Aufruf für mehr kommunalpolitisches Engagement – Netzwerk junge BürgermeisterInnen

BürgermeisterInnen rufen zu mehr kommunalpolitischem Engagement auf

AUFRUF

Für mehr kommunalpolitisches Engagement

 

Wir – das sind junge Bürgermeisterinnen und Bürgermeister – haben uns entschlossen, uns mit diesem Aufruf an die Öffentlichkeit zu wenden, um Menschen zu ermutigen, sich auf kommunaler Ebene politisch zu engagieren.

Es wird gerade Geschichte geschrieben. Die Zeiten ändern sich und ein „Weiter-so“ ist keine Option mehr. Und doch geht es gerade auch darum, das zu erhalten, was gut ist. Der schmale Grat besteht heute darin, Veränderung zuzulassen und zu gestalten und gleichzeitig Sicherheit zu bieten und Ruhe zu schaffen in einer sich permanent wandelnden Gesellschaft.

Die Veränderung verlangt nach neuen Antworten. Zugleich verfolgt die Veränderung keinen Masterplan, folgt keiner Theorie. Das Bild der neuen Wirklichkeit ist noch nicht klar zu erkennen. Man kann es bestenfalls erahnen. Im Kleinen. Das große Bild ist viel zu vielschichtig, zu komplex, folgt zu unerwarteten, unbekannten Mustern, als dass man daraus eine Theorie der Gesellschaft entwickeln könnte.

Man muss also im Kleinen anfangen. Aber wie fängt man an? Folgt das Handeln dem Nachdenken oder ist es anders herum? Das ist schwer zu beantworten, denn letztlich kann man beides nicht voneinander trennen. Aber am Ende kommt es darauf an, dass man sich engagiert und Verantwortung übernimmt. Verantwortung gegenüber den Mitmenschen. Man muss erkennen, dass das Soziale, das Zwischenmenschliche der Ausweg aus der sich überall andeutenden Krise ist. Dass nur im Sozialen die Ruhe und Sicherheit liegt, die wir uns herbeisehnen. Aufruf für mehr kommunalpolitisches Engagement – Netzwerk junge BürgermeisterInnen weiterlesen

EMMA – Kreativzentrum Pforzheim

EMMA – Kreativzentrum Pforzheim

Pforzheim, die Stadt am nördlichen Rand des Schwarzwalds, ist für vieles bekannt: für findige Tüftler und zahlreiche Patentanträge, für erstklassigen Schmuck und innovative Uhren, die von hier in die ganze Welt exportiert werden oder auch für das beste Europawahl-Ergebnis der AfD. Diese unterschiedlichen Facetten machen die Stadt zu einem besonders fruchtbaren Ort für Kreativschaffende. Hier tummeln sich Designer, Künstler und Freigeister, die politische Diskussionen anstoßen wollen, unkonventionelle Blicke auf soziale Brennpunkte richten und mutige Ausstellungen organisieren. Das Herz dieser kreativen Szene ist das EMMA – Kreativzentrum Pforzheim. Hier werden Wissenschaft, Mittelstand und Designer aus der Region an einen Tisch gebracht, Kooperationen beschlossen und neue Projekte gefördert. Auf einer Fläche von 3.000m² stehen Studierenden, Existenzgründern, Agenturen und Jungunternehmern Werkstatt- und Coworking-Arbeitsplätze, Büros und Ateliers zur Verfügung. Die Spanne der aktuellen Mieter reicht von Schmuck- und Modedesignern, über Grafikdesigner, Filmemacher, Fotografen, Webprogrammierer bis hin zu Bildenden Künstlern. Das EMMA ist ein besonderer Ort, der Räume der Begegnung schafft, und alternative Zukunftsentwürfe präsentiert. EMMA – Kreativzentrum Pforzheim weiterlesen

The Dark Mountain Project

„The intelligences inherent in nature are non-linear and not a product of human thought.“

