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Finanz & Eleganz: Au contraire – oder Warum manchmal viel dafür spricht, dagegen zu sein

Au contraire – oder Warum manchmal viel dafür spricht, dagegen zu sein

Dieser erste Post im neuen Jahr will sich tapfer der Welle von positivem Denken entgegenstemmen, die bis zur Mitte des Monats Januar alles überrollt. Wieder ein neues Jahr, in dem wir alles besser machen – mit Optimismus, Freude und Vertrauen alle Ängste überwinden, das Gute noch im Schlechtesten gesehen wird und jedes Glas mindestens halbvoll ist.  Und warum auch nicht? Was schadet es, mit einer positiven Grundhaltung und fröhlichem Schwung an die zahlreichen Projekte heranzutreten, die sich auf dem Schreibtisch und sonstwo melden?

Dennoch wollen wir uns heute einmal mit Miesmachern, Pessimisten und notorischen Querulanten beschäftigen, vor allem im Bereich der Finanzmärkte. Und von diesen suchen wir uns eine kleine feine Gruppe heraus, die man „Contrarians“ nennt. Diese Leute machen alles anders, sie kaufen Aktien wenn andere verkaufen, sie sehen in die Ecken, die schlecht ausgeleuchtet sind und einem folgen sie gewiss nicht: dem Herdentrieb. Finanz & Eleganz: Au contraire – oder Warum manchmal viel dafür spricht, dagegen zu sein weiterlesen

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Cappuccinos für Senioren oder: Eines ist unsicher – die Rente!

Cappuccinos für Senioren oder:

Eines ist unsicher – die Rente!

Text: Bernd Villhauer

In der Kolumne “Finanz & Eleganz” geht Bernd Villhauer den Zusammenhängen von eleganten Lösungen, Inszenierungen, Symbolen und Behauptungen einerseits sowie dem Finanzmarkt andererseits nach. Grundsätzliche Überlegungen zu der Kolumne finden Sie in der Einführung.

Finanzen – genau wie Sodbrennen ein lebenslanges Thema! Aber welche Rolle spielt es genau in den  verschiedenen Lebensabschnitten? Eine zu geringe sagt uns die Intuition. Wahrscheinlich sollten wir kurz nach dem Schulabschluss unsere Strategie festlegen (für die Rente, nicht für das Sodbrennen) – ab er wer tut das außer ein  paar Langweilern?

Normalerweise geht der Bundesbürger das Problem der finanziellen Vorsorge für das Alter nicht an, bevor er schon die ersten grauen Haare bekommt. Dabei gibt es doch die Gefahr der Altersarmut. Aber gibt es die wirklich? In Deutschland? In Europa? Und welche Schichten betrifft sie genau? Das Unwissen ist groß, die Angst noch größer – und daraus lässt sich großartig Kapital schlagen, auch politisches… Cappuccinos für Senioren oder: Eines ist unsicher – die Rente! weiterlesen

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Finanz & Eleganz: Vom Labyrinth der Finanzwelt

Materialistische Meditationen: Vom Labyrinth der Finanzwelt

von Bernd Villhauer

Achtung! Achtung! Bitte lösen Sie nach Lektüre des aktuellen Blogs sofort eine Bahnfahrkarte nach Würzburg bzw. stellen Sie Ihre Auto-Navigation auf „Würzburg, Veitshöchheimer Str. 5“. Gehen Sie nicht über Los und sondern besuchen Sie dort das Museum im Kulturspeicher Würzburg mit der aktuellen Ausstellung  „Labyrinth konkret … mit Nebenwegen“ (nur noch bis 15. Juli!) und begeben Sie sich ins Labyrinth. Finanz & Eleganz: Vom Labyrinth der Finanzwelt weiterlesen

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Ordnung im Jahr 2051 – ein Gedankenspiel von Kai Jannek

31.03.2051

Liebes Tagebuch,

ein aufregender Tag geht zu Ende. Ich habe heute viel über die alltägliche Polizeiarbeit erfahren. Es ist jetzt schon eine ganze Weile her, dass Yong suspendiert worden ist und ich hatte seine Termine wahrnehmen müssen. Dazu gehörte das heutige Treffen mit dem Chef der lokalen Polizeiagentur, um zu erfahren, wie sich die Roboter aus unserer Manufaktur bislang im Einsatz bewähren. Ausgerechnet auf dem Weg zur Polizei ging ich über eine rote Ampel. Ich war zu Fuß unterwegs – die Behörde ist ja nur zwei Blocks von meinem Apartment entfernt. Ich war so in Gedanken, dass ich weder die rote Ampel wahrnahm noch die Warnsignale, die meine Kontaktlinsen mir in mein Sichtfeld einspielten. Die Überwachungskameras hielten den Vorgang natürlich sofort fest. Als ich die andere Straßenseite erreichte, sah ich mein Bild auf dem Display am Ampelmast. Darunter verriet ein kurzer Schriftzug mein aktuelles Vergehen; ebenso wie einige weitere kleine Ordnungswidrigkeiten, die ich mir in den letzten fünf Jahren hatte zu Schulden kommen lassen. Oh, wie peinlich! Ordnung im Jahr 2051 – ein Gedankenspiel von Kai Jannek weiterlesen

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"Wir sind die 100%" – Ein neuer Beitrag aus der Kolumne Finanz & Eleganz

Wir sind die 100%

Interview von Bernd Villhauer mit Sven Zivanovic, Gründer der „Changemakers in Finance“-Initiative 

Denken hilft – und damit sich das Denken nicht nur um sich selbst bewegt, benötigen wir manchmal einen Anstoß von außen. Deswegen möchte ich in „Finanz & Eleganz“ immer wieder in Interviews Menschen vorstellen, die solche Anstöße geben. "Wir sind die 100%" – Ein neuer Beitrag aus der Kolumne Finanz & Eleganz weiterlesen

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Ist der Terminator ein Underperformer? Ein neuer Beitrag aus der Kolumne Finanz & Eleganz.

