Das Pathos der Freiheit – Von Robert Misik

Das Pathos der Freiheit

von Robert Misik

 

Wissen wir überhaupt noch, was das ist oder sein könnte: die Freiheit einer selbstbewussten Bürgerschaft, die mit Ernst und entschieden ihre eigenen Dinge in die Hand nimmt?

 

 

Frei­heit, das ist ein Wort, das sofort einen pathe­ti­schen Bei­klang gewinnt. Das Frei­heits­stre­ben der Men­schen ist viel­leicht die mäch­tigs­te Kraft der Geschich­te. Wenn Bür­ger in gemein­sam genütz­ter Frei­heit ein Gemein­we­sen auf­bau­ten, sind das die erha­bens­ten Momen­te gewe­sen. „Der Sinn von Poli­tik ist Frei­heit“, for­mu­lier­te Han­nah Arendt auto­ri­ta­tiv. Und auch heu­te wer­den wir immer wie­der Zeu­gen die­ses Frei­heits­drangs, auch als Zuse­her zieht uns das in sei­nen Sog. Erin­nern wir uns etwa nur an die Umstür­ze im Zei­chen der Frei­heit im Osten Euro­pas 1989. Wir sind gefes­selt von all dem.

Wir Bür­ger demo­kra­ti­scher, frei­heit­li­cher Gemein­we­sen des Wes­tens beob­ach­ten das mit einer Bewun­de­rung, die sich nicht allei­ne aus unse­rer Hoch­ach­tung vor Men­schen erklärt, die mutig und oft unter Ein­satz ihres Lebens für die Frei­heit ein­tre­ten. In die­se Bewun­de­rung mischt sich oft auch ein biss­chen Neid auf die Ener­gie, die hier zum Aus­druck kommt und von der wir das instink­ti­ve Gefühl haben, uns wäre sie abhan­den­ge­kom­men. So in dem Sinn: Mit der Ver­wirk­li­chung der Frei­heit schwin­den die Ener­gi­en, die sie erst ermög­licht haben. Frei­heit lebt vom Pathos und der Ener­gie der „Befrei­ung“, in der ganz ele­men­tar die „Frei­heit, frei zu sein“ gespürt wird. Denn gewiss: Wir genie­ßen alle Frei­hei­ten. So vie­le Frei­hei­ten: Mei­nungs- und Pres­se­frei­heit sind ver­wirk­licht, frei­heit­li­che Ver­fas­sun­gen regeln das Funk­tio­nie­ren unse­rer Insti­tu­tio­nen, die Ver­samm­lungs- und Ver­ei­ni­gungs­frei­heit, die Reli­gi­ons­frei­heit und natür­lich die Wirt­schafts­frei­heit. Sodass mit den vie­len Frei­hei­ten die Frei­heit – die im Sin­gu­lar, die pathe­ti­sche – irgend­wie ver­lo­ren gegan­gen scheint. Wir kön­nen es da mit dem Spöt­ter Johann Nes­troy hal­ten, der in sei­ner Frei­heit in Kräh­win­kel (1848) schrieb, dass die Frei­heit und das Recht nur in der ein­fa­chen Zahl unend­lich groß sei­en, wes­halb man sie uns auch immer nur in der wert­lo­sen viel­fa­chen Zahl gege­ben habe.

Aber man kann auch ganz sim­pel for­mu­lie­ren: Lieb­rei­zend ist die Frei­heit, solan­ge sie einem vor­ent­hal­ten wird. Hat man sie, weiß man nicht recht etwas anzu­fan­gen mit ihr. Beim Marsch durch die Ebe­ne kriegt auch sie schwie­li­ge Füße. Und wird ver­letz­bar durch Auto­ri­tä­re, die erklä­ren, dass die­se Frei­hei­ten nichts wert sei­en und mit dem Ver­spre­chen einer „illi­be­ra­len Demo­kra­tie“ locken.

