1/2019 Gesellschaft im Wandel?

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Das Krisenbewusstsein wächst: Wirtschaftswachstum? Unverantwortlich! Folgenlose Bedürfnisbefriedigung? Undenkbar! Der Markt wird es schon regeln? Naiv! Aber warum regen sich so wenige über die Verhältnisse auf? Wo sind die neuen Ideen für eine Gesellschaft, die sich grundstürzend verändert?

Sie liegen bereits hinter uns – haben aber nichts an Aktualität eingebüßt. Der Blick zurück eröffnet Wege nach vorn, die undenkbar scheinen, weil sie bereits gedacht wurden.

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Beschreibung

Diese Ausgabe versammelt Gespräche, die wir in den letzten neun Jahren mit unterschiedlichen Persönlichkeiten geführt haben. Mit vielen Fragen im Gepäck sind wir seit Beginn der Krisenjahre auf Spurensuche, um zu verstehen, warum der Glaube an Fortschritt, Wohlstand und Demokratie zerbrach. Der Blick zurück ist unweigerlich ein Blick nach vorne: Die 18 ausgewählten Gespräche enthalten die Essenz dessen, was eine Gesellschaft im Umbruch umtreibt und zeigen die vielen Facetten des gesellschaftlichen Wandels. Die Analysen unserer Interviewpartner treffen bis heute unvermindert zu, ihre Vorschläge sind aktueller denn je.

Lesen Sie selbst:

MICHAEL HEISE, Chefvolkswirt der Allianz, stellt fest: „Die übermächtige Doktrin, dass der Markt sich selbst reguliert, ist erst mal ad acta gelegt worden.“

DAVID GRAEBER, stellt sich „die Frage, ob ‚Kapitalismus‘ noch die richtige Bezeichnung für unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ist – auch vor dem Hintergrund, dass es nicht in das Bild des Kapitalismus passt, dass gewinnorientierte Unternehmen Geld für Mitarbeiter zahlen, die gar nicht gebraucht werden.“

ROBERT HABECK findet, „wir müssen uns den Politiker als glücklichen Menschen vorstellen“ und sagt: „Politik lebt vom Glauben, dass Veränderung möglich ist. Gibt man den auf, erodiert das Vertrauen in Demokratie.“

Der Soziologe HEINZ BUDE fasst schließlich zusammen: „Die Zukunft, an die wir glauben können, die kostet uns etwas.“ Das ist neu.