Im Jahr 2009 publizierten die Engländer Dougald Hine und Paul Kingsnorth ein Manifest mit dem Titel Uncivilisation – The Dark Mountain Manifesto. Mit diesem Manifest geht es ihnen um nichts Geringeres, als jene Geschichten zu hinterfragen, die unserer Kultur zugrunde liegen: den Mythos des ewigen Fortschritts, den Mythos, dass der Mensch im Mittelpunkt der weltlichen Ordnung stehe und den Mythos, dass Mensch und „Natur“ getrennt voneinander seien. Die Geschichten, die wir uns erzählen und die Bilder, die wir von uns selbst haben, formen unser Leben und geben ihm seine Richtung, davon sind die Projektmacher überzeugt. Aus diesen Gedanken entstand das Dark Mountain Project, eine Gruppe an Künstlern und Freidenkern, die Bücher publiziert und Veranstaltungen organisiert, um auf künstlerisch-philosophische Weise neue Denkmuster aufzuzeigen. The Dark Mountain Project weiterlesen

wusoa GmbH: Biogas für Kleinbauern

wusoa GmbH: Biogas für Kleinbauern

Auch Kleinvieh macht Mist.

Biogas – was ist das? Heutzutage oft ein Ärgernis, wenn man sieht, wie riesige landwirtschaftliche Flächen ver(sch)wendet werden, um darauf Mais zur Biogasproduktion anzubauen, statt diese Flächen für die Lebensmittelproduktion zu nutzen. Dies hat nicht nur katastrophale Folgen für die Biodiversität, sondern hinterlässt zumeist auch ausgelaugte Böden. Doch wäre es völlig falsch, Biogas auf dieses ökologische Desaster zu reduzieren, denn das Grundprinzip einer Biogasanlage ist sehr sinnvoll: Aus vorhandenen und nicht anders verwertbaren organischen Rest- und Abfallstoffen wie etwa Biomüll, Grünschnitt, Speiseabfällen aus der Gastronomie, Gülle und Abwasser kann man Biogas gewinnen – ein verlässlicher Gas-, Wärme- und Stromlieferant im Alltag. wusoa GmbH: Biogas für Kleinbauern weiterlesen

„Wir haben einen unmöglichen Ort geschaffen“ – Das Château d’Orion

„Wir haben einen unmöglichen Ort geschaffen“

Das Château d’Orion ist ein Gästehaus inmitten der südwestfranzösischen Provinz zwischen Biarritz und Pau. Hier sind die Pyrenäen atlantisch, Surfer treffen auf Pilger, Frankreich und Spanien laufen zusammen. 2003 übernahmen Elke und Tobias Premauer das Landschloss aus dem 17. Jahrhundert und gründeten hier einen Ort der Begegnung, der Impulse für ein Europa der Regionen schafft. Es ist die Suche nach einem gelingenden Leben, die Sehnsucht nach einem Raum zum freien Denken sowie das Interesse an Menschen und ihren Geschichten, welche die ehemalige Journalistin und den einstigen Manager hierher getrieben haben.

Das Chateau d’Orion ist mitten in der Natur. Dort veranstalten Sie sogenannte Denkwochen. Ist das Kalkül oder Zufall, dass Sie fernab der Zivilisation zum Denken einladen?

Ja, das war und ist beabsichtigt, weit weg vom Alltag, abgelegen einen Raum zu schaffen der grenzenloses Denken zulässt. Die Idee der Denkwochen basiert ja genau darauf, dass wir uns mit Fragen beschäftigen, zu denen wir in der Hektik des „normalen“ Lebens nicht kommen. Auch wenn wir uns mit literarischen Themen wie Dr. Faustus und die Musik beschäftigen, geht es immer darum, was hat das mit der heutigen Gesellschaft zu tun, welche Prozesse sind darin erkennbar. Wie werden festgefahrene Meinungen, die wir uns in der Regel aus Erfahrungen oder selektiven Wahrnehmungen angeeignet haben Haltungen und Erkenntnisse, die denkbar vernünftig und fühlbar sind. Die Ausschließlichkeit liegt im Argen, das sowohl als auch zu erkennen, das soll in einer Denkwoche erlebbar werden. Und dazu ist es gut, sich auf den Weg zu machen. Außerdem liegt Château d’Orion in einer reichen Kulturlandschaft mit vielen Brüchen, deren Irritation die Wirren des Lebens deutlich machen und in unsere Reflexionen integrierbar sind. Nicht die schiere Idylle wird hier erlebt, sondern Inspiration und Irritation. Wissen allein genügt nicht, wir müssen den Willen zur Transformation haben. „Wir haben einen unmöglichen Ort geschaffen“ – Das Château d’Orion weiterlesen

Pflegeethik Initiative e.V. – Pflege ist mehr als Versorgung

Pflegeethik Initiative e.V.