 

 

Wirt­schafts­frei­heit

Robert Misik ist Essay­ist, Jour­na­list, Buch­au­tor, Thea­ter­ar­bei­ter, Aus­stel­lungs­ma­cher und Blog­ger (misik.at) und lebt in Wien. Zuletzt kura­tier­te er gemein­sam mit Harald Wel­zer die Aus­stel­lung „Arbeit ist unsicht­bar“ im Muse­um Arbeits­welt in Steyr. Sei­ne jüngs­te Buch­ver­öf­fent­li­chung ist der Essay­band Lie­be in Zei­ten des Kapi­ta­lis­mus (Chris­ti­an Brand­stät­ter Ver­lag, 2018). Foto: Ingo Per­tra­mer

Als Paro­le ist Frei­heit bei uns in den ver­gan­ge­nen drei­ßig Jah­ren aus der Mode gekom­men. Natür­lich, Daten­schüt­zer war­nen vor ihren Bedro­hun­gen, Wiki­leaks und ande­re Netz­ak­ti­vis­ten kämp­fen um Infor­ma­ti­ons­frei­heit, aber so rich­tig gepackt wer­den wir von sol­chen Kämp­fen nicht mehr. Schlei­chend hat der Slo­gan „Frei­heit“ auch die Sei­te gewech­selt. War sie frü­her eine Paro­le eman­zi­pa­to­ri­scher, meist lin­ker Bewe­gun­gen, haben in den ver­gan­ge­nen drei­ßig Jah­ren vor allem die Neo­kon­ser­va­ti­ven und Neo­li­be­ra­len die Frei­heit vor sich her­ge­tra­gen. Ver­engt auf den Begriff der Wirt­schafts­frei­heit, der Frei­heit des Bür­gers, als Wirt­schafts­bür­ger unbe­hel­ligt von Regu­lie­run­gen, Steu­er­ge­setz­ge­bun­gen und Sozi­al­ver­si­che­rungs­ge­set­zen am Markt agie­ren zu kön­nen – am „frei­en“ Markt. Unko­misch ist das nicht, war das Wort „Frei­heit“ ja nie die zen­tra­le Paro­le des Kon­ser­va­ti­vis­mus, der ja „Ord­nung“ favo­ri­sier­te, was nicht sel­ten das Gegen­teil von Frei­heit mein­te. Man könn­te des­halb mit Sar­kas­mus anmer­ken: Der Kon­ser­va­ti­vis­mus hat erst die „Frei­heit“ auf sei­ne Fah­ne geschrie­ben, nach­dem ande­re sie erkämpft hat­ten. Und auch heu­te steht die hohe Frei­heits­rhe­to­rik der Kon­ser­va­ti­ven in einem selt­sa­men Miss­ver­hält­nis zu dem mora­lisch-sitt­li­chen Ver­bots­jar­gon, den sie stets und reflex­ar­tig anschla­gen, und ihr Lieb­äu­geln mit dem Rechts­po­pu­lis­mus zeigt auch deut­lich, wie schnell sie bereit sind, die Frei­heits­rhe­to­rik über Bord zu wer­fen. So for­dern Kon­ser­va­ti­ve, dass der Staat nicht in das Leben sei­ner Bür­ger ein­grei­fen soll, was ja nur einen Sinn ergibt, wenn man der fes­ten Über­zeu­gung ist, dass nie­mand das Recht hat, über den Lebens­stil eines Men­schen zu urtei­len; aber gera­de Kon­ser­va­ti­ve neh­men sich sehr ger­ne die­ses Recht her­aus: Lais­ser-fai­re in lebens­kul­tu­rel­len Fra­gen ist ihre Sache kei­nes­wegs. Kon­ser­va­ti­ve lie­ben die dop­pel­te mora­li­sche Buch­füh­rung. Sie wol­len, wie Dani­el Bell schrieb, „einer­seits wirt­schaft­li­che Frei­zü­gig­keit, ande­rer­seits Moral­vor­schrif­ten“.

