Wie die VWL ihre Dynamik verlor | Frank Fehlberg

Shopping MallFoto: Heidi Fin | Unsplash

 

Objektfixierung – Wie die VWL ihre Dynamik verlor

Text: Frank Fehlberg | Netzwerk Plurale Ökonomik

Die Volkswirtschaftslehre begnügt sich damit, eine Lehre der Mechanik des aktuellen Wirtschaftssystems zu sein, eine Art Kapitalistik. Es war fahrlässig, bei dieser geschichts- und zukunftslosen Wirtschaftswissenschaft stehenzubleiben. Eine Reise in die Vergangenheit der Disziplin zeigt, dass eine bessere Ökonomik denkbar ist. Wie die VWL ihre Dynamik verlor | Frank Fehlberg weiterlesen

Die VWL und ihr Methodenrepertoire | Jörn Schirok

HämmerFoto: Adam Sherez | Unsplash

 

Schrauben mit dem Hammer einschlagen

Die VWL und ihr Methodenrepertoire

Text: Jörn Schirok

Das Studium der Volkswirtschaftslehre bietet einen Einblick in den Maschinenraum derjenigen Wissenschaft, welche eigentlich die Funktionsweise unserer Wirtschaft untersuchen sollte. Leider bleibt es jedoch dabei: Die Student*in lernt wenig darüber, wie das Wirtschaften als komplexes Zusammenspiel verschiedener Beteiligter tatsächlich funktioniert oder funktionieren könnte. Das ist der traurige Zustand an deutschen volkswirtschaftlichen Fakultäten. Das Fach arbeitet sich noch immer an Paradigmen ab, die aus den Tiefen seiner Entstehungsgeschichte stammen und sich zum Leidwesen von Regierungen, Unternehmer*innen und Haushalten als grundlegend falsch erwiesen haben. Die VWL und ihr Methodenrepertoire | Jörn Schirok weiterlesen

Mathematische Mystik | Bernd Villhauer

Silicon WaferFoto: Laura Ockel | Unsplash

 

Mathematische Mystik

Oder: Können oder sollen wir durch Finanzen in eine posthumane Zukunft schauen?

Text: Bernd Villhauer

Zeit für ein paar Silberstreifen am Horizont? Zumindest einen freundlichen Ausblick sollten wir uns in diesem ganzen apokalyptischen und postapokalyptischen Wirrwarr ja gönnen. Es gibt mehr als genug Aufgaben für nimmermüde Wirtschaftsschreiber, die die Stimmung heben wollen. Auch „Finanz & Eleganz“ will sich da nicht verweigern. Und deshalb werden heute drei Dinge behandelt, die Plattformen für einen besseren Ausblick sein können:

  1. Eine Buchbesprechung
  2. Eine nostalgische Fantasie
  3. Eine Vermutung zur mathematischen Modellierung und symbolischen Ordnung der Finanzmärkte

Mathematische Mystik | Bernd Villhauer weiterlesen

Die Gespenster der Moralphilosophie | Max Hauser

Hände auf einem T-ShirtFoto: Caleb Bishop | Unsplash

 

Die Gespenster der Moralphilosophie

Autor: Max Hauser | Netzwerk Plurale Ökonomik

Ein neues Traktat von Papst Franziskus löst in marktliberalen Kreisen Furore aus. Die heftige Gegenkritik wirft die Frage nach der Beziehung zwischen der Theologie und der Ökonomik auf: Wieso fühlen sich Ökonom*innen überhaupt herausgefordert? Unsere Spurensuche führt zu den theologischen Anleihen im ökonomischen Denken – die Ethik der unsichtbaren Hand.  Die Gespenster der Moralphilosophie | Max Hauser weiterlesen

Die Materialvergessenheit der Wachstumstheorie | Oliver Richters & Andreas Siemoneit

Ein Traktor ist in erster Linie verbrauchsintensiver als ein Ochsengespann.Foto: Tobias | Unsplash

 

Auf dem »Materialauge« blind

Die Materialvergessenheit der Wachstumstheorie

Text: Oliver Richters & Andreas Siemoneit | ZOE. Institut für zukunftsfähige Ökonomien

Seit Jahrzehnten wird über ökologische Grenzen des Wachstums und nachhaltige Entwicklung diskutiert. Man sollte also annehmen, dass Themen wie Rohstoffgewinnung oder Flächenverbrauch eine wichtige Rolle in der ökonomischen Wachstumstheorie spielen. Die Ökonomik ist jedoch auf dem »Materialauge« weitgehend blind und setzt einfach darauf, dass ressourcenschonendes Wachstum möglich ist, frei nach dem Motto: was sich denken lässt, lässt sich auch umsetzen.
Die Materialvergessenheit der Wachstumstheorie | Oliver Richters & Andreas Siemoneit weiterlesen

Keine Held*innentat, sondern Selbsterhaltung | Ramona Schmidt

WäscheklammernFoto: Félix Prado | Unsplash

 

Die Umwelt retten: Keine Held*innentat, sondern Selbsterhaltung

Text: Ramona Schmidt | Netzwerk Plurale Ökonomik

„How we tell stories of our past, and how we respond to the challenges of the present, are intimately connected.“ Jason W. Moore

Müssen wir wirklich die Natur retten?