Ist der Terminator ein Underperformer?

von Bernd Villhauer

 

Maschinen können alles besser. Sie schlagen uns im Schach, stellen Diagnosen für Blasenprobleme, revolutionieren die Kriegsführung, verwalten ganze Häfen, fahren Auto und nun übernehmen sie sogar die Finanzen. Als „Robo-Advisor“ kümmert sich Kollege Computer um die Zukunft unseres Geldes.  Was findet denn da eigentlich statt, ist es erfolgreich – und wollen wir das überhaupt? Ist der Terminator ein Underperformer? Ein neuer Beitrag aus der Kolumne Finanz & Eleganz. weiterlesen

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The Black Monday Murders – ein Comic über die Schwarze Magie der Börse

The Black Monday Murders –

ein Comic über die Schwarze Magie der Börse

Text: Bernd Villhauer, Bilder: Image Comics

 

Es war wohl nicht zu vermeiden, dass in meinen Seitenblicken auf die Finanzwelt auch einmal ein Comic besprochen wird. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich der „9. Kunst“, dem Comic-Genre, schon verfallen bin, seitdem ich „Daniel Düsentrieb“ fehlerfrei aussprechen konnte. Es kommt also wie es kommen musste. Allerdings gebe ich keinen Überblick über das Thema „Börse im Comic“ – das wäre auch ein faszinierendes Projekt, das aber zur Zeit noch in der Schublade „Recherche!“ ruht. Vorab will ich nur meiner Freude über den lesenswerten neuen Comic The Black Monday Murders Ausdruck verleihen, der in einer außergewöhnlichen Weise auf die Finanzwelt blickt. The Black Monday Murders – ein Comic über die Schwarze Magie der Börse weiterlesen

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Alle wollen nur Dein Bestes oder: Verstehen private Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt?

Alle wollen nur Dein Bestes oder:

Verstehen private Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt?

von Bernd Villhauer

Zum Abschluss der Blog-Serie zum Thema „Wer versteht eigentlich noch den Finanzmarkt?“ will ich einen Blick auf die nicht-staatlichen Einrichtungen werfen. Mit diesen, beispielsweise den Banken, Versicherungsgesellschaften, Finanzberatern oder Fondsgesellschaften haben wir ja als Konsumenten und Geldbenutzer am häufigsten zu tun – und sind auch am meisten auf sie angewiesen.

Alle wollen nur Dein Bestes oder: Verstehen private Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt? weiterlesen

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Finanz & Eleganz: Verstehen öffentliche Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt?

Gemeinwohl und Staatsfilz oder:

Verstehen öffentliche Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt?

von Bernd Villhauer

Die Finanzmarktakteure, die nicht in privater Hand sind, stellen einen wesentlichen Faktor im Finanzwesen dar. Und genau diese sollen heute im Mittelpunkt stehen, in der dritten Folge der Blog-Serie zum Thema „Wer versteht eigentlich noch den Finanzmarkt?“ Die Wissenschaft und die Presse haben wir schon angesehen – und nun wollen wir jene Finanzinstitutionen würdigen, die wir alle über Steuergelder mitfinanzieren.

Menschen wollen vertrauen. So sind sie nun mal, die Humanoiden – ihr Zusammenleben ist nur möglich, wenn sie ein Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen aufbringen. Das hat sich evolutionär bewährt. Ein bekanntes Bonmot teilt uns mit, dass der Affe, der den Ast verfehlt hat, nicht zu unseren Vorfahren gehört. Aber auch der Affe, der die Kooperation verweigerte, dürfte wenig Nachkommen gehabt haben. Wenn er (oder sie) weder Vertrauen stiften noch solches entgegenbringen konnte, dann war das eine klägliche Existenz, in der Sprache von Thomas Hobbes: „solitary, poor, nasty, brutish, and short.“ Finanz & Eleganz: Verstehen öffentliche Finanzinstitutionen eigentlich den Finanzmarkt? weiterlesen

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Finanz & Eleganz: Verstehen die Medien eigentlich den Finanzmarkt?

FFN – Finance Fake News oder:

Verstehen die Medien eigentlich den Finanzmarkt?

von Bernd Villhauer

Berichte über die Finanzwelt werden in den hiesigen Medien unter drei Buchstaben abgehandelt: D, A und X. Der Deutsche Aktienindex, übrigens ein Produkt und eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG, repräsentiert die Aktienkurse der 30 wichtigsten deutschen Unternehmen, die nach bestimmten Kriterien (Gesamtwert der Anteile / Häufigkeit und Volumen des Handels mit diesen Anteilen) ausgewählt werden. In der augenblicklichen Zusammensetzung finden sich in ihm beispielsweise je neun Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern aber nur eines aus Hamburg und keines aus den östlichen Bundesländern – was schlagartig ein Bild der deutschen Wirtschaftslandschaft liefert, aber eben auch nur einen Teil beleuchtet. So ist das starke Wirtschaftsland Baden-Württemberg nur mit 3 Unternehmen vertreten, weil hier die mittelständische, oft gar nicht börsennotierte Wirtschaft eine Rolle spielt. Finanz & Eleganz: Verstehen die Medien eigentlich den Finanzmarkt? weiterlesen