Man hat die nor­ma­len, ein­fa­chen Leu­te so trak­tiert mit den Paro­len von der „Eigen­ver­ant­wor­tung des Ein­zel­nen“ und von Refor­men, die mehr Wirt­schafts­frei­heit her­bei­füh­ren soll­ten, dass die schon zusam­men­zu­cken vor Angst, wenn jemand von Frei­heit redet. Die fra­gen sich dann sofort: Was will mir der jetzt wie­der weg­neh­men? Will der mir mei­nen Lohn kür­zen oder mir die Ren­ten­er­hö­hung strei­chen?

 

 

Die Lin­ken und die Frei­heit

Weil die Kon­ser­va­ti­ven den Wert der Frei­heit geka­pert haben, haben die Pro­gres­si­ven ihn irgend­wie ver­ges­sen. Sie haben des­halb eher auf Gerech­tig­keit gesetzt oder Gleich­heit. Man hat sich, etwas salopp gespro­chen, die Begrif­fe geteilt: Die einen haben die Frei­heit gekriegt, die ande­ren die Gerech­tig­keit. Das ist schon des­halb gro­tesk, weil die Lin­ken (die Pro­gres­si­ven) his­to­risch nicht nur jene Kraft waren, die für sozia­le Gerech­tig­keit ein­ge­tre­ten ist, son­dern immer auch für die mäch­ti­ge Kraft der Frei­heit.

Vie­le Men­schen haben sich lei­den­schaft­lich für die Lin­ke enga­giert, weil sie gegen Unter­drü­ckung, Dik­ta­tur und unde­mo­kra­ti­sche Machen­schaf­ten auf­ge­tre­ten ist. Das war vor 150 Jah­ren so, als die frü­hen Sozia­lis­ten in der Revo­lu­ti­on von 1848 den Kampf für Frei­heits­rech­te wie Mei­nungs- und Pres­se­frei­heit und demo­kra­ti­sche Wah­len führ­ten – ein Kampf, der damals noch von Kai­ser- und König­tum nie­der­ge­schla­gen wur­de. Das war so, als die ers­ten Gewerk­schaf­ten das Recht der Arbei­ter erkämpf­ten, sich mit ihres­glei­chen zusam­men­zu­schlie­ßen. Das war am Ende des Ers­ten Welt­kriegs so, als in den meis­ten Län­dern Euro­pas die Mon­ar­chi­en stürz­ten und es oft die Anfüh­rer der sozia­lis­ti­schen und sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Par­tei­en waren, die demo­kra­ti­sche Repu­bli­ken aus­rie­fen, in denen das freie und glei­che Wahl­recht garan­tiert war. Das war in den drei­ßi­ger Jah­ren so, als es vor allem die pro­gres­si­ven Kräf­te waren, die sich gegen den Auf­stieg des Faschis­mus auf­lehn­ten und, wie etwa im Spa­ni­schen Bür­ger­krieg, beherzt für die Frei­heit kämpf­ten. Das war in den sech­zi­ger Jah­ren in den USA so, als die Bür­ger­rechts­be­we­gung ihren Kampf gegen die ras­sis­ti­sche Dis­kri­mi­nie­rung der Schwar­zen führ­te.

Aber dass sich die Lin­ken um die Frei­heit nicht mehr so recht küm­mer­ten und sich pri­mär der Gleich­heit annah­men, ist auch des­halb gro­tesk, weil die Gleich­heit nicht der Anti­po­de der Frei­heit ist, son­dern ihr Zwil­ling. Die viel beschwo­re­ne „Optio­nen- und Risi­ko­ge­sell­schaft“ bedeu­tet in der Rea­li­tät: Optio­nen für die einen, Risi­ko für die ande­ren. „Frei­heit“ unter den Bedin­gun­gen von gro­ber Ungleich­heit heißt Frei­heit für die Begü­ter­ten, aber Optio­nen­man­gel für die Unter­pri­vi­le­gier­ten. Dass eine ega­li­tä­re Gesell­schaft nur auf Kos­ten der „Frei­heit“ zu haben ist, ist viel­leicht die aller­größ­te Lüge der neu­en Kon­ser­va­ti­ven. Gleich­heit heißt, dass alle die „Frei­heit“ haben, aus ihrem Leben etwas zu machen. Und Ungleich­heit hat frei­heits­ein­schrän­ken­de Wir­kun­gen für die Unbe­gü­ter­ten, weil ekla­tan­ter mate­ri­el­ler Man­gel mit ekla­tan­tem Man­gel an Optio­nen ein­her­geht. Glei­che Lebens­chan­cen geben allen Men­schen die Frei­heit, aus ihrem Leben etwas zu machen. Frei­heit hat die Vor­aus­set­zung, von Furcht und von Not frei zu sein.