Natürlich! Heute mehr als gestern – und morgen erst recht. Und dennoch transportiert die Frage ein Problem, welches ich in diesem kurzen Beitrag diskutieren möchte. Denn sie setzt voraus, dass wir (Menschen) die Natur retten müssen. Die Frage trennt Menschen also kategorial von der Natur. Hierdurch erscheint die Rettung als etwas, das man unter Umständen auch bleiben lassen könnte (da war halt nichts mehr zu machen…), oder sogar als Held*innentat – keineswegs aber als Notwendigkeit. Mit dieser Perspektive nehmen wir nicht wahr, dass wir dabei sind, unsere Existenzgrundlagen zu zerstören. Keine Held*innentat, sondern Selbsterhaltung | Ramona Schmidt weiterlesen

Gespräch mit Thomas Jörder | Bernd Villhauer

Euroskulptur vor dem EurotowerFoto: Hans Braxmeier | Pixabay

 

„Ich beschloss, das zu verändern“

Ein Gespräch mit Thomas Jörder

Fragen: Bernd Villhauer

Bei verschiedenen Kongressen und Tagungen ist mir ein freundlicher Herr aufgefallen, der ohne Zweifel Teil der Finanzbranche ist, aber doch eben eher wie ein Freibeuter auch Teil der Seefahrt ist – eben ein unabhängiger Denker: Thomas Jörder. Schon seit Jahren denkt er über ein „besseres Geldsystem“ nach und teilt hier einige Gedanken mit mir: Gespräch mit Thomas Jörder | Bernd Villhauer weiterlesen

Erzählte Ungleichheit | Henri Schneider, Henrika Meyer, Julia Schmid

Rahmen und ihre WirkungFoto: Jessica Ruscello | Unsplash

 

Ungleiche Erzählungen

Warum es wichtig ist, wie in den Wirtschaftswissenschaften über Ungleichheit gesprochen wird.

Text: Henri Schneider, Henrika Meyer und Julia Schmid | Netzwerk Plurale Ökonomik

Ungleichheit ist derzeit eine der größten ökonomischen Herausforderungen. Sie ist nicht natürlich gegeben, sondern Produkt eines gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses. Um es in den Worten des Ungleichheitsforschers Thomas Piketty zu sagen: „Jede menschliche Gesellschaft muss ihre Ungleichheit rechtfertigen, […] Ungleichheitsregime […] zeichnen sich durch ein Zusammenspiel von Diskursen und institutionellen Einrichtungen aus, die der Rechtfertigung und Organisation wirtschaftlicher, sozialer und politischer Ungleichheit in den jeweiligen Gesellschaften dienen.” Erzählte Ungleichheit | Henri Schneider, Henrika Meyer, Julia Schmid weiterlesen

Atemlos im Geldmeer | Bernd Villhauer

Woher kommt das Geld?Foto: Geronimo Giqueaux | Unsplash

 

Atemlos im Geldmeer

Oder: Wer flutet hier wen mit was? Und warum?

Text: Bernd Villhauer

Stellt mir doch jemand neulich am Telefon die schlichte Frage: Woher kommt eigentlich das ganze Geld? Tatsächlich hören wir ja jetzt in der Corona-Krise von enormen Summen, die zur Stabilisierung der Wirtschaftskreisläufe und zum Abfedern von ökonomischen und sozialen Verwerfungen mobilisiert werden. In manchem Politikerinterview schwingt ein bisschen Stolz mit, dass man so riesige Gelder verteilen kann. Und gelegentlich verfällt man auch in martialische Rhetorik, bei der immer wieder gerne eine „dicke Bertha“ oder eine „Bazooka“ rausgeholt wird – wie seinerzeit von EU-Zentralbankpräsident Draghi und jetzt vom deutschen Finanzminister Scholz. Mit der Geldmengenerzeugung, die die Voraussetzung dafür ist, dass Politiker zeigen können, dass sie die größte Waffe haben, wollen wir uns im Folgenden einmal intensiver beschäftigen. Atemlos im Geldmeer | Bernd Villhauer weiterlesen

Cash from Chaos | Bernd Villhauer

AtemschutzmaskenFoto: De an Sun | Unsplash

 

Cash from Chaos

Geschichten von Viren und Volatilitäten

Text: Bernd Villhauer

Die Wirtschaftsgeschichte ist auch eine Geschichte der Krankheiten. Aber wie genau sieht die Beziehung zwischen Krankheit und Kurs aus? Und was ist mit den prognostischen Potenzialen des Finanzmarkts? Kann uns die Börse nicht nur etwas über die ungesunde Gegenwart, sondern vielleicht auch über die Zukunft sagen? Was von den Krankheiten ist jeweils schon eingepreist und wie bewährt sich die Börse als Prognoseinstrument? Cash from Chaos | Bernd Villhauer weiterlesen