The Russian war on Ukraine and Europe | Philipp Ther

Demonstration gegen den Krieg in der UkraineFoto: Eneia Dragomir

 

The Russian war on Ukraine and Europe: Is the EU ready for the challenge?

Text: Philipp Ther | Gastbeitrag

The military attack on Ukraine seems to be stalled around Kyiv and the northern frontlines. Yet the hopes of the defenders may turn out to be premature, especially on the political battlefields and if one looks beyond Ukraine. The EU and its central economic power Germany have not yet fully understood that this conflict is not limited to the battlefields of Ukraine, and that they have been attacked as well. The lack of awareness became most obvious after the speech by Ukrainian president Volodymyr Zelenskiy to the German parliament, which rejected a debate, referring to its set agenda for the day. The Russian war on Ukraine and Europe | Philipp Ther weiterlesen

„Schützen durch Nützen“ | Interview mit Roland Heidelberg

Biene und BlumeAlle Fotos: Biosphärengebiet Schwäbische Alb

 

„Schützen durch Nützen“ – Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Wacholderheiden und Buchenwälder, Weiden und Streuobstwiesen, Äcker und sogar Zonen mit industrieller Nutzung – das etwa 85.270 Hektar große südlich von Stuttgart gelegene Biosphärengebiet Schwäbische Alb wurde 2008 eingerichtet und ist seit 2009 eines von 16 UNESCO-Biosphärenreservaten in Deutschland. Biosphärenreservate, von denen es weltweit 727 gibt (Stand Oktober 2021), sind Modellregionen, in denen aufgezeigt werden soll, wie sich Wirtschaft, Tourismus und Besiedlung mit den Belangen des Umwelt- und Landschaftsschutzes innovativ fortentwickeln lassen. Die Anerkennung von Biosphärenreservaten durch die UNESCO erfolgt auf Antrag nach Erfüllung verbindlicher Kriterien.

Die 727 Biosphärenreservate machen fünf Prozent der Landmasse der Erde aus. Ziel der UNESCO ist es, dass bis 2030 sogar 30 Prozent des Planeten zu Biosphärenreservaten erklärt werden, in denen die Erhaltung der biologischen Vielfalt mit ökologischer Bildung und nachhaltigen Wirtschaftsformen verbunden werden soll. „Schützen durch Nützen“ | Interview mit Roland Heidelberg weiterlesen

Seuchen als soziale Katastrophen | Christoph Butterwegge

Schild: Social DistancingFoto: Belinda Fewings | Unsplash

 

Seuchen als soziale Katastrophen

Von der Pest bis zur Covid-19-Pandemie

Text: Christoph Butterwegge | Gastbeitrag

Seuchen, Epidemien und Pandemien gelten vielfach als Naturkatastrophen, obwohl sie im Unterschied zu Tornados und Tsunamis überwiegend von Menschen gemacht, mitverschuldet oder selbst verantwortet werden. Stellt man Seuchen als Naturkatastrophen wie Stürme oder Flutwellen dar, bleiben ihre ökologischen und sozialen Wurzeln im Dunkeln. Seuchen als soziale Katastrophen | Christoph Butterwegge weiterlesen

Wir müssen reden! Plädoyer für eine transformative Gesprächskultur | Viola Gerlach & Sebastian Möller

SilhouettenFoto: Harli Marten | Unsplash

 

Wir müssen reden!

Plädoyer für eine transformative Gesprächskultur

Text: Viola Gerlach & Sebastian Möller

Dass sich Gesellschaft und Wirtschaft mitten in einer Umbruchsituation befinden, steht außer Frage. Doch wie wir damit umgehen, ist umstritten. Angesicht der Tragweite und Dringlichkeit der Herausforderung des Klimawandels erscheinen weder ein bedingungsloses Zutrauen in vermeintlich marktwirtschaftliche Innovationskräfte noch moralische Überlegenheitsgefühle gegenüber als nicht nachhaltig genug gebrandmarkten Unternehmer*innen und Konsument*innen besonders hilfreich oder zielführend. Beide Positionen verzichten auf den offenen Dialog, reduzieren Komplexität, stereotypisieren ein vermeintliches Gegenüber und tragen dadurch zur gesellschaftlichen Spaltung bei. Wir müssen reden! Plädoyer für eine transformative Gesprächskultur | Viola Gerlach & Sebastian Möller weiterlesen

Commons statt Kapital | Stefan Meretz

Schriftzug auf einer HauswandFoto: Simon Peel | Unsplash

 

Commons statt Kapital

 Text: Stefan Meretz

Klimaschutz und Kapitalismus sind unvereinbar. Aber wie kann eine Lebens- und Produktionsweise jenseits der Geldlogik und der Verhaltensweisen, die sie uns nahelegt, aussehen? Mein Vorschlag: Commons. Die Mittel, die wir zum Leben und Produzieren brauchen, als Gemeinsame, also als Commons zu behandeln, kann bei der geteilten Wohnung als WG beginnen, über freie Software zu solidarischer Landwirtschaft führen und noch weit darüber hinausgehen. Commons statt Kapital | Stefan Meretz weiterlesen

„Wir zahlen den Preis der verschleppten Energiewende“ | Interview mit Claudia Kemfert

Demonstration gegen fossile EnergienFoto: Callum Shaw | Unsplash

 

„Wir zahlen den Preis der verschleppten Energiewende“

Interview mit Claudia Kemfert

Mit anderen Scientists for Future fordern Sie in einer neuen Studie eine „Wärmewende gegen Erdgasabhängigkeit“ – was ist nötig, um diese Wende zu vollziehen? Warum liegen diejenigen falsch, die meinen, die Energiewende würde die Preise hochtreiben?