Aber es ist auch etwas Kom­pli­zier­tes mit der Frei­heit, wes­halb ihre Sie­ges­zü­ge uns nicht immer froh machen. Die Unfrei­heit, gegen die Men­schen in den ver­gan­ge­nen 150 Jah­ren immer wie­der rebel­lier­ten, war nicht nur obrig­keit­li­che Repres­si­on – die mani­fes­te, in Geset­ze gegos­se­ne oder durch behörd­li­che Will­kür ent­fes­sel­te Unfrei­heit –, son­dern auch jene Unfrei­heit, die die Kon­ven­tio­nen, der Kon­for­mis­mus auf­er­leg­ten. Gegen die­se Unfrei­heit, den gesell­schaft­li­chen Druck von Spie­ßer­tum und des bloß Übli­chen, des blo­ßen „das macht man eben so“, des „das gehört sich so“, rebel­lier­ten Bohe­mi­ens, Halb­star­ke, Hip­pies, Aus­stei­ger, Punks. Man hat­te da so ein Bild im Kopf: das der uni­for­mier­ten, for­ma­tier­ten Gesell­schaft der Ähn­li­chen, die in Rei­hen­häu­sern woh­nen – Mama hat Locken­wick­ler auf dem Kopf, Papa ist sehr dar­auf bedacht, dass die Nach­barn nicht schief schau­en, und alle haben die glei­chen Gar­di­nen vor den Fens­tern. Dage­gen war man. Und dach­te, wenn man Sub- und Gegen­kul­tu­ren eta­blier­te, wäre das ein wider­stän­di­ger Frei­heits­akt. Und das war nicht ganz falsch. Aber gleich­zei­tig waren die­se Gegen­kul­tu­ren Motor der Moder­ni­sie­rung und Aus­dif­fe­ren­zie­rung von Gesell­schaf­ten in immer mehr neben­ein­an­der­her leben­de Peer­groups und bald waren für all die­se Sub­kul­tu­ren – die man irgend­wann begann, „Ziel­grup­pen“ zu nen­nen – extra zurecht­ge­schnit­te­ne Waren am Markt, die es ihnen erlaub­ten, sich life­sty­le­mä­ßig von­ein­an­der zu unter­schei­den. Das mach­te das Leben bun­ter, aber ein emi­nen­ter Befrei­ungs­akt war es nicht.

 

 