Pflege ist mehr als Versorgung

Früher oder später trifft es jeden: Eigene Fähig- und Fertigkeiten versagen ihre Dienste und man ist auf die Hilfe und Pflege anderer Menschen angewiesen. Die Zahl der dementen Pflegebedürftigen steigt – Demenz ist die Hauptursache für Pflegebedürftigkeit geworden. Für den Menschen im Kontroll- und Hochleistungszeitalter, der Körper und Geist gerne seinem Willen unterstellt, ist der Verlust der Entscheidungsfreiheit der blanke Horror. Die Angst vor der Vergesslichkeit und Verwirrtheit ist so gewaltig, dass alle etablierten Parteien das Thema Pflege lieber ganz im Wahlkampf meiden. Mit fatalen Folgen für unser menschliches Miteinander: Denn Krankenkassen, Wohlfahrtsverbände, sowie private oder kommunale Leistungsanbieter zahlen nur noch für eine effiziente technokratisch-medikamentöse Versorgung, nicht aber für ausreichend Zuwendung. Dies führt dazu, dass Pflegebedürftige zu Kunden werden, die jede Abwechslung als „Einzelmaßnahme“ buchen müssen. Pflegeethik Initiative e.V. – Pflege ist mehr als Versorgung weiterlesen

SAMARITA – Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen

Samarita – Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen

Wenn man krank ist, geht man zum Arzt. Ist man – wie etwa 72 Millionen Deutsche – gesetzlich versichert, zückt man die Versichertenkarte und lässt sich behandeln. Soweit so gut. Doch oft müssen gesetzlich Versicherte wochenlang auf einen Termin warten. Für Ärzte ist es profitabler, bevorzugt Privatpatienten – rund neun Millionen Deutsche – zu behandeln. Seit den 1990er Jahren ist außerdem der Anteil privater Krankenhäuser, die einen Profit erwirtschaften müssen, rapide angestiegen. SAMARITA – Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen weiterlesen

33 Thesen für eine Reformation der Ökonomie

 33 Thesen für eine Reformation der Ökonomie

Das Jahr 2017 markierte den 500. Geburtstag der Reformation. Zahlreiche Manifeste – in Anlehnung an die 95 Thesen von Martin Luther – wurden in diesem Jahr veröffentlicht. Aber was ist von ihnen geblieben? Ist Ihnen eines in Erinnerung?
Gerne möchten wir von einem Manifest berichten, das in Erinnerung bleiben sollte. Am 12. Dezember 2017 brachte der Ökonom Steve Keen, verkleidet mit einem mittelalterlichen Mönchsgewand, die 33 Thesen für eine Reformation der Ökonomie an der Tür der London School of Economics an. 33 Thesen für eine Reformation der Ökonomie weiterlesen

Sinn und Unsinn der ökonomischen Bildung in Schulen

Gesellschaft für sozioökonomische Bildung & Wissenschaft

Gesellschaft für sozioökonomische Bildung & Wissenschaft

Erdkundebücher seien zu marktskeptisch und Globalisierung werde im Schulunterricht zu negativ dargestellt – das behaupten Unternehmensverbände und fordern schon lange ein eigenes Schulfach „Wirtschaft“. Sie erhoffen sich dadurch auch, unternehmensorientiertes Denken inklusive Gründergeist in Deutschland zu stärken.
In Nordrhein-Westfalen wird ihr Wunsch womöglich bald in Erfüllung gehen. In Baden- Württemberg unterrichten Lehrkräfte bereits Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung (WBS). Das Fach Wirtschaft soll ökonomisches Wissen vermitteln und Kontakte mit Unternehmen ermöglichen. Einen Modellversuch hierzu gab es an Realschulen in NRW bereits von 2010 bis 2014. Das interessante Ergebnis: An den teilnehmenden Schulen hat eine Verdrängung der Fächer Sozialwissenschaften und Politik stattgefunden.
Die Gesellschaft für sozioökonomische Bildung & Wissenschaft (GSÖBW) wurde im Oktober 2016 gegründet, um der Entkopplung ökonomischer Fragestellungen von anderen gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen an Schulen und Hochschulen entgegenzutreten. Sinn und Unsinn der ökonomischen Bildung in Schulen weiterlesen