Fakt ist: die Preise für fossile Energien, für Öl Gas und Kohle explodieren, Energiesparen und erneuerbare Energien wirken preissenkend. Je weniger Energie wir verbrauchen, desto geringer die Kosten. Hätten wir die Wärmewende in den vergangenen 15 Jahren konsequent umgesetzt, und wären mehr Häuser energetisch saniert, die Wärmepumpen oder erneuerbare Energien nutzen, wären die Kosten heute niedrig. Wir zahlen den Preis der verschleppten Energiewende. Das Verrückte ist: Energiewende, Wärmewende, Verkehrswende wurden allesamt ausgebremst mit dem Argument der angeblich horrend steigenden Kosten. Das Gegenteil ist richtig, wie man aktuell sieht. Wären wir den Narrativen der fossilen Wirtschaft nicht gefolgt, und hätten die Abhängigkeit von der fossilen Wirtschaft nicht so stark forciert, würden wir diese Kosten heute nicht haben. Somit: nicht die Energiewende treibt die Kosten, sondern die Nicht-Energiewende. „Wir zahlen den Preis der verschleppten Energiewende“ | Interview mit Claudia Kemfert weiterlesen

Resilienz und Vernunft – Willkommen in der Vielfachkrise | Stefanie Graefe

ÜberflutungFoto: Jonathan Ford | Unsplash

 

Resilienz und Vernunft

Willkommen in der Vielfachkrise

Text: Stefanie Graefe

Wir sollen alle resilient werden, so eine Aufforderung angesichts zunehmender Krisen und Katastrophen. Wir sollen also „krisenfest“ werden, Krisen sogar als Chancen entdecken. Doch das Konzept der Resilienz kann zum Aufruf an die Einzelnen verkümmern, einen kritikwürdigen gesellschaftlichen Zustand individuell aufzufangen – und damit zu verfestigen. Ist das vernünftig? Resilienz und Vernunft – Willkommen in der Vielfachkrise | Stefanie Graefe weiterlesen

RESILIENZ – Editorial zu Ausgabe 2/2022 | Frank Augustin

Cover-Illustration zur Ausgabe 2/2022Illustration: DMBO – Studio für Gestaltung

 

RESILIENZ

Editorial zu Ausgabe 2/2022

Mitten in die Erstellung dieser Ausgabe hinein platzte die Meldung vom Krieg in Europa. Überraschend? Nur für jene, die seit der Annexion der Krim und dem Syrien-Konflikt geschlafen haben, in dem sich Putin und seine Führungsriege mit unverzeihlicher Brutalität zu politischer Bedeutung zurückgebombt haben. Dass es so weit kommen konnte, sagt einiges aus über den Zustand westlicher Demokratien. Wachsamkeit und Entschlossenheit sehen anders aus – und verhindern die Eskalation von Konflikten. RESILIENZ – Editorial zu Ausgabe 2/2022 | Frank Augustin weiterlesen

Creativity happens – Eine Kritik der planenden Vernunft | Eduard Kaeser

PlanFoto: Sven Mieke | Unsplash

 

Creativity happens

Eine Kritik der planenden Vernunft

Text: Eduard Kaeser

Wir kennen das Phänomen der Budget-Explosion; die realen Kosten eines Projekts übertreffen fast immer die geplanten. In der Regel gibt man einer unzureichenden Voraussicht die Schuld, aber im Grunde ist das unfair, oder vielmehr: überschätzen wir die voraussehende, planende Vernunft. Wie der kluge Stratege Helmuth von Moltke einmal bemerkte, überlebt ein Plan nie den Erstkontakt mit dem Feind. Und die Realität, das sind nur Erstkontakte. Creativity happens – Eine Kritik der planenden Vernunft | Eduard Kaeser weiterlesen

Zukunft für alle – Wege zu neuen Wirtschafts- und Lebensweisen | Nina Treu & Kai Kuhnhenn

Pappschild "FIGHT FOR A BETTER TOMORROW""Foto: Thomas Spiske | Unsplash

 

Zukunft für alle – Wege zu neuen Wirtschafts- und Lebensweisen

Text: Nina Treu & Kai Kuhnhenn

Wenn wir auf den Zustand des Planeten schauen, dann stellt sich die Frage: Wohin steuern wir? In der zweiten Corona-Welle, angesichts des Erstarkens von Rechtspopulist*innen und Autokraten, welche die Klimakrise und gefährlich steigende Ungleichheiten vorantreiben, werden existenzielle Probleme offensichtlich. Gleichzeitig finden sich weltweit Menschen zusammen, um gegen Rassismus, für Klimagerechtigkeit und Umverteilung zu kämpfen. Es ist ein Schwanken zwischen vermeintlicher Normalität, dystopischen Zuständen und demokratischem Aufbruch. Vieles scheint möglich, aber wenig ausgemacht. Wie können wir diese Offenheit nutzen, um den Weg in eine bessere Zukunft einzuschlagen? Zukunft für alle – Wege zu neuen Wirtschafts- und Lebensweisen | Nina Treu & Kai Kuhnhenn weiterlesen