Poli­ti­sche Frei­heit

Und kom­men wir nun noch zur poli­ti­schen Frei­heit. Das Fehl­ur­teil der Obrig­kei­ten frü­he­rer Zei­ten bestand schließ­lich dar­in zu glau­ben, dass man Staats­bür­ger, sofern man ihnen ele­men­ta­re poli­ti­sche Rech­te zuge­steht, nicht mehr so ein­fach regie­ren kön­ne. Dass sie die Frei­hei­ten, die man ihnen gewähr­te, selbst­be­wusst in die Hand näh­men und ste­tig auf­be­gehr­ten, ja sich selbst regier­ten. Dass es um die alten Obrig­kei­ten dann schnell gesche­hen sei. Aber über die Jahr­hun­der­te und Jahr­zehn­te hin eta­blier­te sich ein neu­es poli­ti­sches Sys­tem mit neu­en Eli­ten, der soge­nann­ten pro­fes­sio­nel­len Poli­tik. Mit ihren Par­tei­en und Insti­tu­tio­nen, die ein­mal leben­dig waren, aber aus denen jedes Leben gewi­chen ist. Zei­tun­gen, sobald die Pres­se­frei­heit ver­wirk­licht war, ent­wi­ckel­ten sich zu nor­ma­len Geschäfts­zwei­gen, die ihr Publi­kum unter­hal­ten wol­len. Und die­ses Publi­kum hör­te mehr und mehr auf, sich für die­se „pro­fes­sio­nel­le Poli­tik“ zu inter­es­sie­ren. Nicht, dass die­ses Publi­kum sei­ner Frei­heit beraubt wäre. Alle vier Jah­re darf es wäh­len. Es schleppt sich ohne viel Elan an die Urnen. Es ent­wi­ckelt eine Hal­tung der Indif­fe­renz und des Des­in­ter­es­ses, das nicht sel­ten umschlägt in stil­len Ver­druss und Aggres­si­on. Es sind hier durch­aus wider­sprüch­li­che Pro­zes­se am Werk. Ein­fa­che, objek­ti­ve Pro­zes­se der Ent­kop­pe­lung eines pro­fes­sio­nel­len, insti­tu­tio­nel­len Sys­tems von nor­ma­len Bür­gern. Aber auch die Absicht von poli­ti­schen Eli­ten, weit­ge­hend unge­stört von äuße­ren Ein­flüs­sen zu regie­ren, ohne dass man dafür grund­le­gen­de demo­kra­ti­sche Rech­te und Frei­hei­ten kap­pen müss­te. Zudem die Inter­es­sen mäch­ti­ger Ein­fluss­grup­pen, Lob­bys etwa, die wis­sen, dass sie nur dann einen über­pro­por­tio­na­len Ein­fluss auf den poli­ti­schen Pro­zess haben, wenn die Bür­ger den Ein­fluss, den sie an sich haben könn­ten, nicht gel­tend machen. All das führt zu einer Frei­heit, die theo­re­tisch gege­ben, aber prak­tisch nicht belebt ist.

Ist unse­re Frei­heit durch all das bedroht? Nun, die „nega­ti­ve Frei­heit“, die Frei­heit von Drang­sa­lie­rung, von Ver­fol­gung, von Unter­drü­ckung – nicht wirk­lich. Aber die posi­ti­ve Frei­heit? Wis­sen wir über­haupt noch, was das ist oder sein könn­te? Die Frei­heit einer selbst­be­wuss­ten Bür­ger­schaft, die mit Ernst und ent­schie­den ihre eige­nen Din­ge in die Hand nimmt? Die Frei­heit einer ener­ge­ti­schen Jugend, die das Alte nie­der­reißt und gegen imma­te­ri­el­le und manch­mal auch rea­le Bar­ri­ka­den anrennt? Die Frei­heit wider­spens­ti­ger Geis­ter, die nicht ein­fach so regiert wer­den wol­len?

Man könn­te aus all dem Gesag­ten nun den Schluss zie­hen, dass die „Frei­heit“ und deren Gefähr­dun­gen heu­te nicht unser Pro­blem ist, son­dern eher ande­re gesell­schaft­li­che Patho­lo­gi­en: das Wachs­tum der Ungleich­heit, die Kom­mer­zia­li­sie­rung, die deter­mi­nie­ren­de Macht des Öko­no­mi­schen, die Abkop­pe­lung des Sys­tems „Poli­tik“ von den Bür­gern. Aber all die­se Pro­zes­se, die von vie­len Men­schen wohl als Fehl­ent­wick­lun­gen beur­teilt wür­den, haben frei­heits­ein­schrän­ken­de Wir­kun­gen. Und umge­kehrt: Sie zu kor­ri­gie­ren, sich über sie zu empö­ren, ist ein Frei­heits­akt. Ja, Ver­su­che, sie zu kor­ri­gie­ren, wer­den nur Erfolg haben, wenn sie den Schwung genui­ner Frei­heits­be­we­gun­gen hin­ter sich haben.

 

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Die­ser Arti­kel ist in agora42 3/2018 BEFREIUNG erschie­nen. Die Aus­ga­be kön­nen Sie hier ver­sand­kos­ten­frei bestel­len: