Jakob von Uexküll

 

Herr von Uexküll, Sie sind der Überzeugung, dass Lösungen für die großen Herausforderungen bereits existieren. Warum verschärfen sich dennoch die großen Probleme wie etwa der Klimawandel oder die Ungleichheit?

Jakob von Uexküll ist Gründer des World Future Council (2007) und des Right Livelihood Award (1980), der auch als “Alternativer Nobelpreis” bezeichnet wird. Foto: Karl Gabor

Weil der politische Druck nicht stark genug ist. Wir freuen uns über existierende Lösungen, sogenannte „best practises“. Aber ohne „best policies“, das heißt verbindliche beispielhafte Gesetze, gehen die Veränderungen viel zu langsam. Daher habe ich den World Future Council (Weltzukunftsrat) gegründet, um solche Gesetze bekannter zu machen und weltweit zu verbreiten helfen.

Der alternative Nobelpreis wurde häufig an Personen und Projekte aus Entwicklungsländern vergeben. Sind die Menschen dort innovativer als in den gesättigten Volkswirtschaften?

Gezwungenermaßen ist das oft so. Aber dieser Preis schafft auch ein Gleichgewicht, denn es gibt schon viele Preise für Projekte der Industriestaaten. Der Druck muss viel stärker werden – Interview mit Jakob von Uexküll weiterlesen